Rhynern landet knappen 2:1-Sieg gegen den TSV Marl-Hüls

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Agierte als rechter Verteidiger: Jan Kleine (links).

Hamm - Es waren keine normalen Tore. Sondern Treffer, die eine Mannschaft nur dann erzielt, wenn sie oben steht. „Oder wenn man einen Lauf hat“, wie Björn Mehnert meinte. Doch letztlich war es dem Trainer und seinen Spielern des SV Westfalia Rhynern egal, wie sie den knappen 2:1 (0:1)-Sieg im Heimspiel der Fußball-Oberliga gegen den TSV Marl-Hüls eingefahren hatten. „Wichtig war vielmehr, dass wir die Punkte behalten haben“, stellte der Coach klar.

Wie schon beim 7:1-Heimsieg am vergangenen Samstag gegen den SV Schermbeck gerieten die Rhyneraner auch gegen den Aufsteiger aus Marl-Hüls mit 0:1 in Rückstand. Nach einer Ecke von Sebastian Westerhoff riss Adrian Cieslak beim Kopfballduell die Arme hoch und bekam den Ball dabei an die Hand. Schiedsrichter Philipp Hüwe entschied sofort auf Elfmeter, den Westerhoff sicher verwandelte (24.). „Das war völlig unnötig“, ärgerte sich Mehnert später.

Dabei hatten die Rhynernaner durchaus gefällig agiert, verzeichneten sogar die ersten beiden Chancen der Partie. Doch der erste Schuss von Lennard Kleine war am Tor vorbeigegangen (15.), den zweiten von Lucas Arenz bekam TSV-Keeper Nils Martens im Nachfassen unter Kontrolle (18.). 

Nach dem Rückstand benötigten die Gastgeber rund zehn Minuten, um den Gegentreffer zu verarbeiten. Dann hatten sie die große Möglichkeit zum Ausgleich. Einen langen Abschlag von Alexander Hahnemann unterschätzte Lukas Diericks, so dass der Ball über seinen Kopf tickte.

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - TSV Marl Hüls 2:1

Lennard Kleine, der mit einem Fehler des Innenverteidigers gerechnet hatte, eilte zwar anschließend alleine auf das Tor der Gäste zu, scheiterte mit seinem Lupfer aber an Martens (34.). Zu mehr Chancen kam die Westfalia jedoch nicht mehr. „In der ersten Halbzeit haben wir wirklich nicht gut gespielt“, gestand Mehnert ein.

Nach dem Wechsel erhöhten die Rhynerner den Druck und hatten schon drei Minuten nach dem Wiederanpfiff Pech, als eine Volleyabnahme von Cihad Kücükyagci auf der Oberkante der Latte landete. Umso glücklicher markierte die Westfalia den 1:1-Ausgleich (61.). Aus dem Halbfeld wollte Cieslak den Ball in den Strafraum des TSV schlagen. Doch das Spielgerät rutschte ihm bei seinem Flankenversuch über den Spann, so dass das Leder hinter Keeper Martens im Winkel landete. „Das war natürlich glücklich für uns. Aber letztlich hat Adrian nur seinen Fehler beim Elfmeter wiedergutgemacht“, erklärte Mehnert.

Nach dem Ausgleich nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Auf Rhyneraner Seite scheiterte Arenz an Martens (63.), auf der anderen traf Westerhoff den Pfosten (65.). Für die Entscheidung in dieser umkämpften und intensiven Partie sorgte dann in der 78. Minute Jan Apolinarski. Aus 20 Metern hatte der Linksverteidiger volley angezogen und unhaltbar für Martens zum 2:1-Siegtreffer getroffen – und das mit seinem schwächeren rechten Fuß. „Ich habe da nicht viel nachgedacht, sondern einfach drauf gehalten“, verriet Apolinarski nach dem Abpfiff, wie er den Treffer erzielt hatte.

Mehnert freute sich derweil, dass sich seine Mannschaft nach einem Rückstand erneut zurückgekämpft und damit an der Spitze der Oberliga-Tabelle festgesetzt hat: „Im zweiten Durchgang hatten wir Tempo und Aggressivität im Spiel. Letztlich war es ein glücklicher, aber aufgrund der Spielanteile, die wir mehr hatten, auch ein verdienter Arbeitssieg.“

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