1. FC Pelkum fiebert Topspiel in Bönen entgegen

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Mit Pelkum vorn: Trainer Reiner Fiebig.

HAMM -  Fast fünf Jahre ist Reiner Fiebig nun Trainer des 1. FC Pelkum. Im Sommer wird er den Klub bekanntlich verlassen. Er könnte dies als Meister der Fußball-Kreisliga A (1) und Aufsteiger tun. Seit Sonntag stehen die Pelkumer an der Tabellenspitze und ihre Chancen auf die Rückkehr in die Bezirksliga damit so gut wie lange nicht mehr.

Am Sonntag (15 Uhr) treten sie zum brisanten Spitzenspiel beim gestürzten Tabellenführer SpVg Bönen an. Dort könnte eine Vorentscheidung im Kampf um Platz eins fallen. Denn gewinnt die Fiebig-Elf, beträgt ihr Vorsprung auf Platz zwei bereits fünf Punkte. Davon will Pelkums Trainer jedoch nichts wissen. „Ein Sieg wäre nicht schlecht, aber wir wären damit noch lange nicht durch“, sagt Fiebig und verweist auf das vermeintlich leichtere Restprogramm der Bönener sowie den eigenen dünnen Kader.

Zwar stehen Adrian Chojka, Christoph Wilczek und Matthias Schynol wieder zur Verfügung, dafür fällt Andreas Matula mindestens für einen Monat aus. Er brach sich beim 3:0-Sieg gegen den VfL Mark das Jochbein und wird heute operiert. Alexander Holthaus wird aus beruflichen Gründen fehlen. „Aber auch, wenn wir verlieren, bleibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, sagt Fiebig, der sich auf die Begegnung am Sonntag freut: „Das sind die Highlight-Spiele, auf die man hinarbeitet. Wir fahren mit breiter Brust da hin. Wir haben noch was gut zu machen.“

Die Partie am Bönener Rehbusch – für Pelkum das dritte Auswärtsspiel in Serie – birgt Zündstoff. Im Hinspiel traf Hakan Elik erst am Ende einer sehr langen Nachspielzeit zum 1:0-Sieg für die seit dem Ende der Winterpause kriselnden Bönener (2:4 gegen den BVH, 1:2 gegen Nordbögge). Die dürften wiederum nicht allzu gut auf den FCP zu sprechen sein, denn der war mit Bönens Wunsch nach einer Verlegung des Topspiels auf den späten Sonntagnachmittag nicht einverstanden. „Bei uns hätten dann zwei Spieler wegen Dienst früher weggehen müssen. Bei einer Verlegung muss man sich ja nicht selbst schwächen“, so Fiebig.

Seine Mannschaft ist in guter Form. Seit Anfang Oktober hat sie zehn Mal gewonnen und nur einmal verloren – und zwar Anfang März im Nachholspiel beim TSC Hamm II (1:3), der mit einigen Akteuren aus der spielfreien Bezirksliga-Elf antrat. „Die Jungs spielen eine außergewöhnlich gute Saison und zeigen Moral, obwohl ein paar Spieler und ich nach der Saison aufhören werden. Sie haben sich den Erfolg hart erarbeitet und wollen aufsteigen. Wir geben bis zum letzten Tag alles“, sagt Fiebig und betont: „Wir haben keinen Druck. Steigen wir nicht auf, reißt uns niemand den Kopf ab.“ - sst

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