Fußball-Kreispokal

Pflichtaufgaben für Rhynern und HSV sowie Ärger um Derby-Neuansetzung

Nach dem Pflichtsieg in der ersten Runde bei der SpVg Bönen (Spielszene) ist die Hammer SpVg auch bei TuRa Bergkamen favorisiert.
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Nach dem Pflichtsieg in der ersten Runde bei der SpVg Bönen (Spielszene) ist die Hammer SpVg auch bei TuRa Bergkamen favorisiert.

Am Donnerstag stehen im Fußball-Kreispokal drei Spiele mit Hammer Beteiligung auf dem Plan: Der TuS Germania Lohauserholz und die SG Bockum-Hövel holen das Derby der ersten Runde nach, während die beiden Oberligisten bereits ihre Zweitrunden-Spiele austragen.

Hamm - Der SV Westfalia Rhynern gastiert beim Hammer SC und die Hammer SpVG beim FC TuRa Bergkamen. Beide gehen als klare Favoriten in die Partie, während der Ausgang des derbys offen ist. Beide Trainer beklagen sich über de kurzfristige Ansetzung des Spiels.

Kein Entgegenkommen von der Spielleitung

TuS Germania Lohauserholz - SG Bockum-Hövel. Das am vergangenen Sonntag kurzfristig abgesagte Derby der ersten Runde ist ebenso kurzfristig wieder angesetzt worden. Gespielt wird am Donnerstag (19.30 Uhr) beim Bezirksligisten am Hahnenbach. Dann muss Landesligist SG Bockum-Hövel auf jene fünf Spieler verzichten, die am vergangenen Sonntag vom Gesundheitsamt in vorsorgliche Corona-Quarantäne geschickt worden sind – und die diese, wenn negativ getestet, am Freitag wieder verlassen können. „Wir hätten uns gewünscht, dass wir am Freitag hätten spielen können, dann wären diese Spieler dabei gewesen“, sagt Trainer David Schmidt, der von der Pokalspielleitung des Fußballkreises Unna-Hamm mehr Entgegenkommen erwartet hatte. „So müssen wir es nehmen, wie es ist“, sagt Schmidt, der aus seinem Kader lediglich zwölf einsatzfähige Spieler hat und sich aus der zweiten Mannschaft verstärken wird.

„Personell sieht es besch... aus“

TuS-Trainer Marco Liedtke ist ebenfalls nicht glücklich über die Donnerstag-Ansetzung. „Aus meiner Sicht sind wir die Leidtragenden“, sagt er, denn: „Verletzt, Urlaub, Arbeit – personell sieht es besch... aus.“ Nur zwölf Feldspieler stehen zur Verfügung. Der Kreis habe so auch dem TuS keinen Gefallen getan. Liedtke: „Ich weiß nicht, warum wir nicht am Sonntag hätten spielen können.“

Erstmals größere Lücken beim Training

Hammer SC - SV Westfalia Rhynern. Lange hatte Michael Kaminski, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern, keine Personalprobleme, und bis auf Sezer Toy nur einen länger verletzten Spieler zu beklagen. Vor dem Pokaldoppel am Donnerstag auf Kreisebene beim A-Ligisten Hammer SC (19.30 Uhr, Pilsholz) sowie am Sonntag (15 Uhr) beim Landesligisten FC Nieheim ist die Lage nicht mehr so entspannt. Im Dienstag-Training standen das erste Mal seit Anfang Juni lediglich 13 Spieler auf dem Platz.

Tim Neumann zum Beispiel klagt über Knieprobleme, Marvin Joswig über Nackenbeschwerden, Finn Schubert laboriert an einer Zehenprellung und zwei Spieler haben sich impfen lassen. „Das summiert sich dann“, sagt Kaminski, der dennoch davon ausgeht, in beiden Spielen eine schlagkräftige Mannschaft auf das Feld zu bekommen. „Einige werden sich rechtzeitig zurückmelden“, ist er sich sicher, wobei er erst drei, vier Stunden vor dem Spiel beim HSC wissen werde, wie das Aufgebot aussieht.

Fahrrad-taugliche Anreise für die Fans

Der Westfalia-Trainer fordert in beiden Spielen von seinen Mannen, dass sie „auch gegen unterklassige Gegner eine engagierte und saubere Vorstellung“ abliefern. Dem keinen Derby am Pilsholz sieht er mit Freuden entgegen und hofft wegen der Fahrrad-tauglichen Anreise aus Rhynern auch auf viele Zuschauer.

FC TuRa Bergkamen - Hammer SpVg. Eineinhalb Wochen vor dem Start in die Saison 2021/2022 der Fußball-Oberliga-Westfalen bietet sich am Donnerstag der Hammer SpVg die vorletzte Gelegenheit, nochmals unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Das Team von Steven Degelmann ist in der zweiten Runde um den Fußball-Kreispokal beim ambitionierten A-Ligisten FC TuRa Bergkamen zu Gast (19.30 Uhr, Nordbergstadion).

Aufgabe vom Anpfiff an ernst nehmen

„Wir wollen sofort zu unserem Spiel finden, den Klassenunterschied deutlich machen und dem Gegner keine Chance bieten, sich irgendwie ins Spiel zu kämpfen“, sagt der Sportliche Leiter Holger Wortmann. Die HSV will das Spiel ebenso ernst nehmen wie die Aufgabe im Landespokal, die am Sonntag mit dem starken Westfalenligisten Westfalia Kinderhaus wartet. Anschließend geht es mit Blick auf den Ligastart gegen Erndtebrück in eine komplette Trainingswoche.

Einsatz von Dogan und Hildebrandt offen

Gegen den FC TuRa, der sich den Platz in der zweiten Runde durch ein 2:1 bei BR Billmerich hart erarbeitet hat, stehen einige Spieler – weil krank oder beruflich verhindert – nicht zur Verfügung, ebenso wie die verletzten Jannik Guhse und Andrei Lorengel. „Personell sieht’s also nicht ganz so gut aus“, sagt Wortmann. Halil Can Dogan und Luca Hildebrandt befinden sich wieder im Training, über ihren Einsatz wird kurzfristig entschieden.

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