Interview

Ralph Oberdiek will beim TuS Uentrop den Karren aus dem Dreck ziehen

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Ralph Oberdiek soll den TuS Uentrop aus dem Tabellenkeller führen.

Im Giesendahl gab es in der laufenden Saison der Fußball-Kreisliga A wenig hoffnungsvolle Momente. So steht die Mannschaft des TuS Uentrop auf dem viertletzten Platz deutlich hinter den eigentlichen Erwartungen.

Hamm – Nun soll das Team durch die Verpflichtung von Trainer Ralph Oberdiek zurück in die Erfolgsspur finden. Sebastian Jakob befragte den Coach zur aktuellen Situation.

Wie kam es zum Kontakt zwischen Ihnen und dem TuS Uentrop?

Der erste Kontakt zwischen dem TuS-Vorstand und mir gab es nach der Zusammenarbeit mit Sven Pahnreck. Da sollte ich die Jungs im vergangenen Sommer übernehmen. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder bereit für eine solche Aufgabe. Wir sind immer im positiven Kontakt geblieben.

Sie übernehmen die Truppe in einer mehr als schwierigen Situation.

Die Mannschaft zu übernehmen, die momentan auf dem viertletzten Rang platziert ist, motiviert mich nur noch mehr. Ich liebe es, anspruchsvolle Aufgaben anzunehmen. So war es auch in meiner bisherigen Trainerlaufbahn. Beispielsweise habe ich den TuS Lohauserholz damals in der Kreisliga B übernommen und zusammen mit einem super Team bis hoch in die Bezirksliga geführt. Und bei meiner neuen Uentroper Truppe weiß ich, welch großes Potenzial in ihr steckt. Nun muss noch an einigen Stellschrauben gedreht werden, um eine erfolgreiche Rückrunde spielen zu können.

Wie haben Sie die Truppe vorgefunden und wie wurden Sie im neuen Verein aufgenommen?

Also zunächst geht es ja nicht lediglich nur um elf Spieler einer Mannschaft. Ich wurde vom gesamten Verein herzlich und mit offenen Armen empfangen. Von Tag eins stand hier der Respekt sowie das familiäre Gefühl im Vordergrund. Und diese Punkte sind mir persönlich für eine funktionierende Zusammenarbeit wichtig. Dementsprechend befinde ich mich schon jetzt in tollen Gesprächen mit dem Vorstand, aber auch den Trainern der anderen Mannschaften des Vereins. Und auch von meinen Spielern wurde ich klasse aufgenommen, sodass es in Zukunft mit Sicherheit ein perfektes Zusammenspiel zwischen Geben und Nehmen geben wird. Ich werde jedenfalls alles Erdenkliche tun, um den Jungs erfolgreich zur Seite zu stehen.

Wo liegen Ihrer Meinung nach die Stärken, aber auch die Schwächen der jungen Mannschaft?

Die Vorbereitung lief wie zu erwarten etwas schwierig ab. Denn durch Urlauber, krankheitsbedingte Ausfälle oder Klausuren einiger Studenten konnten wir beinahe nie den gesamten Kader zum Training begrüßen. Die großen Stärken des Teams liegen ganz klar im mannschaftlichen Zusammenhalt sowie in der fußballerischen Qualität. Nun müssen wir es gemeinsam schaffen, noch öfter viel einfacher Fußball zu spielen. Wir sind unten in der Tabelle und müssen auch lernen, dreckige Siege einzufahren.

Wie muss das Ziel der restlichen Saison aussehen?

Wir agieren mit einem sehr dünnen Kader. Daher müssen wie zuvor der Zusammenhalt sowie die Organisation perfekt funktionieren. Da auch der Ehrgeiz stimmt, müssen wir nun von Spiel zu Spiel denken und uns die wichtigen Punkte verdienen. Dafür muss sich die Mannschaft weiter finden und sich Woche für Woche fußballerisch immer weiterentwickeln wollen.

Wie würden Sie sich generell selbst als Trainer beschreiben? Worauf legen Sie wert?

Ich selbst bin ein Typ, der zu jeder Zeit mit Motivation und Ehrgeiz an Aufgaben herangeht. Diese Eigenschaften will und werde ich auch auf die Mannschaft übertragen. Dies gelingt aber nur mit einem funktionierenden Team. Dazu zähle ich auch meine Trainerkollegen Alwin Derksen und Josh Schellenberg, die eine klasse Arbeit hier leisten. Alles in allem steht der Teamspirit im Vordergrund. Wenn es gut läuft, dann werden die Jungs automatisch von der Euphoriewelle getragen. Aber wenn es auch mal schlecht läuft, muss die Truppe zeigen, was in ihr steckt. Und dazu will ich mit meinem Ehrgeiz beitragen.

Zwangsläufig werden Sie insgeheim schon Pläne für die kommende Saison aufstellen.

Wie schon erwähnt, habe ich in Uentrop zugesagt, weil es ein mehr als ambitionierter Verein ist. In der kommenden Saison möchte ich daher wieder oben in der Tabelle mitspielen. Der Kader hat schon jetzt das nötige Potenzial, sodass wir die Jungs zusammenhalten möchten. Darüber hinaus wollen wir uns noch breiter aufstellen und durch gezielte Neuzugänge noch einen weiteren Schritt nach vorne machen. Wenn dies alles funktioniert, werden wir mit Sicherheit eine gute Rolle in der Kreisliga A spielen.

Sie haben die Kreisliga A immer fleißig verfolgt. Wer wird Ihrer Meinung nach Meister und wer wird absteigen?

Für mich wird es der SVE Heessen für sich entscheiden. Der hat ein enormes Potenzial und erfahrene Akteure. Zum Abstiegskampf kann ich nicht viel sagen. Ich kann nur versprechen, dass wir alles tun werden, um unsere zweite Mannschaft in jeglicher Hinsicht zu unterstützen, damit die junge Truppe in dieser Liga bleiben kann.

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