Hammer Jonas Ems will in das WM-Finale von Moskau

+
Jonas Ems hat sich sehr gut für seinen Start bei der WM in Moskau vorbereitet.

MOSKAU - Es ist soweit, der Saisonhöhepunkt der Rennkanuten steht an. Von Donnerstag bis Sonntag werden auf der in den vergangenen vier Jahren stark modernisierten Wassersportanlage „Krylatskoye“, der Olympiastrecke von 1980, die Kanurennsport-Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Mit dabei in der deutschen Flotte steht auch der Hammer Jonas Ems.

„Ich freu mich, dass es nun endlich losgeht. Es war eine lange Zeit von zu Hause weg. Und ein anstrengender und nervenaufreibender Weg bis hin zur WM“, verriet Ems noch aus dem direkten Vorbereitungstrainingslager in Kienbaum. Nationale Sichtungen, Weltcups, Europameisterschaften – das waren die wichtigsten Stationen. Dazu viele Wochen Trainingslager, zahlreiche Testfahren. Jetzt aber hat die Vorbereitung ein Ende, das Top-Ereignis und internationale Kräftemessen steht an. Und das wird es in sich haben. Nahezu 70 Nationen schicken ihre besten Kanuten in die Rennen.

Wie schon bei den Europameisterschaften vor vier Wochen in Brandenburg geht Jonas Ems im 200 m-Einerkajak an den Start. Einer Disziplin, in der es immer äußerst knapp zugeht, Bruchteile von Sekunden entscheidend sein können. Auch der Hammer konnte gut trainieren in Kienbaum und hat auch noch einmal auf ein Boot der FES gewechselt, ähnlich dem, mit dem er schon 2007 Weltmeister wurde. Es wurde individuell seiner Größe angepasst; die Fahrzeiten waren ansprechend „Die Vorbelastung war durchaus gut. Vier Halbfinals sind zwar immer ein schweres Los bei einer WM, aber der Weg ins Finale führt nun einmal nur darüber. Und der ist für alle gleich“, erklärt Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch. Und bescheinigt Ems eine bessere Form als zur EM. Da hatte sein Schützling das Finale verpasst.

Womit das ganz große Ziel für die nun anstehende WM formuliert ist. „Das Finale zu erreichen, ist mein großes Anliegen. Was dann kommt, ist eine andere Sache“, blickt auch der Hammer den Rennen erwartungsvoll entgegen. Denn neben dem Auftritt im 200m-Einer stehtEms zum Abschluss der WM dann noch in der 4 x 200m-Staffel mit Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Martin Schubert (Friedrichshafen).

„Das Wetter soll gut werden, flaches Wasser ist angesagt. Das kommt mir entgegen. Derzeit noch etwas müde vom Training, ist nun Ruhe angesagt. Dann kann der Saisonhöhepunkt kommen“, so Ems. Seinen ersten Einsatz hat er am Freitag mit dem Vorlauf zum 200m-Einer; die vorentscheidenden Halbfinals stehen dann am Samstagnachmittag an. Am Sonntag dann wird das Finale gestartet, ebenso wie die Staffel-Rennen – wenn alles gut läuft, gleich zweifach mit Jonas Ems. - fre

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare