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Rhynern erwartet in Paderborn einen heißen Tanz bei großer Hitze

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Von: Patrick Droste

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Rhynerns Marvin Joswig (links) fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses Monate lang aus.
Rhynerns Marvin Joswig (links) fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses Monate lang aus. © Reiner Mroß/Digitalbild

Zwei Tage vor dem Start in die neue Saison der Fußball-Oberliga muss der SV Weszfalia Rhynern eine Hiobsbotschaft verkraften. 

Hamm - Die Knieverletzung, die sich Marvin Joswig im Pokalspiel in Niederaden zugezogen hat, hat sich als Kreuzbandriss entpuppt. Damit fällt der Innenverteidiger monatelang aus. „Der Meniskus hat auch einen Schaden davon getragen. Genauere Auskünfte erhalte ich am Montag vom Arzt“, sagt der 24 Jahre alte Defensivspezialist. Doch Joswig ist nicht der einzige Akteur, der den Rhyneranern im Auftaktmatch am Sonntag bei der U21 des SC Paderborn 07 (15 Uhr, Sportzentrum Breite Bruch, Paderborn-Marienloh) fehlen wird.

Neben den schon länger ausfallenden Lennard Kleine, Lucas Arenz und Mazlum Bulut muss die Westfalia auch auf Neuzugang Christian Antwi-Adjej verzichten. Der Mittelfeldakteur, der von der TSG Sprockhövel an den Papenloh gekommen war, befindet sich in den kommenden zwei Wochen auf Hochzeitsreise. Zudem steht hinter dem Einsatz von Gianluca Di Vinti aufgrund seiner Adduktorenprobleme ein Fragezeichen. „Da fehlen uns ein paar erfahrene Spieler und damit Qualität“, sagt Kaminski. „Vor einem Jahr sah das besser aus, da konnten wir personell zum Start aus dem Vollen schöpfen.“

Rhynern verfügt noch über genug Erfahrung

Umso mehr sind die Akteure gefordert, die am Sonntag auflaufen werden. Auch da kann die Westfalia noch genug Erfahrung aufs Feld schicken. Zum Beispiel im Tor mit Alexander Hahnemann und in der Defensive mit den Routiniers wie Michael Wiese, Tim Neumann, Tim Lorenz oder Patrick Franke. „Aber auch Jungs wie Akhim Seber, Halil Dogan, Tom Franke, Jan Kleine oder Chris Stöhr haben schon mehr als 20 Oberliga-Spiele auf dem Buckel“, stellt Kaminski klar und fügt hinzu: „Und ein Jonas Michler ist auch keine 20 Jahre mehr alt und weiß, wie man in der Oberliga zu spielen hat.“

Und daher ist der Coach der Westfalia zuversichtlich, dass er trotz der Ausfälle eine Mannschaft stellen kann, die etwas Zähbares mitbringen kann. „Aber das geht gegen die Paderborner, die mit Christian Strohdiek und Dominik Bilogrevic über zwei erfahrene und ansonsten viele junge, sehr gut ausgebildete Spieler verfügen, nur, wenn bei uns jeder an seine Leistungsgrenze geht und sich zu 100 Prozent einbringt“, betont Kaminski und zeigt sich optimistisch, dass dies so sein wird: „Das wird ein überaus intensives Oberliga-Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Aber wir haben ja schon oft gegen die Spitzenteams gezeigt, dass wir da etwas mitnehmen können.“ Rhynern wird – ähnlich wie beim 0:0 Ende April – wieder aus einer kompakten Defensive agieren und dabei immer wieder versuchen, durch Konter Nadelstiche zu setzen und für Entlastung zu sorgen.

Drittes Gastspiel in Paderborn in Serie

Den Weg nach Paderborn kennen die Rhyneraner übrigens bestens. Denn in der vergangenen Saison mussten sie bereits zweimal bei der U21 des Zweitligisten antreten, jetzt steht der dritte Auftritt in Serie bei den Ostwestfalen an. „Das ist schon ärgerlich. Aber letztlich nehmen wir es so, wie es ist. Ändern können wir es eh nicht“, sagt der Coach vor dem Aufeinandertreffen des letztjährigen Dritten gegen den Vierten: „Das wird bei heißen Temperaturen ein heißer Tanz.“

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