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Rhynern beantragt Regionalliga-Lizenz und präsentiert einen Neuzugang

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Von: Patrick Droste

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Rhynerns Neuzugang Marcel Pietryga (rechts) wird von Team-Manager Max Schulte begrüßt.
Rhynerns Neuzugang Marcel Pietryga (rechts) wird von Team-Manager Max Schulte begrüßt. © Kersting

Es könnte derzeit kaum besser laufen für den SV Westfalia Rhynern. Nach dem 0:0 beim 1. FC Kaan-Marienborn ist der Fußball-Oberligist vom Papenloh in diesem Jahr immer noch ungeschlagen und schnuppert weiter an den Aufstiegsrängen zur Regionalliga. 

Hamm - Daher haben die Verantwortlichen jetzt auch gehandelt und sich dazu entschlossen, fristgerecht zum 31. März die Regionalliga-Lizenz zu beantragen. „Natürlich muss man abwarten, was in der Aufstiegsrunde in den kommenden Wochen passiert. Aber wir hätten da schon Lust drauf und werden die entsprechenden Unterlagen einreichen“, sagt Andreas Kersting, der Sportliche Leiter der Rhyneraner. „Mehr können wir im Moment nicht machen. Aber wir sind für alle Fälle schon mal gewappnet und vorbereitet.“

Marcel Pietryga kommt von Westfalenligist Wickede

Gleichzeitig ist Kersting zusammen mit Team-Manager Max Schulte darum bemüht, die Mannschaft für die kommenden Saison zu verstärken. Mit Marcel Pietryga hat der SV Westfalia jetzt auch den ersten Neuzugang unter Vertrag genommen. Der 22-Jährige kommt vom Westfalenligisten Westfalia Wickede und soll das Angriffsspiel der Rhyneraner verstärken. „Wir hatten einen Tipp bekommen, haben ihn beobachtet und ihn dann zum Probetraining eingeladen, bei dem er uns voll überzeugt hat“, erklärt Kersting. „Wir sehen in ihm viel Entwicklungspotenzial.“ Pietryga kann in der Offensive auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kommen, fühlt sich laut Kersting auf Außen aber am wohlsten.

Zudem haben die Rhyneraner die Zusage von vier weiteren Akteuren, dass sie auch in der Saison 2022/23 für die Westfalia auflaufen wollen. Nach Gianluca Di Vinti und Mazlum Bulut haben auch Tim Neumann, Akhim Seber, Christopher Stöhr und Jan Kleine klargestellt, dass sie weiter das Trikot des Oberligisten aus dem Hammer Süden tragen möchten. „Ich habe in Rhynern alles, was ich brauche“, sagt Neumann, der seit den Mini-Kickern für die Westfalia spielt und in der Defensive eine unverzichtbare Größe ist. „Wir haben eine gute Mannschaft, haben bald die neue Anlage, ich wohne in Rhynern, habe kurze Wege und kann mit meinen Freunden zusammenspielen. Da stellt sich eher die Frage, warum ich nicht in Rhynern verlängern sollte.“ Jan, Kleine, ebenfalls ein Urgestein der Westfalia, erklärt: „Es müsste schon viel passieren, dass ich diesen Verein als aktiver Fußballer mal verlassen werde. Was will ich denn mehr? Ich messe mich mit Westfalens besten Fußballmannschaften, spiele in einem Team, das jedes Jahr unter den Top 5 um den Aufstieg mitspielt und erlebe einfach ein tolles Miteinander im gesamten Verein. Da ist die Vertragsverlängerung die logische Konsequenz.“

Hoffen auf Zusage von Hakan Sezer

Seber geht bei der Westfalia bereits in sein fünftes Jahr, nachdem er im Sommer 2018 aus Neheim nach Rhynern gekommen war. „In der Mannschaft und drumherum ist alles top. Dann spielen wir noch höherklassig, das macht das perfekt für mich“, sagt der 28 Jahre alte Offensivspieler. Und Stöhr fügt die fast gleichen Gründe an: „Ich fühle mich im Verein und in der Mannschaft einfach wohl. Als ich von der sportlichen Leitung angesprochen wurde, war das schnell klar, dass ich bleibe.“

Da Torwart Alexander Hahnemann, Patrick und Tom Franke, Kapitän Michael Wiese und Eduard Probst noch Verträge bis 2023 besitzen, ist Kersting mit der personellen Situation zum jetzigen Zeitpunkt sehr zufrieden. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt er und hofft natürlich, dass in der nächsten Zeit auch 20-Tore-Mann Hakan Sezer seine Zusage geben wird. „Wenn einer so gut trifft, weckt das natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Aber nicht nur wir wissen, was wir an ihm haben. Hakan weiß auch, was er an uns hat. Er hat bei uns viele Freiheiten und fühlt sich wohl. Wir sind da im offenen und ehrlichen Dialog miteinander. Daher bin ich zuversichtlich, dass er bleibt.“

Brian Wolff geht zurück nach Werne

Nicht weiter in Rhynern bleiben wird dagegen Brian Wolff. Der 21-Jährige wird ab dem 1. Mai aus beruflichen Gründen für ein halbes Jahr nach Stuttgart gehen und wird daher zurück zum Werner SC wechseln. „Das ist schade. Denn wir denken, dass in ihm noch einiges an Potenzial steckt. Aber der Beruf geht nun mal vor“, sagt Kersting.

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