Rhynern baut Erfolgsserie mit Kantersieg aus

Hamm -  Selbst Arnulf Kleine zuckte nur ratlos mit den Schultern. Acht Siege in Folge? „Vielleicht vor vielen Jahren mal in der Kreisliga“, sagte der Vorsitzende des Fußball-Oberligisten Westfalia Rhynern, nachdem die Elf vom Papenloh auch gegen den ASC 09 Dortmund einen souveränen 5:1 (3:0)-Erfolg eingefahren, damit seit Ende November des vergangenen Jahres in jeder Partie einen Dreier gelandet hatte und ganz nebenbei noch auf Platz drei kletterte.

Die Begegnung auf dem schwer zu bespielenden Boden am Papenloh war vor 365 Zuschauern schon nach rund 20 Minuten entscheiden, als die Gastgeber bereits mit 3:0 in Front lagen. Selbst die Tatsache, dass mit Cihad Kücükyagci (krank) und Adrian Cieslak (Urlaub) zwei Stammkräfte ausfielen, störte die gegen den ASC früh und aggressiv störende Westfalia überhaupt nicht. „Alle Jungs ziehen toll mit, alle sind fit, jeder will und alle marschieren – da kann man die Spielanteile dosiert verteilen“, erklärte Trainer Björn Mehnert, dass er derzeit die Ausfälle gut auffangen kann.

Schon nach neun Minuten lag der Ball das erste Mal im Netz der streckenweise überforderten Dortmunder. Als Thanh-Tan Tran auf Salvatore Gambino passte, dieser aber nicht ins Spielgeschehen eingriff, da er im abseits stand, schnappte sich Lennard Kleine das Leder und markierte das 1:0 (9.). Fünf Minuten später war es Gambino, der aus 20 Metern von halbrechts abzog und Dortmunds Keeper Dominik Altfeld beim 2:0 keine Chance ließ (14.).

Den dritten Treffer ließ erneut Kleine folgen. Als Altfeld den Ball aus der vermeintlichen Gefahrenzone boxte, traf Rhynerns Torjäger mit dem linken Fuß volley zum 3:0 (21.). „Das Spiel war schnell entschieden. Wir waren einfach schlecht“, zeigte sich Gästetrainer Daniel Rios später gefrustet und wollte sich in der Öffentlichkeit keine weiteren Gedanken über den Auftritt seines Teams machen: „Dieses Spiel möchte ich nicht analysieren. Rhynern hat verdient gewonnen.“

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - ASC Dortmund 5:1

Lediglich in den letzten zwölf Minuten vor der Pause hatte die Westfalia kurzzeitig etwas die Kontrolle über die Partie verloren. Vorausgegangen war in der 33. Minute eine Spielunterbrechung, als Schiedsrichter Martin Pier beide Teams wegen eines Gewitters mit Blitz, Donner und Hagel in die Kabinen schickte. Nach dem Wechsel hatten die Platzherren aber wieder alles im Griff und ließen schnell zwei weitere Treffer folgen. Zum 4:0 köpfte Lucas Arenz ein, der nach einer maßgenauen Flanke von Mannschaftskapitän Dustin Wurst seinen ersten Treffer für die Papenloh-Elf markierte (53.).

„Die Hereingabe war so klasse, da konnte ich gar nicht vorbeiköpfen“, meinte der vom Regionalligisten RW Essen bis zum Sommer ausgeliehene Arenz, der sich in Rhynern immer besser einfindet und zeigte, über wie viel Potenzial er verfügt. „In dieser super Truppe macht es einfach Spaß. Und wir haben als Team einen Lauf, das hilft natürlich auch“, sagte der 22-Jährige, der sich noch nicht damit beschäftigt hat, wie es mit ihm nach Ablauf dieser Saison weitergeht. „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, bestätigte er.

Zum 5:0 traf dann wiederum Gambino, der clever wartete, als sich zwei ASC-Abwehrspieler nicht einig waren und er mit einem Lupfer über Altfeld erfolgreich war (57.). Dominik Kemler verkürzte in der 62. Minute noch auf 5:1 (62.), am klaren Sieg der Rhyneraner änderte sich aber nichts mehr. „Wir wussten, dass wir auf dem Platz früh pressen und den Gegner zu Fehlern zwingen müssen. Das ist uns gut gelungen. Lediglich die Unterbrechung hat uns kurz aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Mehnert, der dann gleich den Blick nach vorne warf: „Alle sprechen vorne von einem Zwei- oder Dreikampf zwischen Sprockhövel, Lippstadt und Siegen. Wir werden mal schauen, wen wir da oben noch ärgern können.“

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