Rhynern II gewinnt Derby beim TuS Germania mit 4:0

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Rhyneraner Jubel: Georgios Gkikas, Kevin Messner und Sergej Petker (von links) freuen sich über das vierte Tor der Westfalia.

HAMM - Als sein Team ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga gesetzt hatte, lächelte Thomas Schneider zufrieden. „Jetzt können wir erstmal ein bisschen durchatmen. Das war ein extrem wichtiger Erfolg“, sagte der Trainer des SV Westfalia Rhynern II.

Die Rhyneraner gewannen das Derby gegen TuS Germania Lohauserholz, der seinerseits weiter tief im Schlamassel steckt, ebenso deutlichen wie verdienten mit 4:0 (2:0) TuS Germania Lohauserholz.

Auch wenn ihn die Vorstellung seiner Mannschaft über weite Strecken wurmte – überbewerten wollte Michael Scheffler die Niederlage gegen den Tabellennachbarn nicht. „Wir sollten das nicht als Maßstab nehmen, das sollte uns nicht umhauen. Das war eine Truppe, mit der wir uns nicht vergleichen können“, verwies der TuS-Coach auf die personellen Möglichkeiten bei der Westfalia angesichts der nun deutlich geringeren Zahl an Verletzten und der gestrigen Verstärkung aus dem Kader der ersten Mannschaft. „Rhynern hat das Tempo und den Rhythmus bestimmt.“

Und das fast durchgehend. Zwar gehörte den Platzherren die erste Chance in Form eines Schusses von Klodian Kola (4.). Doch die Westfalia hatte die bessere Spielanlage, störte früh, agierte mit viel Tempo – bisweilen zu viel für die Gastgeber. TuS-Schlussmann Thomas Goeke verhinderte zunächst gegen Sergej Petker den frühen Rückstand (7.) und klärte wenig später mit einem Reflex gegen Andrei Lorengel (8.). Doch dann war er machtlos: Nach einem langen Pass enteilte Andre Budde Alexander Ritzkat und lupfte den Ball von der Strafraumgrenze über den herausgeeilten Hölzkener Torwart zum 0:1 ins Netz (18.).

Was folgte, war aber nicht eine noch größere Dominanz Rhynerns, sondern die beste Phase des TuS, der sich gegen leicht nachlassende Gäste in die Partie biss. „Da haben wir etwas aufgehört, Fußball zu spielen“, sagte Schneider, der mit ansehen musste, wie Nils Offermann einen Kopfball Felix Hennigs entschärfte (24.) und wie Frederick Hessfeld das Rhyneraner Gehäuse knapp verfehlte (31.). Doch als Goeke nach einem Freistoß von Kevin Hillebrand den starken Seitenwind nicht richtig einkalkulierte und den Ball nur notdürftig mit einer Faust abwehrte, schoss Tim Neumann aus kurzer Distanz zum 0:2 ein (39.) – die Westfalia hatte einen Wirkungstreffer gesetzt.

Denn in der Folge kontrollierten die Gäste wieder eindeutig das Geschehen und spielten zu Beginn der zweiten Hälfte ihre personellen wie taktischen Möglichkeiten konsequent aus. Petker rückte vorübergehend für Budde in die Sturmspitze und war von der Abwehr der Hölzkener kaum zu halten. „Wir wollten das flexibel handhaben“, sagte Schneider mit Blick auf den Rollentausch, der sich schnell auszahlte: Zunächst tauchte der bärenstarke Petker nach einem Pass von Hillebrand frei vor dem Tor auf und schob den Ball ein (52.). Und als er zwei Minuten später eine Flanke von Kevin Messner direkt verwertete, war die Begegnung endgültig entschieden. „Bei den Toren machen wir es Rhynern zu leicht, da sind wir überhaupt nicht aggressiv“, ärgerte sich Scheffler. „Es ist nichts passiert von dem, was wir uns vorgenommen haben.“ Nicht einmal der Ehrentreffer war den Gastgebern vergönnt, die kaum noch gefährlich vor das Gehäuse der souverän agierenden Gäste kamen.

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