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Personalprobleme: Hammer Fußballverein soll an diesem Freitag aufgelöst werden

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Von: Benedikt Ophaus

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Die Luft ist raus: Bei der SG Isenbeck wird künftig kein Fußball mehr gespielt.
Die Luft ist raus: Bei der SG Isenbeck wird künftig kein Fußball mehr gespielt. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink via www.imago-images.de

Einen Trost gibt es für Lukas Büscher: Der Vorsitzende der SG Isenbeck erzielte am 5. Mai auf dem Sportplatz am Maximilianpark beim 1:10 gegen die SG Bockum-Hövel II in der Fußball-Kreisliga B (1) das wohl letzte Tor der Vereinsgeschichte. 

Hamm - Wenn sich die SG an diesem Freitag um 18.30 Uhr in der Gaststätte Eckhardt an der Marker Dorfstraße zur Jahreshauptversammlung trifft, geht es im fünften Tagesordnungspunkt um die Auflösung des Vereins.

1963 als Betriebsmannschaft der Brauerei gegründet, hatte die SG zwischenzeitlich bis zu drei Mannschaften, trat in den 80er-Jahren auch im Ausland zu Spielen an. Seit 2011 nahm die SG mit einem Team am Spielbetrieb des Deutschen Fußball-Bundes teil, startete damals in der Kreisliga C (1).

Von der Kreisliga D in die Kreisliga B

2016 kam es zu einem Umbruch im Team, seitdem war auch der heutige Vorsitzende Büscher dabei. „Wir haben es mit einigen Neuzugängen von der Kreisliga D bis in die Kreisliga B geschafft“, blickt er zurück. In der ersten abgebrochenen Corona-Saison stand als Tabellenzweiter der Kreisliga C der Aufstieg. In dieser Spielzeit lief es sportlich jedoch überhaupt nicht. Die SG sammelte in 28 Begegnungen nur zwei Siege, stand mit sieben Punkten am Tabellenende und trat zu den letzten fünf Begegnungen gar nicht mehr an. Der Grund: Personalprobleme.

„Wir haben keine Jugend, keine zweite Mannschaft. Wir haben Ausfälle nicht auffangen können“, sagt Büscher. Besserung sei nicht in Sicht, die Auflösung der SG deshalb unvermeidlich. „Wir haben nach Neuzugängen gesucht. Aber wir können keine Mannschaft mehr stellen.“ Die Entscheidung, die SG aufzulösen, sei in den vergangenen vier Wochen gereift. Dafür müssen am Freitagabend drei Viertel der anwesenden Mitglieder zustimmen. Büscher zweifelt nicht, dass es dazu kommen wird. „Natürlich ist das schade. Wir waren ein Zusammenschluss von Freunden“, sagt er. Einige Fußballer würden aufhören, andere sich umliegenden Klubs anschließen.

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