2:3-Pleite gegen Deportiva La Coruna/Liceo

Punktgewinn knapp verpasst: SK Germania verliert in der Euroleague

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Hamm - Nur hauchdünn ist Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen am zweiten Punktgewinn der Vereinsgeschichte in der Euroleague vorbeigeschrammt. Im Heimspiel gegen das Profiteam von Deportiva La Coruna/Liceo unterlag der deutsche Doublesieger nach einer furiosen Vorstellung vor 423 Zuschauern knapp mit 2:3 (1:1).

“Es hat wirklich nicht viel gefehlt”, wusste Trainer Christian Zarod nach 50 temporeichen und spannenden Minuten nicht, ob er sich freuen oder ärgern sollte: “Ich bin super stolz auf die Jungs. Sie haben alles bombe umgesetzt, aber es fehlte uns leider das nötige Quäntchen Glück.”

Die spielentscheidende Szene hatte sich in der 40. Miniute in Höhe der Mittellinie abgespielt. Beim Stand von 2:2 hatte Christoph Rindfleisch versucht, einen Konter der Spanier zu unterbinden und dabei seinen Gegenspieler zu Fall gebracht. “Ich habe seinen Laufweg gekreuzt. Als der Schiedsrichter dann in die Tasche gegriffen hat und mir die Blaue Karte zeigte, war ich völlig erstaunt”, meinte Rindfleisch später. “Das war doch höchstens ein Teamfoul.”

"Wirklich bitter verloren"

Die Blaue Karte bedeutete nicht nur eine Zwei-Minuten-Strafe für den Herringer, sondern auch einen so genannten Direkten für die Nordspanier. Und diesen nutzte Carlo di Benedetto nervenstark zum 3:2-Siegtreffer für Liceo. “Wir haben wirklich bitter verloren. Wir haben gegen eine Profimannschaft so diszipliniert und konzentriert gespielt. Und am Ende gehen wir als Verlierer vom Platz”, ärgerte sich Milan Brandt.

Schon früh war Liceo durch David Torres Pastoiza mit 1:0 in Führung gegangen (6.). Was folgte, war ein Sturmlauf der Herringer, die eine Vielzahl bester Chancen vergaben, ehe Kapitän Lucas Karschau mit einem Penalty für das verdiente 1:1 sorgte (23.). Nach dem Wechsel ging Liceo ebenfalls durch einen Penalty, den Sergio Miras Valero verwandelte, erneut in Führung (27.). Aber Rindfleisch sorgte nur fünf Minuten später für das umjubelte 2:2 (32.), als er zuerst die Latte traf, dann aber den Abpraller zum Ausgleich über die Linie drückte.

Auf Augenhöhe mit den Profis

Doch so groß die Freude nach diesem Treffer auch war, am Ende standen die Germanen einmal mehr mit leeren Händen da und mussten zuschauen, wie die Gäste ihren knappen Sieg bejubelten. “Wir spielen mit diesen Profis auf Augenhöhe. Und dann entscheidet so eine Lapalie das Spiel. Dabei wäre der Punkt wirklich verdient gewesen”, schüttelte Norbert Hages, der Sportliche Leiter der Herringer, fassungslos den Kopf.

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