„Die Tabelle lügt nicht“

Rhynern am Ende auf Platz 3 - "Danke" an die Mannschaft

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Lippstadt - Am Ende hatte es Björn Mehnert ganz eilig. Die Oberliga-Partie des SV Westfalia Rhynern beim SV Lippstadt 08 war gerade abgepfiffen, da trommelte der Gäste-Coach seine Schützlinge zusammen, wollte ihnen keine Zeit lassen, sich möglicherweise falsche Gedanken zu machen.

„Danke“, sagte er eindringlich in Richtung in seiner Akteure. „Danke für diese hervorragende Saison. Die Tabelle lügt nicht. Ihr seid Dritter geworden, da gehören wir hin – und diesen Platz hab ihr euch erarbeitet und erspielt.“ Glatt mit 1:3 (1:1) hatten die Rhyneraner kurze Zeit zuvor in Lippstadt verloren. Und damit auch die letzten Mini-Hoffnungen auf den Aufstieg in die Regionalliga zerplatzen lassen. Den Sprung in die Viertklassigkeit hatte sich zeitgleich RW Ahlen, das vor zwei Wochen noch hinter der Westfalia auf Rang drei gestanden hatte, durch einen 2:0-Sieg in Neuenkirchen gesichert. „Der Aufstieg wäre natürlich die Krönung unserer tollen Saison gewesen. Aber wir können auch so super zufrieden sein“, sagte Mathieu Bengsch, der den einzigen Treffer für die Gäste markiert hatte.

Die Rhyneraner hatten in Lippstadt lange Zeit überhaupt nicht in die Partie gefunden, waren viel zu passiv, standen weit weg von ihren Gegenspielern, so dass die Platzherren die Partie nach Belieben dominierten. Umso überraschender war es, dass die Gäste nach 23 Minuten mit 1:0 in Führung gingen. Bengsch hatte zu einem tollen Sololauf angesetzt und aus 18 Metern abgezogen. Der Ball klatschte gegen den Innenpfosten und sprang von dort ins Netz. Doch die Freude der Papenloh-Elf währte nur zwei Minuten. Denn dann reagierte Fabian Lübbers nach einem Freistoß, den Rhynerns Abwehr nicht energisch genug klärte, am schnellsten und staubte zum 1:1 ab. „Schade“, sagte Mehnert später. „Der Treffer fiel einfach zu schnell, wobei er natürlich ohne Frage verdient war. Dass wir in Führung gegangen waren, war natürlich recht glücklich.“

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An den Verhältnissen auf dem Rasen änderte sich durch die beiden Tore aber nichts, weiterhin war der SV Lippstadt die spielbestimmende Mannschaft, benötigte aber einen Strafstoß, um die Überlegenheit in Treffer umzumünzen. Michael Wiese hatte Marcel Ramsey im Strafraum von den Beinen geholt, und Stefan Parensen verwandelte den Elfmeter sicher zum 2:1 für den SV Lippstadt 08 (60.).

Erst danach wachte die Westfalia auf, agierte zielstrebiger und gefährlicher, nachdem sie nun mit zwei Sechsern im Mittelfeld spielte. So wurde Bengsch in der 62. Minute, als er alleine auf Torwart Marcel Höttecke zulief, zwar von den Beinen geholt, dieses Mal blieb die Pfeife von Schiedsrichter Oliver Topp aber stumm. „Das war ein klarer Strafstoß“, meinte Mehnert nach dem Abpfiff. Als dann auch noch zwei Schüsse von Lennart Kleine nach guter Vorarbeit von Thanh-Tan Tran abgeblockt wurden (75.), war es der eingewechselte Edmund Riemer, der nach einem Freistoß zum 3:1 einköpfte (83.).

„Dass ich mich mit einer Niederlage verabschieden muss, ist natürlich schade. Aber es hat mich gefreut, dass ich noch einmal für Rhynern auflaufen durfte“, meinte Felix Bechtold, der genauso wie Michael Wiese in der kommenden Saison für Regionalliga-Aufsteiger RW Ahlen spielen wird.

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