Fußball-Oberliga

Wie der Fels in der Brandung: So stark verlief das Comeback von Rhynerns Polk

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Patrick Polk, hier rechts im Duell mit RSV-Stürmer Andreas Spais, zeigte nach zehnmonatiger Zwangspause eine starke Leistung.

So schwach der Auftritt des SV Westfalia Rhynern beim 1:1 in Meinerzhagen auch war, es gab auch einige wenige Lichtblicke. Einer davon war Patrick Polk, der zehn Monate nach seinem am 12. Oktober in Ahlen erlittenen Kreuzbandriss ein starkes Comeback feierte.

Meinerzhagen – Es schien so, als habe es diese Verletzung am rechten Knie nie gegeben. Patrick Polk stand bei den zahlreichen Angriffen des RSV Meinerzhagen wie der Fels in der Brandung. 

Egal, ob mit dem Kopf, mit dem Fuß, im Laufduell oder per Grätsche – der 26-Jährige, der im Sommer 2017 von der TSG Sprockhövel zur Westfalia gewechselt war, warf sich immer wieder den Stürmern des Aufsteigers entgegen, bügelte die vielen Fehler seiner Mitspieler aus und hatte großen Anteil daran, dass die Rhyneraner in den 94 Minuten nur ein Gegentor kassierten. „Das hat Polki richtig gut gemacht“, gab es daher auch ein Extralob von Trainer Michael Kaminski. „Das sah so aus, als sei er nie verletzt gewesen.“

Kreuzbandriss beim Spiel in Ahlen

Es sind lange und harte Monate, die hinter Polk liegen. Zuerst war sein Kreuzbandriss, den er sich im Wersestadion zugezogen hatte, als ein Gegenspieler auf ihn gefallen war, konservativ behandelt worden. Doch nach acht Wochen merkte er, dass sein Knie nicht stabil genug ist, um im Wettkampfsport zu bestehen. 

Daher ließ er sich im Januar operieren und absolvierte anschließend die nach dieser Verletzung unablässige Reha. Anfang Juli stieg er mit der Mannschaft des SV Westfalia in das Vorbereitungstraining auf die neue Saison ein und hat die Einheiten ohne Probleme bestritten, so dass es für Kaminski klar war, dass er Polk am Sonntag von Anfang an spielen ließ. „Für mich war es ein schönes Gefühl, endlich wieder in der Meisterschaft auf dem Platz zu stehen“, meinte der Innenverteidiger nach dem Remis im Sauerland. „Ich hatte mich sehr auf diesen Tag gefreut und habe das sehr genossen.“

„Wir haben noch viel Arbeit vor uns“

Weniger zufrieden war er allerdings mit der spielerischen Leistung, die die Westfalia in Meinerzhagen vor 600 Zuschauern gezeigt hatte. „Meinerzhagen hat uns in der ersten Halbzeit gezeigt, wie es geht und wie man so ein Spiel angeht. Wir dagegen waren zu ängstlich und haben keinen Druck entwickelt. Daher ging das 0:1 auch völlig in Ordnung“, analysierte er – und fügte hinzu: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ 

Auch er selbst hat noch ein wenig aufzuholen. So gibt er zu, dass ihm noch ein wenig die Spritzigkeit fehlte, um endgültig zu alter Stärke zurückzufinden. „Aber das wird durch jede Trainingseinheit und natürlich jedes Spiel, das ich bestreite, besser. Ich denke, ich bin da auf einem guten Weg, wenn jetzt der Rhythmus wiederkommt“, betont Polk, der am Sonntag sein 150. Spiel im Seniorenbereich bestritten hat.

Dass nach seiner starken Vorstellung allein in dieser Saison noch zahlreiche Einsätze dazukommen, steht wohl außer Frage. Polk ist jedenfalls bereit für die kommenden Aufgaben, der SV Westfalia war es allerdings nur bedingt. Das ist aber allen Beteiligten bewusst. „Wir haben am Ende Moral gezeigt und können das für die kommenden Aufgaben mitnehmen“, sagt Polk und hofft, dass er und seine Mitstreiter am Sonntag zuhause gegen den TuS Erndtebrück eine bessere Vorstellung abliefern und den ersten Dreier einfahren.

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