Handball

Personeller Engpass beim ASV vor dem Konstanz-Trip

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Sören Südmeier

Mit 4:0 Punkten geriet der Saisonbeginn für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen zum Traumstart. Am Samstag (20 Uhr) muss sich die Mannschaft von Trainer Kay Rotenpieler bei der HSG Konstanz beweisen.

Hamm – Die gut 600 Kilometer zum Auswärtsspiel bei der HSG Konstanz sind für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen rein logistisch schon eine große Aufgabe – wenn dann auch noch personelle Sorgen dazu kommen, dürfte jedem klar sein, dass die Partie beim Aufsteiger heute (20 Uhr/Schänzle Halle) zu einer Herausforderung wird. „Wir bereiten uns seit Mittwoch intensiv auf das Spiel vor“, will sich ASV-Coach Kay Rothenpieler jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir werden trotzdem mit 14 Akteuren in Konstanz antreten – und die sind heiß auf das Spiel, werden alles daran setzen, um die Punkte mitzunehmen.“

Aufgrund der langen Busfahrzeit haben sich die ASV-Verantwortlichen dazu entschlossen, diese Dienstreise bereits am Freitag anzutreten und gut 90 Minuten vor dem Ziel noch eine Übernachtung in Villingen-Schwenningen einzulegen. „Das haben wir vor zwei Jahren auch so gemacht und sind damit gut gefahren“, erinnert sich Rothenpieler, der die gleiche Unterkunft für die Mannschaft gebucht hat wie vor dem 24:21-Sieg in der Konstanzer Abstiegssaison 2017/18. „Wir werden am Samstag morgen noch einmal in Villingen trainieren, Mittag essen und dann erst am späten Nachmittag für die letzten Kilometer nach Konstanz aufbrechen, damit die Mannschaft optimal vorbereitet in die Partie gehen kann.“

Emotionsgeladener Gastgeber

Dass das nötig sein wird, steht für den Hammer Trainer fest, da er die HSG als sehr kampfstarken Gegner ausgemacht hat. „Als Aufsteiger praktiziert Konstanz ein sehr emotionsgeladenes Spiel. Das Publikum macht viel Druck, und die Mannschaft versucht, den Gegner über Leidenschaft und Euphorie in schwierige Situationen zu bringen“, sagt Rothenpieler. „Für uns wird es daher wichtig sein, das anzunehmen, die Ruhe zu bewahren und uns auf uns selbst und unsere Stärken zu konzentrieren.“

Die Stärken der HSG liegen für den SV-Coach in ihrem leidenschaftlichen Abwehr- und dem kämpferischen Offensivspiel. „Die versucht, immer wieder, in die Zweikämpfe zu kommen, spielt viel mit dem Kreis und macht das mit sehr viel Mut. Da müssen wir mit unseren Stärken, die wir in der Deckung haben, dagegenhalten. Das muss der Schlüssel zum Erfolg sein.“

Dass es beim 23:24 in Hüttenberg und beim 23:25 gegen Bietigheim in eigener Halle noch nicht zu einem Punktgewinn für die HSG gereicht hat, liegt für Rothenpieler daran, dass „sie vielleicht in gewissen Situationen überpaced haben, den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht haben – das müssen auch wir ausnutzen.“

Ohne Südmeier, Milde und Papadopoulos

Aus der Hammer Hoffnung, in der Partie am Bodensee zumindest wieder auf einen Spieler aus dem verletzten Trio Vyron Papadopoulos, Oliver Milde und Sören Südmeier zurückgreifen zu können, ist am Ende nichts geworden. Alle drei Spieler haben die Reise nach Süddeutschland erst gar nicht mit angetreten. Papadopoulos laboriert nach wie vor an muskulären Problemen, Milde klagt über Schmerzen im Sprunggelenk. Und Südmeier, der sich zuletzt im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden am Knie verletzt hatte, musste ebenfalls mit Schmerzen passen. „Es nützt nichts, darüber zu philosophieren, ob uns das schwächt oder nicht“, blickt Rothenpieler nach vorne. „Wir haben alles versucht, aber das Risiko ist einfach zu groß. Und zumindest für die Deckung spielt es ja nicht so eine große Rolle.“

Jetzt müssen die anderen die Lücken schließen richten: „Ich glaube, dass wir immer noch genügend Qualität haben, um das Spiel für uns zu entscheiden. Ivar Stavast hat das bewiesen, und auch ein Markus Fuchs wird vorne mehr auftauchen“, bleibt der Coach optimistisch. „Und wenn wir schon zwei Tage unterwegs sind, dann soll das auch erfolgreich werden.“

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