Handball

Re-Start für den ASV Hamm-Westfalen in Dormagen

Merten Krings ASV Hamm Westfalen
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Wieder dabei: Merten Krings.

20 Tage nach dem bisher letzten Saison-Auftritt gegen den HC Elbflorenz Dresden greift der ASV Hamm-Westfalen mit der Partie beim TSV Bayer Dormagen am Freitag (19.30/TSV Bayer Sportcenter) wieder ins Spielgeschehen der 2. Handball-Bundesliga ein.

Hamm – Seit drei Wochen hat der ASV Hamm-Westfalen kein Spiel mehr in der 2. Handball-Bundesliga bestritten. Zum Teil geplant, weil die Mannschaft in der vergangenen Woche regulär spielfrei hatte, und zum anderen, weil die Partie bei der SG BBM Bietigheim wegen der Corona-Quarantäne bei den Stuttgartern kurzfristig hatte abgesagt werden müssen. Entsprechend fühlt es sich fast schon wie ein Neustart an, wenn die Mannschaft von Michael Lerscht am Freitag mit der Partie beim TSV Bayer Dormagen wieder in das Spielgeschehen eingreift. „Das stimmt schon“, räumt der ASV-Coach ein. „Wir konnten ein paar Dinge aufarbeiten, ein paar Sachen trainingstechnisch entwickeln und an den Stellschrauben drehen. Die Spiele waren zuletzt ja schon eng getaktet. Da ging es eigentlich immer im Rhythmus Vorbereitung, Regeneration und Vorbereitung.“

Mit dem sportlichen Neustart wünschen sich die Hammer auch ergebnistechnisch den Start einer neuen positiven Serie. Denn nach 2:6 Punkten aus den vergangenen drei Begegnungen ist die Leichtigkeit und die Power des erfolgreichen Saisonstarts mit 8:0 Zählern auf der Strecke geblieben. Was sich bei den Niederlagen gegen Dresden (19:25) und beim Ex-Klub des Trainers in Ferndorf (21:27) vor allem im Angriff bemerkbar machte. Entsprechend lautet die Vorgabe des Trainers für die Partie in Dormagen: „Wir müssen sehen, dass wir wieder mehr Tore werfen. Zwei mal 20 im Schnitt in den vergangenen zwei Begegnungen sind eindeutig zu wenig“, sagt Lerscht. „Daran haben wir im Training gearbeitet. Jetzt hoffe ich, dass der Transport ins Pflichtspiel gelingt und wir zeigen können, was wir uns erarbeitet haben.“

Personelle Situation etwas entspannt

Die angespannte personelle Lage im Hammer Kader, die ihren Teil dazu beigetragen hat, dass es zuletzt nicht so gut lief, hat sich in den spielfreien Wochen ein wenig entspannt. Kreisläufer Jakob Schwabe, der aufgrund von Rücken- und Rumpfproblemen zuletzt nur bedingt einsatzfähig war, ist seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining. „Da sieht es gut aus“, versichert Lerscht, der ebenso fest mit dem Einsatz seines Kapitäns rechnet wie mit der Rückkehr von Merten Krings auf das Spielfeld. Der Mittelmann wird in Dormagen erstmals nach seinem Daumenbruch, den er sich am 16. September beim Testspiel gegen Erstligist TBV Lemgo zugezogen hatte, wieder im Kader stehen und damit seine Saisonpremiere für den ASV in der Meisterschaftsrunde feiern. „Ich denke, dass Merten uns wieder helfen kann“, so der Trainer.

Offen ist dagegen, ob auch der zweite Spielmacher im Team des aktuellen Tabellensechsten in Dormagen auflaufen kann. Sören Südmeier hatte gegen Dresden die ersten 15 Minuten noch gespielt, war dann aber angeschlagen vom Feld gegangen. „Ob er spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden“, muss Lerscht einmal mehr bis zum Spieltag abwarten.

Mit gut gefülltem Kader werden die Hammer dennoch die gut zweistündige Fahrt ins Rheinland beginnen. Denn sowohl Kreisläufer Melf Krause als auch der Rückraumlinke Moritz Eigenbrodt werden am frühen Freitagnachmittag mit im Bus sitzen. Beide trainieren derzeit regelmäßig beim Zweitligateam mit, weil der Spielbetrieb für die zweite Mannschaft in der 3. Liga ruht.

Dass die Dormagener nach der überraschenden Niederlage beim Aufsteiger in Fürstenfeldbruck mit der entsprechenden Motivation auf den ASV warten werden, weiß Lerscht, der aber auf eventuelle taktische Varianten seines Trainerkollegen Dusko Bilanovic vorbereitet ist. „Wir bereiten uns auf alle Eventualitäten vor“, sagt Lerscht mit Verweis auf die zwischenzeitliche taktische Maßnahme des TSV in Fürstenfeldbruck, schon früh offensiv mit sieben Feldspielern zu agieren, hin. „Das ist ja eine Variante, die jede Mannschaft in ihrem Portfolio hat. Und dass es Dormagen dort relativ früh versucht hat, liegt am Deckungssystem des TuS, das sehr offensiv in Richtung 3:3 geht. So eine Option spielen wir in der Abwehr nicht. Daher haben wir uns darauf auch nicht gesondert vorbereitet.“

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