Fußball

Rhyneraner ärgern sich über Slapstick-Gegentore

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Nicht immer machten die Rhyneraner Abwehrspieler – hier Patrick Polk (links) und Tim Neumann – eine glückliche Figur.

Die Gegentore des Fußball-Oberligisten Westfalia Rhynern beim 2:3 gegen Ennepetal waren nicht alltäglich. Das führte beim Meisterschaftsauftakt zu Unmut beim Regionalliga-Absteiger.

Hamm - Nach dem Abstieg als Tabellenletzter aus der Regionalliga wollten die Rhyneraner in der Oberliga wieder Erfolge feiern. Und vor allem die immer wieder kehrenden Fehler abstellen, die in der vergangenen Spielzeit zu zahlreichen Gegentoren geführt hatten. 

Doch im Heimspiel gegen den TuS Ennepetal knüpfte die Westfalia an manch unglückliche Vorstellung aus der Vorsaison an. „Das war wie im vergangenen Jahr, als wir viele Slapstick-Gegentreffer hinnehmen mussten“, kritisierte Rhynerns Innenverteidiger Tim Neumann.

Angefangen hatte es in der 15. Minute, als Michael Wiese den Ball mit viel zu wenig Druck zu seinem Torwart Alexander Hahnemann zurückspielte. „Dieser Gegentreffer geht ganz klar auf meine Kappe“, übernahm der neue Kapitän die volle Verantwortung für das 0:1 und fügte hinzu: „Uns sind leider zu viele individuelle Aussetzer unterlaufen.“ 

Ein Fehler war das Eigentor von Tim Neumann in der 68. Minute sicherlich aber, aber eben sehr unglücklich, als er den Hackenschuss von Tim Netterheim ins eigene Netz lenkte. „Das Spiel müssen wir eigentlich gewinnen. Aber wir haben uns die Dinger ja selber reingehauen“, ärgerte sich der Innenverteidiger.

Und beim 2:3 war es Jan Kleine, dem der Ball gegen die Schulter sprang, als er versuchte, eine Flanke von der rechten Seite per Grätsche zu unterbinden. „Das muss man definitiv nicht unbedingt pfeifen“, hatte Kleine wenig Verständnis für den Pfiff von Schiedsrichter Patrick Holz, musste dann aber zugeben: „Im Endeffekt haben wir alle fünf Tore in diesem Spiel selbst gemacht.“

Engagement stimmt, Ertrag aber nicht

Daher war auch Trainer Torsten Garbe nach dem Abpfiff sichtlich bedient. „Vom Engagement her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber vom Ertrag her schon“, meinte der Coach

Am kommenden Freitag haben die Rhyneraner im Derby gegen die Hammer SpVg die Chance auf schnelle Wiedergutmachung. Im Falle einer Niederlage müsste die Westfalia das Feld aber erst einmal von hinten aufrollen. „Wenn wir in Hamm gewinnen, ist alles gut. Wenn nicht, dann sieht es für uns sehr bescheiden aus“, stellte Jan Kleine klar.

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