Penaltyschießen: Hammer Eisbären siegen gegen Neuss

+
Sieg im Penaltyschießen: Die Eisbären bezwangen Neuss mit 5:4.

Hamm - Erst vier Punkte standen nach den ersten drei Spielen in der 1. Eishockey-liga West für die Hammer Eisbären auf der Habenseite, und lange Zeit sah es danach aus, als würde das nach der vierten Begegnung auch noch so sein. Mit 1:3 lag das Team von Coach Daniel Galonska nach zwei Dritteln in eigener Halle gegen den Neusser EV zurück – am Ende stand ein 5:4 (0:1, 1:2, 3:1)-Erfolg nach Penaltyschießen für die Hammer zu Buche.

„Wir haben den Charaktertest bestanden“, freute sich Galonska. „Das war wichtig für die Köpfe – dass wir ins Spiel zurückgekommen sind und gesehen haben, dass wir auch Tore schießen können.“

Danach sah es zunächst nicht aus, denn die Partie war gerade einmal zwölf Sekunden alt, da lagen die Hausherren bereits hinten. Der Neusser Holger Schrills hatte Eisbären-Goalie Marc Fleischer mit einem Schuss ins lange Eck überrascht, und der Matchplan war nur noch Makulatur. In der Folge hatten die Eisbären zwar deutlich mehr Spielanteile gegen die Gäste, die zuvor noch mit 3:15 in Dortmund unter die Räder gekommen waren, doch ein Treffer wollte nicht gelingen. Martin Köchling und Mike Ortwein scheiterten mit Fernschüssen, und auch die größte Möglichkeit des ersten Drittels durch Ibrahim Weißleder (11.) blieb ohne Erfolg, da der Hammer am Neusser Goalie scheiterte. Auf der anderen Seite war Neuss bei Kontern stets gefährlich, zumal sich die Eisbären viele Abspielfehler leisteten.

Im zweiten Drittel sahen die 332 Zuschauer in der Eishalle am Maximilianpark zunächst weitere ungenutzte Gelegenheiten durch Oliver Kraft (22.) und Robin Loecke (23./Pfosten), ehe Dustin Demuth den Puck für Oliver Kraft auflegte, der den Hammer Anhang mit dem 1:1 erlöste (26.).

Die Freude währte allerdings nicht lange, denn ein Neusser Doppelschlag durch Thimo Dietrich, bei dem Fleischer keine glückliche Figur machte, und erneut Schrills (31., 32.) brachte die Hammer mit 1:3 in Rückstand. Galonska reagierte, wechselte seinen Goalie für Sebastian May aus. Eine Großchance von Demuth blieb danach ungenutzt.

Im Schlussdrittel belohnten sich die Eisbären für ihre Mühe. Ibrahim Weißleder nach Zuspiel Loecke (45.), Demuth in Unterzahl (50./Vorarbeit Thau) und Thau, der einen Schuss von Tim Pietzko ins Tor lenkte (54.), sorgten für die Führung. Dass es ins Penalty-Schießen ging, mussten sich die Hammer selbst zuschreiben. Einen Puckverlust vor dem eigenen Kasten nutzte Schahab Amminikia zum erneuten Ausgleich (57.). Im Penaltyschießen scheiterte zunächst Kraft – Demuth und Igor Furda ließen ihre Farben dann jedoch jubeln. „Das Tor war lange wie vernagelt“, sagte Galonska. „Man hat gesehen, dass sich die Spieler noch an die neue Favoritenrolle gewöhnen müssen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare