Perfekte Bedingungen für ASV auf Fuerteventura

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Steht im tschechischen WM-Kader: ASV-Spielmacher Ondrej Zdrahala.

FUERTEVENTURA - Als die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Samstagmittag ihr Ziel, das Playitas Resort auf Fuerteventura, erreichten, hätte die Stimmung kaum besser sein können. Traumwetter, eine Wohlfühlanlage als Unterkunft und perfekte Trainingsbedingungen fanden Kay Rothenpieler und seine Spieler vor.

Und am Ankunftstag ließ es der Hammer Trainer noch recht locker angehen. Nachdem die Mannschaft gemeinsam ihrem Teamkollegen Ondrej Zdrahala eine Halbzeit lang am Fernseher beim WM-Vorbereitungsspiel der Tschechen gegen Deutschland (22:27) zugesehen hatte, bat Rothenpieler zu einer ersten Laufeinheit am Strand, ehe es abends gemeinsam zum Essen in ein Fischrestaurant ging.

Am Sonntag zog der Hammer Trainer die Zügel deutlich an. Nach einer Schwimmeinheit im Hauspool, „um die nötige Frische zu erhalten“, ging es zu einer zweistündigen Einheit erstmals in die Halle. „Dort haben wir aber sehr individuell trainiert“, sagt Rothenpieler. „Wir haben viel in Kleingruppen gearbeitet, haben Spielformen mit zwei gegen zwei oder drei gegen drei geprobt. Und so werden wir es auch während der restlichen Zeit im Trainingslager halten, da wir ja nicht komplett sind.“

Denn ohne Zdrahala würden mannschaftstaktische Trainingsformen nur wenig Sinn machen. Der Spielgestalter wurde nach den Länderspielen gegen das deutsche Team vom tschechischen Nationaltrainerduo Daniel Kubes/Jan Filip wie erwartet in den endgültigen WM-Kader berufen. Worüber er sich sehr freute. „Ich bin einfach froh, dass ich zurück in der Nationalmannschaft bin“, sagte der 31-Jährige, der gestern vor dem Abflug nach Katar noch einen gemeinsamen Tag mit seiner Familie in Tschechien genoss. „Denn ich bin eineinhalb Jahre nicht dabei gewesen. Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass ich auch im Verein gut arbeite.“

Erst vor zwei Monaten wurde Zdrahala für die Qualifikationsspiele gegen Mazedonien (27:27) und Frankreich (25:41) zurück geholt. Gegen Deutschland kam er am Freitag zwar erst in der Schlussphase zum Einsatz. Dafür durfte er mit seiner Leistung am Samstag zufrieden sein. Nach 25 Minuten beim Spielstand von 6:10 eingewechselt, verkürzte der Hammer Spielmacher sofort mit zwei Treffern zum 8:10, musste dann nach dem Wechsel aber wieder bis zur Mitte des Durchgangs warten, ehe er auf das Spielfeld durfte und per Siebenmeter ein drittes Tor erzielte. „Natürlich möchte ich länger spielen“, sagte er. „Aber wenn ich reinkomme, bin ich bereit und werde Gas geben, um der Mannschaft zu helfen.“

Sein Hammer Nationalmannschaftskollege Tomas Mrkva wurde dagegen aus dem tschechischen Kader gestrichen und reist wie seine ASV-Kollegen Jan Brosch und Lars Gudat am Montag ins Trainingslager nach Fuerteventura nach. - güna

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