Eishockey

Eisbären-Coach Hoja macht seine Zukunft in Hamm nicht vom Ausgang der Playoffs abhängig

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Eisbären-Trainer Ralf Hoja schließt eine Vertragsverlängerung nicht aus.

Als krasser Außenseiter starten die Hammer Eisbären am Freitagabend (20.30 Uhr) bei der EG Diez-Limburg in das Playoff-Halbfinale der Eishockey-Regionalliga West. Am Sonntag erscheinen die Rockets um 18.30 Uhr in Werries zur zweiten Begegnung der Serie best of five.

Hamm – Gedanken daran, dass die Saison für die Hammer bereits am kommenden Freitag nach Partie Nummer drei beendet sein könnte, schiebt Trainer Ralf Hoja erst einmal zur Seite. „Diez-Limburg ist als souveräner Vorrundensieger und Erster der Pre-Playoffs zwar klarer Favorit, doch muss erst einmal gespielt werden. Ich habe den Jungs erzählt, dass selbst in der DEL schon einmal der Achte am Ende Deutscher Meister geworden ist.“

Dass die Eisbären selbst in Diez bestehen können, haben sie in der laufenden Saison bewiesen. Dabei erwischten die Hammer allerdings einen Sahnetag, lagen nach dem ersten Drittel bereits mit 7:0 in Führung. Am Ende hieß es 8:2. „Bis auf die Partie zum Saisonauftakt haben wir gegen die Rockets immer über weite Strecken auf Augenhöhe agiert.

Leider hat es aber dabei auch immer Phasen gegeben, in denen wir in wenigen Minuten drei Tore kassiert haben. Das müssen wir unbedingt vermeiden“, setzt der Coach in erster Linie auf Disziplin und Konzentration in der Defensive. „Vorn machen wir eigentlich immer unsere Treffer“, beteuert Hoja, der allerdings erneut über Personalprobleme klagt. Mit Kevin Orendorz und Thomas Lichnovsky kehrten gleich zwei Akteure angeschlagen aus Neuwied zurück. Ob die eingesetzt werden können, ist fraglich.

Eisbären gehen als Underdog ins Halbfinale

Erfreulich dagegen, dass Milan Svarc seine Schulterprobleme wohl auskuriert hat, unter der Woche wieder am Mannschaftstraining teilnahm und mit nach Diez-Limburg reisen wird. „Wir werden auf jeden Fall eine gute Truppe auf das Eis bringen. Wir haben zuletzt sehr gut trainiert, dabei den Schwerpunkt noch einmal auf die Defensivarbeit gelegt“, versichert Hoja.

Die Gastgeber haben laut Hoja die Qualität einer Oberliga-Mannschaft, was ihre Dominanz in den bisherigen Runden der Saison auch erklärt. Doch der Hammer Trainer hat erkannt, dass die Ergebnisse der Rockets zuletzt immer knapper wurden. „Auch wir sind in der Vorsaison souverän durch die Vorrunde marschiert, haben am Ende dann das Finale gegen Herford aber verloren.“

Damals war Hoja erst einmal frustriert, musste sehr lange überlegen, ob er in Werries verlängern wird. Diesmal sieht das ganz anders aus. „Meine Zukunft bei den Eisbären hängt auf keinen Fall von den Ergebnissen der Playoffs ab“, beteuert der frühere Iserlohner Bundesligaspieler, der bestätigt, dass er sich in Hamm sehr wohl fühlt.

Hoja kritisiert Ligen-Struktur

Ausschlaggebend, ob er in sein fünftes Jahr bei den Eisbären gehen wird, wird in erster Linie die künftige Ligenstruktur im Westen sein. „So wie zuletzt ist die Regionalliga nicht überlebensfähig“, beteuert der Trainer, dem auch der Interregio Cup mit den Teams aus den Niederlanden und Belgien nicht gefallen hat.

„Wir haben natürlich schon miteinander geredet, doch wird es konkrete Gespräche und abschließende Verhandlungen erst dann geben können, wenn absehbar ist, wie die Regionalliga in der kommenden Saison aussehen wird“, betont Hoja. Lust, seine Arbeit in Werries fortzusetzen, verspüre er schon. Auch das Verhältnis zur Mannschaft sei nach wie vor gut.

Doch zunächst geht es erst einmal darum, den hohen Favoriten zu ärgern. Die Eisbären wollen Diez-Limburg möglichst über fünf Spiele fordern, um zwei Halbfinal-Begegnungen vor eigenem Publikum austragen zu können, was auch finanziell sehr lukrativ wäre.

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