FC Pelkum stimmt gegen Fusion mit TuS Wiescherhöfen

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Die Vorstände vom FC Pelkum und TuS Wiescherhöfen sind enttäuscht über das Ergebnis.

Hamm - Aus der Verschmelzung des FC Pelkum mit dem TuS Wiescherhöfen wird nichts: Am Freitagabend lehnten die Mitglieder des FC Pelkum einen Zusammenschluss mit dem TuS ab.

Von den insgesamt 81 Vereinsmitgliedern waren 36 zur außerordentlichen Mitgliederversammlung erschienen. Für eine Verschmelzung der beiden Vereine wäre eine Mehrheit von 80 Prozent nötig gewesen. Doch stimmten nur 21 Mitglieder mit „Ja“ (58,3 Prozent), 15 Mitglieder verweigerten hingegen die Zustimmung. 

Vor allem sollen die Nachverhandlungen mit dem TuS über eine mögliche neue Vereinsfarbe und den neuen Vereinsnamen dazu geführt haben, dass die nötige Mehrheit letztlich ausblieb. Der Pelkumer Vorstand um den Vorsitzenden Volker Büscher zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht: „Das Problem war, dass uns Wiescherhöfen in den Nachverhandlungen keinen Millimeter entgegen gekommen ist.“ 

„Bei den Nachverhandlungen haben wir nichts erreicht“, berichtete Michael Kastilan, 2. Vorsitzender des FC. „Der neue Name bliebe somit bei TuS Wiescherhöfen-Pelkum 1910/24. Die Farben wären grün-weiß und die Ausweichtrikots blau-weiß.“ Vom Wiescherhöfener Vorstand wohnten Marc Lapcevic (2. Vorsitzender) sowie Burkhard Stork (Geschäftsführer) der Pelkumer Versammlung bei und Lapcevic warb eindringlich für einen Zusammenschluss der Clubs. „Wir haben vor den Verhandlungen ein Votum von unseren Mitgliedern erhalten. Wenn wir in punkto Name oder Farben auf euch zugehen würden, wäre die Abstimmung in Wiescherhöfen zum Scheitern verurteilt“, so der 2. Vorsitzende. „Ziel beider Vereine muss es sein, sich zu verschmelzen und über vier Plätze und damit über mehr Potenzial zu verfügen. Auch ein neuer Vorstand würde sich aus den Vorständen beider Clubs zusammensetzen.“ Da in Pelkum laut Satzung eine Mehrheit von 80 Prozent und in Wiescherhöfen von 75 Prozent notwendig gewesen wäre, um die Weichen erfolgreich in Richtung Fusion zu stellen, bat Dr. Erhard Berghoff alle Stimmberechtigten vor der Abstimmung, sich ihre Entscheidung gut zu überlegen. „Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass es bei einem negativem Votum lange dauert, bis eine neue Annäherung zustande kommt. Man muss bedenken, wie es hier in Pelkum sonst weitergeht oder ob man nicht mit wehenden Fahnen untergeht.“

Die Reaktionen aus der Versammlung waren gemischt. Positiven Meinungen wie „so eine Chance bekommen wir nicht wieder“ oder „die Farben sollten kein Problem sein“ standen kritischen Tönen gegenüber, die befürchteten, dass die Pelkumer Sportler im neuen Verein untergebuttert werden und es der TuS bei der Fusion nur auf die zwei Sportplätze am Selbachpark abgesehen hat.

21 Mitglieder stimmten im Anschluss mit „Ja“, 15 verweigerten dem Verschmelzungsvertrag ihre Zustimmung, womit die nötige Mehrheit zum Anschluss klar verpasst wurde. Pelkums Vorsitzender berief für den 15. März (19 Uhr) eine vereinsinterne Versammlung ein, bei der besprochen werden soll, wie es mit dem 1. FC weitergeht. „Da erwarte ich klare Vorschläge von den Mitgliedern“, so Büscher, der allerdings auch Verständnis zeigte. „Das Problem war, dass uns Wiescherhöfen in den Nachverhandlungen keinen Millimeter entgegen gekommen ist.“

In einer internen Versammlung am 14. März soll nun darüber diskutiert werden, wie es mit dem FC Pelkum weitergeht. Die im Anschluss geplante Abstimmung beim TuS Wieserhöfen wurde daraufhin abgesagt. „Ich bin ein wenig enttäuscht, aber ich habe das befürchtet“ sagte TuS-Vorsitzender Manfred Roland: „Ich kann die Entscheidung aber nicht nachvollziehen.“

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