Tennis

Warum die Ladies Open eine besondere Herausforderung sind

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Anna Beßer vom TuS 59 erhält erneut eine Wildcard für die Qualifikation bei den Ladies Open und will dort zumindest eine Runde überstehen.

Es ist die 27. Auflage der Potthoff Ladies Open. Und Turnierdirektor David Schwätter steht bereits zum siebten Mal bei dieser Traditionsveranstaltung des TuS 59 in der Verantwortung – doch die Vorfreude bei allen Beteiligten ist so groß, als würden sie das Tennisturnier zum ersten Mal ausrichten.

Hamm – „Die Ladies Open sind weder altbacken noch sind wir amtsmüde. Wir streben jedes Jahr das perfekte Turnier an“, sagt Schwätter – fügt dann jedoch hinzu: „Natürlich wird es das perfekte Turnier nie geben. Aber man muss mit der Einstellung an die Sache hineingehen, dass man immer das Bestmögliche herausholen will.“

Obwohl die Veranstaltung erst vom 21. bis 24. Februar stattfinden wird, befindet sich der 34-Jährige zusammen mit seiner Ehefrau Sina und Jens Mathiak aus der Turnierleitung bereits mitten in den Vorbereitungen auf die 27. Auflage. „Es ist in dieser Phase das alljährliche Prozedere: Man reserviert die Hotelzimmer für die Spielerinnen, man bestellt die Tribüne und macht eben all das, was vorbereitet werden kann“, erklärt Schwätter, der erneut auf viel Altbewährtes setzt, aber auch immer wieder überlegt, welche Neuerungen er einbauen kann. „Wir haben uns auch jetzt wieder darüber unterhalten, was man Spezielles machen kann, an welchen Stellschrauben man drehen kann. Man kann das Rad nicht neu erfinden, wir wollen allerdings schon immer wieder ein bisschen Abwechslung reinbringen. Aber das ist alles noch nicht spruchreif“, sagt er. „Unser Ziel ist es, wieder eine schöne Veranstaltung auf die Beine zu stellen, am Finaltag die Halle rappelvoll zu haben und ein spannendes Endspiel zu sehen, nachdem die Finals in den vergangenen drei Jahren immer schnell über die Bühne gegangen waren.“

"Man muss flexibel sein"

Augenblicklich hält sich der Stress dabei noch in Grenzen. Doch je näher die Turniertage rücken, umso mehr hat Schwätter um die Ohren, umso häufiger greift er zu seinem Smartphone und spricht die Dinge ab, die zu regeln sind. „Alles wird immer schnelllebiger. Man muss da flexibel sein, man muss sich auf allen Ebenen modern ausrichten, ohne dabei die Tradition einer solchen Veranstaltung aus dem Auge zu verlieren. Das ist die Herausforderung“, erläutert er. „Letztlich ist das aber positiver Stress. Denn wenn man am Ende sieht, dass alles gut geklappt hat, dann ist man auch stolz auf das, was man mit seinem Team geleistet hat.“

Wobei es ihm dabei auch hilft, dass er schon zum siebten Mal in vorderster Front in der Verantwortung steht. Da wirft es ihn nicht mehr so schnell aus der Bahn, wenn irgendetwas mal nicht nach Plan läuft. Oder wenn die Anmeldungen nur tröpfchenweise bei ihm eintrudeln. „Am Anfang ist man da noch unruhig geworden. Aber jetzt sagt man sich: Auch das bekommen wir hin“, betont der Mann auf dem Regiestuhl – und verrät auch gleich, dass er die ersten sieben Anmeldungen bereits in der Tasche hat.

Dinah Pfizenmaier erneut am Start

 So wird Manon Kruse, Lokalmatadorin und dreifache Damen-35-Weltmeisterin, einmal mehr bei den Ladies Open an den Start gehen. Zudem hat Nora Niedmers (BASF Ludwigshafen) genauso ihren Start zugesagt wie Dinah Pfizenmaier. Die 27-Jährige stand schon zweimal in der dritten Runde der French Open in Paris, gewann die Ladies Open in Hamm bei der 20. Ausgabe im Jahre 2012 durch einen 6:3, 6:4-Erfolg in einem rein westfälischen Finale über Julia Wachaczyk und schaffte im vergangenen Jahr den Sprung in das Viertelfinale. Pfizenmaier gehört sicherlich zu den aussichtsreichen Kandidatinnen, die die Nachfolge von Vorjahressiegerin Petra Kressova aus Dresden antreten können. „Es ist absolut normal, dass wir bislang erst so wenig Anmeldungen haben“, sagt Schwätter. „Aber es ist schon außergewöhnlich, dass schon einige so starke Spielerinnen gemeldet haben.“

Erneut einen Platz in der Qualifikation wird Anna Beßer vom Gastgeber bekommen. „Anna hat sich ganz hervorragend entwickelt und ist zu einer wirklich tollen und hoffnungsvollen Spielerin heranreift. Ich hoffe, sie übersteht in der Qualifikation mindestens eine Runde“, sagt Schwätter

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