Restart der 3. Liga im Januar - ASV 2 vor Rückkehr ins Training

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Erst zwei Begegnungen absolvierte der ASV II in dieser Saison in der 3. Liga, eine davon gegen Menden (Spielszene mit Lars Gudat).

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hat am Mittwoch beschlossen, den Spielbetrieb in der 3. Liga und in der Jugend-Bundesliga coronabedingt bis zum Ende des Jahres auszusetzen. Gleichzeitig hat der DHB die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ein Trainingsbetrieb möglich ist - auch für den ASV Hamm II.

Hamm – Schon in der kommenden Woche soll die ASV-Reserve mit Coach Dirk Schmidtmeier wieder auf der Platte stehen. Restart in der 3. Liga soll am 9./10. Januar mit dem 15. Spieltag sein. Auch für den weiteren Verlauf wurden diverse Szenarien entwickelt, um die Spielzeit 20/21 zu einem wertbaren Ende zu bringen.

"Wichtig, dass wieder trainieren können"

 Für die Reserve des Zweitligisten ASV würde die Saison in der Staffel Nord-West am Sonntag, 10. Januar, mit dem Heimspiel gegen das Team Handball Lippe II fortgesetzt. Ob das klappt? „Das ist jetzt zumindest einmal ein Ziel, das wir vor Augen haben“, sagt Christof Reichenberger, Sportlicher Leiter Herren beim ASV. Dass der 15. November als erhoffter Termin für einen Restart nicht realisierbar ist, wird in den Vereinen akzeptiert. „Im Grunde ist keiner böse, dass weiterhin nicht gespielt wird. Wichtig für alle ist, dass sie trainieren können“, nennt Reichenberger ein Ergebnis aus der Videokonferenz, in der sich der Deutsche Handball Bund am Dienstag mit den Vertretern der 3. Liga ausgetauscht hatte. 

3. Liga formal als professionell eingestuft

Voraussetzungen für ein geregeltes Training schafft der nationale Verband damit, dass er die 3. Liga und die Jugend-Bundesliga im Sinne der Talentförderung formal als professionell einstufen wird – „auch wenn viele Amateure dabei sind“, wie Reichenberger sagt. „Aber mit der klaren Deutung des DHB, dass es sich um einen Profibereich handelt, haben wir jetzt etwas, was wir bei der Stadt einreichen können.“ Und das soll schnell geschehen. „Unser Ziel ist es, in dieser Woche noch eine große Testung zu machen, und, wenn alle negativ sind, in der kommenden Woche wieder in das Training einzusteigen“, beschreibt Christof Reichenberger den Zeitrahmen. 

Coronatests für alle 72 Teams verpflichtend

Corona-Tests sind auch für alle anderen Teams der viergeteilten 3. Liga – bei den Männern sind es insgesamt 72 – verpflichtend. „Ob Pool- oder Schnelltest, das steht in den Sternen. Aber es ist schon erstaunlich, dass bisher erst drei Vereine, darunter auch wir, eine Testung durchgeführt haben“, wundert sich der Sportliche Leiter des ASV. Schließlich habe man die Pflicht, die Spieler auch durch Tests zu schützen. Reichenberger: „Wir haben bei uns ja nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch Leute, die einen Beruf haben. Und die müssen wir unterstützen, dass sie ihren Arbeitsplatz nicht verlieren.“ 

Beim ASV setzen die Verantwortlichen nach dem ersten großen Pooltest darauf, künftig – sofern machbar – mit Schnelltests größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Dies nicht zuletzt aus Kostengründen: „Bei Pooltests liegen wir bei 1000 Euro im Monat, ein Schnelltest kostet sieben“, rechnet Reichenberger vor. Weil der DHB seine 3. Liga und die Jugend-Bundesliga als professionellen Bereich einstuft, besteht für die Vereine nun auch die Möglichkeit, dass sie Unterstützung aus dem von der Bundesregierung eingerichteten Hilfsfonds beantragen dürfen. Da wird sich der Vorstand des ASV mit einem Steuerberater austauschen und sehen, welche Ansprüche gestellt werden können. „Da wird es unter anderem um die Kosten für die Coronatests gehen. In Bayern zahlt man zum Beispiel nichts dafür“, sagt Reichenberger. 

Ersatztermine auch unter der Woche

Um die vier Staffeln in der 3. Liga (Nordwest, Nord-Ost, Süd und Mitte) trotz der vielen Spiele, die bereits ausgefallen sind, in den Gleichschritt zu bringen, sollen zunächst ab dem 9./10. Januar die restlichen Spieltage bis zum Hinrunden-Ende wie geplant ausgetragen werden. Daran schließen sich Spiele und Spieltage an, die im November und Dezember wegen des zweiten Lockdowns abgesagt werden mussten. „Geplant ist, dass auch Ersatztermine unter der Woche eingestreut werden“, sagt Reichenberger. Der ASV II wäre ein Kandidat dafür, da er bereits drei Spiele nicht austragen konnte: In Cloppenburg, beim TuS Volmetal und daheim gegen Hannover-Burgwedel. Einzig die Begegnungen mit dem HSV Hannover (31:34) und den Sauerland Wölfen aus Menden (38:34) haben stattgefunden. Ziel ist es, in allen vier Staffeln die Hinrunde im April zu beenden. 

Drei Szenarien für ein Saisonende

Für die Zeit danach hat der DHB seinen Vereinen drei Szenarien schriftlich im Detail vorgestellt. „Das werden wir uns in Ruhe durchlesen. Vereinfacht gesagt, es gibt drei Varianten: Die Saison wird nach der Hinrunde beendet, es wird Play Offs geben oder eine verkürzte Rückrunde“, sagt Reichenbeger, aber weitblickend auch: „Bei einem weiteren Lockdown müssten wir über eine Rückrunde gar nicht mehr sprechen.“

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