Handball

Ein Quartett bereitet dem ASV Hamm-Westfalen Sorgen

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Jan Brosch (links) und Oliver Milde können im ASV-Trainingslager nur individuell arbeiten.

Der Auftakt in die Vorbereitung verlief vielversprechend für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen. Trainer Kay Rothenpieler freute sich, nur drei Neuzugänge ins Team integrieren zu müssen. Mittlerweile sieht es aber anders aus.

Barsinghausen - Gleich vier Hammer Spieler sind aktuell angeschlagen und können im Trainingslager in Barsinghausen nur individuell arbeiten. 

Seit Sonntag haben die Hammer ihr Lager 30 Kilometer vor den Toren Hannovers aufgeschlagen. Die Voraussetzungen vor Ort nennt Rothenpieler „optimal“. Die Stimmung sei „gut“. Und die Integration der Neuen schreite tatsächlich voran. Einer von ihnen, Merten Krings, feierte am Montag seinen 30. Geburtstag. „Da haben wir abends nach der Arbeit auch ein Bier mit allen getrunken“, sagt Rothenpieler. Der Coach ist überzeugt: „Die Zeit ist nicht verschenkt.“ Er sagt aber auch: „Ich hätte natürlich deutlich mehr im gruppentaktischen Bereich gearbeitet.“ 

Jan Brosch kämpft mit Rückenproblemen

Das gestaltet sich aber schwierig. Denn Jan Brosch, Oliver Milde, Ivar Stavast und Fabian Huesmann stehen aktuell nur eingeschränkt zur Verfügung. Kreisläufer Brosch hat weiter mit Rückenproblemen zu kämpfen. „Er hat Spritzen bekommen, es ist ein bisschen besser geworden“, sagt Rothenpieler zwar. Für das Testspiel am Mittwochabend (19.30 Uhr) beim Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf ist der 27-Jährige aber gewiss keine Option. „Vielleicht können wir ihn am Wochenende dosiert einsetzen“, so der Trainer. Dann tritt der ASV zum Turnier in Volmetal an, wo es zunächst am Freitag gegen Drittligist Schalksmühle geht (20 Uhr), ehe am Samstag entweder Eintracht Hagen oder der Gastgeber wartet. 

Oliver Milde wird weder in Hannover noch in Volmetal zum Zug kommen. Der 26-Jährige hatte auch bereits das Testspiel gegen Ligakonkurrent Ferndorf (28:28) verpasst. Der Grund: eine Entzündung in jenem Knöchel, in dem sich der Rückraum links Ende der vergangenen Saison einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte. „Das Gelenk scheint sehr empfindlich zu sein. Er kann oft kaum richtig auftreten“, sagt Rothenpieler und macht wenig Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr Mildes: „Mal schauen, wie sich das überhaupt entwickelt.“ 

Fabian Huesmann trainiert noch ohne Ball

Fabian Huesmann wird voraussichtlich noch ein bis zwei Wochen pausieren müssen. Der Linksaußen ist im Training mit dem Finger am Trikot hängen geblieben. Rothenpieler vermutet, dass ein Band angerissen ist. „Von einer OP haben wir aber erst einmal Abstand genommen“, sagt er. Huesmann arbeitet in Barsinghausen wie die anderen angeschlagenen Akteure im Athletik- und Kraftbereich. An Training mit dem Ball ist noch nicht zu denken. Am besten stehen die Prognosen im Hammer Sorgen-Quartett noch bei Neuzugang Ivar Stavast, der sich nur eine leichte Entzündung der Wade zugezogen hat und schon bald ins Teamtraining zurückkehren dürfte. 

Entsprechend schwierig wird es für den ASV sein, Erstligist Hannover-Burgdorf, vergangene Saison Tabellen-13. des Oberhauses, Paroli zu bieten. „Wir werden alles dafür tun, so lange die Luft reicht“, sagt Rothenpieler, der aber wohl maximal acht gesunde Feldspieler zur Verfügung hat. „Ohne Oliver Milde haben wir keinen für Rückraum links. Mit Merten Krings und Sören Südmeier werden wir da mit zwei Mittelmännern agieren müssen. Jakob Schwabe wird am Kreis mehr machen müssen, hinten und vorne agieren. Die Intensität ist für die, die können, gerade sehr viel höher als geplant.“ 

Ergebnis ist zweitrangig gegen Hannover-Burgdorf

Dennoch möchte Rothenpieler sehen, dass das Team das bislang Einstudierte auch umsetzt: „Wir werden versuchen, aggressiv zu decken und weiter rauszutreten. Wir müssen die Würfe weiter vom Tor wegkriegen. Vorne wollen wir unser Timing finden, für Hannover ein guter Gegner sein.“ Das Ergebnis, so der ASV-Coach, sei zweitrangig. „Wichtiger ist in dieser Phase, dass nicht noch mehr Verletzte hinzukommen.“

 Noch bis Freitag ist der ASV in Barsinghausen. Nach einigen freien Stunden am Nachmittag in der Heimat geht es dann schon wieder gemeinsam nach Volmetal.

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