SGH plant nach Relegationsdrama neue Erstliga-Saison

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Auch in der kommenden Saison mit der SG Hamm in der Luftgewehr-Bundesliga: Pierre-Edmond Piasecki.

HAMM -  Was für ein Drama: Nach mehr als drei Monaten Saison und mehr als 1000 Schüssen war es die Winzigkeit von einem Ring Vorsprung, die den Luftgewehr-Bundesligisten SG Hamm vor dem Sturz in die Zweite Liga rettete, der gleichzeitig den Zwangsabstieg der Reserve zur Folge gehabt hätte. Das Team für die kommende Saison steht bereits weitgehend.

Die Hoffnungen der SGH-Delegation um den Vorsitzenden Wolfgang Tönjann und seinen Stellvertreter Uwe Nedza waren nach dem ersten von zwei Wertungsdurchgängen noch am Boden gewesen. Das 17-jährige Talent Anna Steinhoff, die während der Saison mit guten Leistungen überzeugte, hatte einen „Blackout“ gehabt und ihr Team mit einer 377er-Runde weit zurückgeworfen. Das sportliche Schicksal der SGH, die als Favorit in die Relegation gegangen war, hing am seidenen Faden. Die Hammer rissen das Ruder in der zweiten Runde jedoch herum und schoben sich mit 3904 Ringen an SV Gölzau (3903) und SSV Baunatal (3899) vorbei auf den rettenden zweiten Platz.

Noch in Hannover führte der Vorstand Gespräche mit den Aktiven. Der Bundesliga-Kader wird bis auf wenige Änderungen beisammen bleiben. Neben Trainer und Schütze Pierre-Edmond Piasecki werden auch weiterhin Julia Budde, Dana Prüfe, Anna Steinhoff, Melanie Pinto Coelho und Moritz Brunnenberg dem Team angehören. Dazu kommen mit Julia Budde, Jan Brodda und Alexis Raynaud die nächsten nachrückenden Talente sowie voraussichtlich Rückkehrerin Mareike Ostkamp. Peter Gehrlein verlässt den Verein nach drei Jahren mit unbekanntem Ziel. Carolyn Send schließt sich dem West-Zweitligisten Wissener SV an.

Ihrem Konzept, den eigenen Nachwuchs an Bundesliga-Niveau heranzuführen, wird und will die SGH trotz der Zittersaison treu bleiben. Die nächste Abstiegsrunde steht dem Klub unmittelbar bevor. In Bad Homburg geht es am Wochenende um den Verbleib in der 2. Liga. - sst

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