Pierre-Edmond Piasecki verlässt die SG Hamm

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Rudolf Jendrzejewski verabschiedet erre-Edmond Piasecki.

Hamm - Nach dem Ende der Bundesligasaison und dem damit verbundenen zweiten Abstieg der Schießgesellschaft Hamm aus dem Oberhaus hat sich Pierre-Edmond Piasecki bei der Mannschaft und den Verantwortlichen nach sechs Jahren Klub-Zugehörigkeit nun verabschiedet.

Piasecki, der vom französischen Verband noch einmal für vier Jahre unterstützt wird, möchte weiterhin in der Bundesliga aktiv sein. Nach der für ihn unglücklich verlaufenen Weltcup-Saison mit zahlreichen Plätzen zwischen Rang neun und 20 und somit ohne Quotenplatz sind nach der verpassten Olympiaqualifikation für Rio in vier Jahren die Spiele in Tokio noch einmal das große Ziel. Nachdem die letzte Chance auf Olympia für den Franzosen mit der Nichtnominierung für die Europameisterschaften in Györ (Ungarn) Ende Februar platzte, bei den französischen Meisterschaften in der vergangenen Woche nur Rang elf heraussprang, kann endgültig hinter dieser unglücklichen Saison 2015 ein Haken gemacht werden.

Der Olympia-Sechste von London hatte in letzter Zeit bereits einige Angebote und Offerten von verschiedenen Bundesligavereinen aus der Nord- wie aus der Südgruppe. Mit dem Versprechen, nicht gegen die SG Hamm antreten zu wollen, zumindest nicht vor einem Finale, entschied sich Pierre-Edmond Piasecki für einen Wechsel in die Südgruppe zum Bundesligisten Der Bund München.

Am Rande des Bundesligafinals in Rotenburg zeigten sich Trainer Norbert Ettner und Vorsitzender Manfred Moser äußerst erfreut über diesen Wechsel und sind überzeugt, dass sie mit Piasecki gestärkt und konstanter in die neue Saison gehen werden. Die seit den DSB-Pokal-Erfolgen der Hammer in 2003 und 2004 in freundschaftlicher Beziehung stehenden Münchner waren allerdings nach Aussage von Ettner sehr skeptisch, ob sie den Franzosen überhaupt ansprechen sollten, da er doch mit der SGH sehr verbunden ist. Ausschlaggebend für ein Angebot war dann allerdings der feststehende Abstieg der Schießgesellschaft Ende Januar. Beim Bund München, der in Rotenburg im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten SB Freiheit deutlich mit 0:4 frühzeitig ausschied, wird Piasecki unter anderem auf Nationalkaderschützin und Weltmeisterin Barbara Engleder stoßen.

Die Schießgesellschaft Hamm ist Pierre-Edmond Piasecki sehr zu Dank verpflichtet. Der mehrfache französische Meister, der sich immer sehr für sein Team eingesetzt, das Training geleitet und letztlich auch seinen Nationalmannschaftskollegen Etienne Germond nach Hamm geholt hat, wird nur schwer zu ersetzen sein. Piasecki war ein großes Vorbild für die eigenen Nachwuchskräfte, investierte sehr viel private Zeit und war nicht nur sportlich, sondern auch persönlich und menschlich eine große Bereicherung für den Verein. - gg

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