Hammer Fabian Holthaus zur U19-EM nach Ungarn

Der Hammer Fabian Holthaus im Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

HAMM -   Wenn die deutsche U19-Nationalmannschaft am Donnerstag zur Europameisterschaft (EM) nach Ungarn fliegt, dann ist auch ein Hammer Fußballer dabei: Fabian Holthaus, der beim Zweitligisten VfL Bochum unter Vertrag steht. Bereits am Samstag steht ab 20.15 Uhr das erste Gruppenspiel der Endrunde gegen Bulgarien an.

Viel Zeit, sich auf die EM vorzubereiten, hat die Mannschaft von Trainer Markus Sorg nicht. Gestern Abend haben sich Spieler, Trainer und Betreuer in einem Frankfurter Hotel getroffen und heute geht es los. Am Abend steht eine Trainingseinheit auf dem Programm. Morgen will sich das Team den nötigen Feinschliff holen und am Samstag wird es dann ernst. Eine Vorbereitung im Schnelldurchlauf. „Das sieht nur auf den ersten Blick so aus“, wiegelt Holthaus beruhigend ab. „Schließlich kennen wir uns alle sehr gut und wissen, wie die anderen ticken. Da ist das kein Problem, schließlich haben wir ja die gesamte Qualifikation zusammengespielt.“

Und die war sehr erfolgreich. Das erste Turnier in Weißrussland beendete die DFB-Elf im Vorjahr mit Siegen über Weißrussland (2:1), Lettland (5:0) und einem 1:1-Unentschieden über Schottland als Gruppenerster und war so für die Eliterunde in Spanien qualifiziert. Mit drei Siegen über Litauen (2:0), Dänemark (4:0) und Gastgeber Spanien (3:1) machten die Youngster um Coach Marcus Sorge im Mai den Einzug in die Endrunde perfekt.

An das Spiel gegen Litauen erinnert sich das Hammer Mannschaftsmitglied besonders gern, kein Wunder, denn in diesem Spiel hat der Linksverteidiger sein erstes Tor im Nationaldress erzielt. „In der achten Minute habe ich in Höhe des 16-ers den Ball bekommen, bin dann relativ einfach an zwei Gegenspielern vorbei nach innen gezogen und mein Rückpass ist von einem Litauer zum 1:0 abgefälscht worden“, schildert er die Entstehung. „Das Tor wurde mir gutgeschrieben, das hat mich sehr gefreut.“ Und es war der Grundstein zum Erfolg.

Mit seinen zwölf Länderspielen gehört der 19-Jährige zu den erfahrenen Spielern im Mannschaftsgefüge. Nur Kevin Akpoguma (TSG Hoffenheim) und Marc-Oliver Kempf (Eintracht Frankfurt) haben ein Spiel mehr im Dress mit dem Bundesadler auf der Brust absolviert. In Ungarn gehört das deutsche Team zu den Favoriten. In der Gruppenphase treffen Holthaus & Co. neben Bulgarien am Dienstag, 22. Juli, auf Serbien (18 Uhr) und am Freitag, 25. Juli, auf die Ukraine (20.15 Uhr).

Und wenn es nach dem Willen des Hammer Nationalspielers geht, fängt das Turnier dann erst richtig an. Schließlich hat die DFB-Elf mit Spanien und Dänemark zwei wichtige Konkurrenten schon in der Qualifikation aus dem Titelrennen befördert. „Wir fahren nach Ungarn, um Europameister zu werden“, sagt Holthaus selbstbewusst, wohl wissend, dass das Turnier kein Selbstläufer wird. „Der Weg nach Ungarn war lang und hart. Wir dürfen auf keinen Fall einen Gegner unterschätzen.“

Fabian Holthaus freut sich auf die Zeit mit seinen Mannschaftskollegen. „Es ist immer eine gute Atmosphäre mit den Jungens“, sagt er mit einem Lächeln. „Es wird viel gelacht. Das ist mir ganz wichtig.“ Und mit seinem Zimmerkollegen Anthony Syhre von Hertha BSC hat er einen idealen Zimmergenossen gefunden, denn auch der lacht gerne und viel.

Physisch ist Holthaus voll auf der Höhe, denn in der vergangenen Woche hatte VfL-Coach Peter Neururer zum Trainingslager auf das Vereinsgelände geladen. „Da haben wir an der läuferischen Fitness gearbeitet. Das war ganz schön anstrengend. Vor dem Frühstück laufen und dann noch zwei Trainingseinheiten. Da war ich nach der Woche ganz schön platt“, erklärt der Nationalspieler.

Jetzt hat er den Blick nach vorn gerichtet und versucht das zu beherzigen, was ihm Neururer mit auf den Weg zur EM gegeben hat. „Ich soll Spaß haben, mein Ding spielen und den VfL gut repräsentieren“, sagt Holthaus. Und genau das hat er vor. Natürlich will er am 1. August als Europameister zurückkommen, bevor es einen Tag später in der Liga losgeht. -  hvw

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