Fußball

Rhynern-Keeper Hahnemann sieht die Westfalia gegen die HSV in der Favoritenrolle

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Alexander Hahnemann

Alexander Hahnemann,  Torwart des SV Westfalia,  verfügt über viel Derby-Erfahrung und tippt auf einen Rhynern-Sieg im Duell mit der Hammer SpVg

Hamm - Er verfügt über Derby-Erfahrung wie kaum ein Zweiter. Seitdem Alexander Hahnemann im Sommer 2015 vom SC Wiedenbrück zum SV Westfalia Rhynern gewechselt war, hat der 28 Jahre alte Torwart kaum ein Ortsduell gegen die Hammer SpVg verpasst. Daher weiß der Keeper nur zu gut, was auf ihn und seine Teamkollegen heute Abend zukommt. „Es geht ums Prestige, da ist immer viel Feuer drin. Alle sind besonders motiviert, wollen zeigen, dass sie die Nummer eins in Hamm sind und natürlich für ihre Anhänger gewinnen. Und die Atmosphäre ist normalerweise auch ganz speziell – außer eben jetzt wegen Corona“, sagt der großgewachsene Torwart der Westfalia.

Besonders gerne erinnert er sich an das Duell in der Saison 2016/17, als die Rhyneraner das Rückspiel im Hammer Osten durch einen Treffer von Mathieu Bengsch mit 1:0 gewannen und dadurch den entscheidenden Schritt Richtung Regionalliga-Aufstieg schafften. „Damals waren 3500 Zuschauer im Stadion und wir haben gewonnen. Das war etwas ganz Besonderes. Dieses Spiel werde ich so schnell nicht wieder vergessen“, sagt Hahnemann.

Heute Abend wird es aufgrund der Mini-Kulisse auch ein Spiel der anderen Art sein – auch darauf haben sich der Torwart und seine Teamkollegen eingestellt. „Es sind nun mal nicht so viele Zuschauer dabei. Aber trotzdem geht es um drei Punkte, die wir mitnehmen wollen“, stellt er klar und sieht dabei die Westfalia in der Favoritenrolle. „Natürlich sieht es bei der HSV mit den fünf Niederlagen nicht so gut aus. Aber irgendwann reißt jede Serie mal. Wir sind aber zuversichtlich, dass das nicht gegen uns passieren wird. Ich denke schon, dass wir der Favorit sind, wobei die Derbys schon immer ganz spezielle Spiele sind.“

Auch Hahnemann hatte zuletzt ein spezielles Spiel absolviert. In der Heimpartie gegen den ASC 09 Dortmund hatte er noch in der ersten Halbzeit wegen Meckerns Gelb-Rot gesehen und vorzeitig den Platz verlassen müssen. „Das war natürlich ein bisschen dumm von mir, wobei der Schiedsrichter auch ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hätte zeigen können“, erinnert sich Hahnemann an die Situation, als die Westfalia nach einer 2:0-Führung zuerst den Ausgleich klassiert hatte und die Aplerbecker anschließend fast in Führung gegangen waren. „Das war eine klare Fehlentscheidung vom Schiri. Darüber habe ich mich sehr aufgeregt. Aber letztlich war das irgendwie auch ein Wachmacher für unser Team, am Ende haben wir ja in Unterzahl noch mit 4:2 gegen den ASC gewonnen.“

Gegen die HSV hofft Hahnemann, dass kein Wachmacher nötig sein wird, sondern dass die Gäste vielmehr von der ersten Minute im Spiel sind. Das war Ende August noch anders, als die Rhyneraner im Pokal-Halbfinale nach einer guten ersten Halbzeit und einer 1:0-Führung deutlich nachließen, im zweiten Durchgang das 1:1 kassierten und letztlich nach Elfmeterschießen verdientermaßen den Einzug in das Endspiel verpassten. „Bei uns läuft es in der Meisterschaft bislang recht gut. Wir haben unser Gerüst gehalten, haben ein paar junge Leute dazu bekommen, die richtig gut eingeschlagen sind. Und wir sind ein eingeschworener Haufen, bei dem jeder weiß, wie es läuft“, meint der Keeper. „Und wenn jeder seine Leistung bringt und an sein Limit geht, dann sind wir nur schwer zu schlagen. Daher tippe ich auch auf einen Sieg von uns.“

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