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Hammer SpVg: Patrick Schmidt meldet sich mit Dampf zurück

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Von: Rainer Gudra

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Dampf über die rechte Seite: Patrick Schmidt bereitete bei seinem Comeback einen Treffer vor.
Dampf über die rechte Seite: Patrick Schmidt bereitete bei seinem Comeback einen Treffer vor. © mross

Der 30-jährige Patrick Schmidt krönt das siegreiche Comeback beim 3:2-Sieg der Hammer SpVg gegen Kinderhaus mit einer Vorarbeit.

Hamm – Nach 88 Minuten hatte Holger Wortmann ein Einsehen: Patrick Schmidt war in der Westfalenliga-Partie der Hammer SpVg gegen Westfalia Kinderhaus schon in den Minuten zuvor ziemlich unrund über den Rasen der Arena gelaufen, nun durfte er sich den verdienten Applaus von der Tribüne abholen, musste aber draußen noch mitzittern, bevor der 3:2 (1:0)-Erfolg sicher war. Für den 30-Jährigen war es ein besonderer Auftritt: „Ich war es jetzt aber auch leid, immer nur zuzugucken, ich wollte endlich mal wieder spielen“, sagte er nach seinem Comeback nach zwölf Wochen Pause.

Und weil Wortmann – als Sportlicher Leiter nach dem Aus von Trainer Heiko Hofmann auch Interimstrainer – viel Routine auf der rechten Außenbahn benötigte, gab es für ihn kein langsames Heranführen: Schmidt stand gleich in der Startelf. „Holger hat mir am Freitag gesagt, dass ich spielen werde, wenn es mit dem Knie klappt, weil er meine Erfahrung braucht, um mehr Dampf zu machen auf dem Flügel, und um häufiger in die Box zu kommen“, erzählt Schmidt – und ergänzt: „Hat ja auch geklappt, ein Tor habe ich ja vorbereitet.“ Julius Woitaschek hatte sein passgenaues Zuspiel in die Mitte zum 2:1 veredelt.

Diagnose: Innenbandriss im rechten Knie

Gleich am ersten Spieltag, beim 5:2-Heimsieg gegen RW Deuten, war für Schmidt nach 41 Minuten Schluss. Diagnose: Innenbandriss im rechten Knie. „Drei Monate Pause sind schon recht viel. Der Meniskus war auch noch geschädigt, musste aber nicht mit operiert werden“, berichtet Schmidt, der anfangs eine Schiene tragen musste und deshalb auch nicht alle Partien seiner Mannschaft verfolgen konnte. Wenn möglich, war sein Vater der Chauffeur zu den Spielen.

Seit zwei Wochen hatte er sich wieder im Mannschaftstraining befunden, in den zwei Wochen vorher gab’s für ihn erste Laufeinheiten. „Davor habe ich zuhause ein bisschen was auf dem Ergometer machen dürfen.“ Schon am Sonntag zuvor gegen den TuS Sinsen (0:1), im ersten Spiel nach Hofmann, hatte Wortmann auf einen Einsatz Schmidts gehofft und wollte mit ihm ein Pendant schaffen zu Routinier Sebastian Stroemer, der auf der linken Seite wieder ins Team gerutscht war. Doch die Physiotherapeutin legte ihr Veto ein, denn: „Da war das Knie noch zu instabil. Klar, ich merke immer noch ein bisschen, aber ich wollte der Mannschaft heute unbedingt helfen“, sagte Schmidt. Eine Überbelastung des Gelenks befürchtet er nicht: „Am Ende wurde es ein bisschen eng, aber bisher ist alles okay. Ich hoffe, das bleibt in den nächsten Tagen so.“

Schmidt sieht positive Entwicklung

Die Entwicklung der Mannschaft nach der schwierigen Zeit im September und Oktober – mit nur einem Sieg in Mesum – schätzt Schmidt sehr positiv ein. „Man hat trotz der Niederlage in Sinsen schon gemerkt, dass sich vieles deutlich verbessert hat. Das Training ist wesentlich intensiver, es macht mehr Spaß, alle sind motivierter. Ich hoffe, das geht erst mal bis zur Winterpause auch für mich so weiter.“

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