Eishockey

Die Regionalligisten um die Hammer Eisbären suchen einen neuen Weg

Auch die Heerenveen Flyers lockten bei ihrem Gastspiel in der Eissporthalle in Werries nicht gerade viele Zuschauer an.
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Auch die Heerenveen Flyers lockten bei ihrem Gastspiel in der Eissporthalle in Werries nicht gerade viele Zuschauer an.

Die Vereine des Eishockey-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen trafen sich am Samstag zur Ligentagung in Düsseldorf. Eine Veränderung steht für die Hammer Eisbären schon fest.

Düsseldorf - Konkre-te Ergebnisse, so Manager Jan Koch von den Hammer Eisbären, brachte die Versammlung nicht. Doch sind alle gemeinsam bemüht, eine bessere Lösung, was Spielrunden und Modus angeht, für die kommende Saison zu finden. Fakt ist aber, dass eine mögliche Verzahnung mit der BeNe-League, der die Spitzenvereine aus Belgien und den Niederlanden angehören, vom Tisch ist. „Die wird es nicht geben. Die Regionalligisten haben sich geschlossen dagegen ausgesprochen“, erklärte Koch.

Weil nach dem plötzlichen Rückzug der Soester Bördeindianer vor Beginn der laufenden Saison nur noch sieben Vereine für die Regionalliga meldeten, waren im Sommer Gespräche mit den Nachbarn aufgenommen worden. Ergebnis war eine gemeinsame Pokalrunde mit einigen Klubs der BeNe-League, die aber wenig Zuschauerinteresse fand und auch von den Spielern nicht gerade geliebt wurde. 

Kritik aus Reihen der Spieler

„Außer Verletzungen hat sie uns doch nichts gebracht“, sagte schon vor Wochen Eisbären-Stürmer Kevin Thau. Der NRW-Verband und die Verantwortlichen aus Belgien und den Niederlanden wollen sich aber auch in Zukunft weiter austauschen und in Kontakt bleiben. „Eine Serie mit Pokalcharakter könnte es auch in Zukunft wieder geben, aber keine gemeinsame Meisterschaftsrunde“, berichtete der Eisbären-Manager.

Den NRW-Vereinen geht es vor allem darum, den Liga-Alltag attraktiver zu gestalten. Deshalb waren neben den Regionalligisten auch einige Landesliga-Klubs in Düsseldorf vertreten. „Gespräche wird es in alle Richtungen geben“, erzählte Koch. Auch mit dem Deutschen Eishockey-Bund, unter dessen Dach ja die Oberliga Nord und Süd läuft.

Vereine in der Zwickmühle

Der DEB tagte mit den Oberligisten bereits eine Woche zuvor. Während im Süden derzeit alles gut läuft, sind die Nordvereine unzufrieden, weil die sportliche Verzahnung mit den Regionalligen Nord und West überhaupt nicht funktioniert. Deshalb wird es auch in den kommenden Wochen intensive Gespräche mit den beteiligten Landesverbänden und dem DEB geben, wie dieses Problem gelöst werden kann.

Eine Teilnahme an der Oberliga Nord scheint für die Eisbären allein schon aus wirtschaftlichen Gründen weiter nicht stemmbar zu sein, die Regionalliga ist in der aktuellen Form nicht zukunftsfähig. Aktuell stecken die Vereine in einer echten Zwickmühle. „Es wäre schon gut, wenn wir rechtzeitig wüssten, wie die Ligen und der Modus in der kommenden Saison aussehen werden“, betonte Koch, der derzeit keine konkreten Planungen aufnehmen kann.

„Vielleicht erfahren wir mehr, wenn wir uns das nächste Mal in Düsseldorf treffen“, sagte der Eisbären-Manager. Am 28. März werden die Westvereine erneut in Düsseldorf zusammenkommen. „Dann sollen auch schon Beschlüsse gefasst werden“, erklärte Koch.

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