Fußball-Oberliga

Ploczicki wird zum Aktivposten und lobt Rhynerns Trainer Kaminski

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Rhynerns Spielmacher Robin Ploczicki (rechts) ist in guter Verfassung.

Seit Wochen gehört Robin Ploczicki zu den Aktivposten des Fußball-Oberligisten Westfalia Rhynern und zahlte zuletzt in Ennepetal (1:1) erneut das Vertrauen seines Trainers zurück.

Hamm - Wenn am Freitag die Bundesliga-Reserve des SC Paderborn am Papenloh (19.30 Uhr, Viactiv-Arena) gastiert, will er an seine zuletzt starken Leistungen anknüpfen.

„Unser Trainer hat bei uns einen immens hohen Stellenwert“, lobt Ploczicki Westfalia-Coach Michael kaminski in höchsten Tönen. Besonders die zahlreichen Vier-Augen-Gespräche haben es ihm angetan. Nicht umsonst schwärmt Rhynern-Coach Kaminski von dem ihm zur Verfügung stehenden Kader und der überschaubaren Verletztenliste. Kein Wunder also, dass sich der 35-Jährige dazu verpflichtet fühlt, alle bei Laune zu halten – und das mit Erfolg. „Jeder kommt bei ihm auf seine Einsatzzeiten und die Karten werden jede Woche neu gemischt“, lobt Ploczicki.

Der Spielmacher selbst, der sich ebenso auf den Außenbahnen zuhause fühlt, blieb von der Personalrotation zuletzt verschont. Neun Einsätze stehen in seiner Statistik. Wohl auch, weil Kaminski genau weiß, dass sich der 1,77 Meter große Ploczicki an beinahe jede erdenkliche Spielsituation anpasst, wie er auch selbst bereits beobachtete: „Ich bin immer dort, wo sich die Räume ergeben. Ganz egal, ob im Zentrum oder auf den Außen. Dennoch sehe ich mich eher als Spielgestalter und Ballverteiler.“ 

Ploczicki beweist seine Variabilität

Seine Variabilität bewiesen hatte er nicht zuletzt beim ehemaligen Tabellendritten Ennepetal, als er eine Vielzahl der Rhyneraner Angriffe einleitete und die möglich gewesene Vorentscheidung von Stürmer Lennard Kleine, der jedoch nur den Außenpfosten traf, vorbereitete. „Gerade aufgrund der ersten Halbzeit, in der wir mehr als nur einen Treffer hätten erzielen müssen, wäre unser erster Auswärtssieg der Saison mehr als verdient gewesen“, so Ploczicki, dessen Enttäuschung über das sechste Remis der Saison bis Dienstag anhielt. Spätestens dann jedoch richtete er seinen Fokus auf die schwierige anstehende Heimaufgabe gegen die Bundesliga-Reserve aus dem Nordosten Nordrhein-Westfalens, die aktuell mit einem Zähler mehr auf dem Konto auf dem sechsten Tabellenplatz steht.

„Freitagabends zu spielen ist richtig geil, besonders zuhause. Ich erwarte einen komplett anderen Gegner als noch am vergangenen Sonntag“, freut sich der 23-Jährige auf die berühmte Flutlichtromantik. Denn während die Regenschlacht in Ennepetal zu einem Kampf- und Geduldsspiel ausartete, geht Ploczicki gegen Paderborn von einem möglichen Offensivspektakel aus. „Natürlich haben wir einen gesunden Respekt vor dem Gegner, dass da möglicherweise Akteure aus dem Bundesligakader aufhelfen werden, macht für mich aber keinerlei Unterschied“, sagt der Mittelfeldakteur und stellt umso mehr den sportlichen Faktor in den Vordergrund: „Sie werden über die gesamten 90 Minuten den Weg nach vorne suchen und sich nicht hinten reinstellen.“

Die beste Defensive der Liga

Ein Aspekt, der der besten Defensive der Liga mit gerade einmal sieben Gegentreffern durchaus entgegen kommen könnte. Besonders am Papenloh war es bislang nur der Eintracht aus Rheine gelungen, Stammkeeper Alexander Hahnemann, der nach überstandener Grippe wieder zwischen die Pfosten zurückkehren wird, zu überwinden. Für Ploczicki nur eine Randnotiz: „Für uns Spieler macht es keinen Unterschied, ob Eule (Maximilian Eul, Anm. d. Red.) oder Alex im Tor steht. Wir vertrauen beiden zu 100 Prozent.“

Ohnehin gehe es für Ploczicki gegen Paderborn einzig und allein darum, sich das fehlende Matchglück zurück zu erarbeiten – zukünftig besonders in der Ferne. „Im Tabellenmittelfeld festzustecken, macht niemandem Spaß. Dass wir auswärts noch nicht gewonnen haben, steht zwar so in der Statistik. Andersherum haben wir auch erst einmal verloren. Für manche ist das Glas eben halbvoll, für andere halbleer“, lässt Ploczicki seine positive Grundeinstellung sprechen.

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