Volleyballer des SSV Hamm sind in Aachen chancenlos

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Keine Chance in Aachen: Der SSV unterlag mit 0:3.

Hamm - Absolut chancenlos waren die Volleyballer des SSV Hamm in ihrem Regionalliga-Gastspiel bei der Reserve des Drittligisten PTSV Aachen, das deutlich mit 0:3 (22:25, 12:25, 14:25) verloren ging.

Dabei sah es im ersten Spielabschnitt lange Zeit gut aus für die Südener, die nach einem geordneten Aufbau immer wieder über Lukas Haverkamp auf der Mittelposition erfolgreich waren. Doch bereits bis zur Mitte des sehr ausgeglichenen Satzes leisteten sich die Südener fünf Aufschlagfehler und versäumten es damit, sich einen kleinen Vorsprung zu erspielen.

Weitere vier Fahrkarten beim Aufschlag in der Schlussphase des Satzes waren dann endgültig zu viel. Ohne in die Nähe eines eigenen Satzballes zu gelangen zog der SSV mit 22:25 den Kürzeren und hatte einen möglichen Gewinn regelrecht vom Aufschlagpunkt verloren.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs konnten sich die Südener dann dem immer stärker werdenden Druck des Gegners nicht mehr entziehen. Nach einer längeren Spielunterbrechung beim Zwischenstand von 0:3, in der es eines Austauschs des 1. Schiedsrichters nach Kreislaufzusammenbruch bedurfte, kam der SSV nicht mehr in Tritt und war in dieser Partie komplett überfordert.

Ein Grund dafür wirkte auf der gegnerischen Seite mit: der langjährige Bundesligaakteur Niklas Rademacher, der seit 2012 Aachener Spielertrainer und mit dem Team in die Regionalliga aufgestiegen ist und in seiner Karriere zahlreiche Erfolge sowohl in der Halle als auch auf Sand gefeiert hat. Unter anderem wurde er im Jahr 2000 an der Seite von Olympiasieger Julius Brink Dritter der U-19-Europameisterschaft im Beachvolleyball.

Und Rademacher ließ es sich nicht nehmen, das komplette Match über selbst auf dem Spielfeld zu bleiben. Denn nach einem durchwachsenen Saisonstart wollte Aachen nichts riskieren, benötigt selbst erst einmal einige Punkte, um aus der Abstiegszone zu kommen.

Die ansteigende Form belegte eine Woche zuvor bereits der Auswärtssieg bei den bis dahin die Tabelle anführenden Füchsen Düsseldorf. Und die Südener bekamen nun die geballte Stärke des Gegners deutlich zu spüren.

Basierend auf einer sehr stabilen Annahme, die von den Aufschlägen des SSV nicht gefordert wurde, liefen immer mehr Angriffe über die gegnerische Position zwei, die den Block und die Feldabwehr der Südener vor schier unlösbare Aufgaben stellte.

Nahezu jeder gegnerische Aufschlag endete nun mit einem Punktverlust des SSV, der den Ball nicht mehr unter Kontrolle bekam und oft bereits nach der Annahme direkte Zähler für den Gegner hinnehmen musste. Die seltenen eigenen Aufschlagmomente beim nachfolgenden 12:25 und 14:25 verpufften nahezu wirkungslos. - mag

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