Eishockey

„Ostergeschenke“ der Hammer Eisbären

Tobias Schwab (rotes Trikot) traf beim 3:5 gegen die EG Diez-Limburg zweimal für die Eisbären.
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Tobias Schwab (rotes Trikot) traf beim 3:5 gegen die EG Diez-Limburg zweimal für die Eisbären.

Zwei Tage nach dem Überraschungscoup in Erfurt standen die Hammer Eisbären am Sonntagabend mit leeren Händen da. Gegen den Mitaufsteiger EG Diez-Limburg kassierte das Team von Trainer Ralf Hoja in der Eishockey-Oberliga eine 3:5 (1:3, 1:1, 1:1)-Niederlage, über die sich der Coach nach der Schlusssirene mächtig ärgerte. „Das lag ja nicht an deren Qualität, sondern das war unsere Blödheit. Wir haben hier ja schon Ostergeschenke verteilt“, sagte Hoja.

Hamm - Weiter ohne den früheren DEL-Spieler Kevin Orendorz und auch ohne den gesperrten Michal Spacek mussten die Eisbären in die Partie gehen – und lagen schon nach zwei Minuten zurück. Ohne dass die Hammer auch nur einmal aus dem eigenen Drittel gekommen waren, brachte Dominik Patocka den Mitaufsteiger schon in der zweiten Minute mit 0:1 in Front. „Wir waren nicht nur in dieser Anfangsphase, sondern in den ersten 40 Minuten sehr fahrig“, analysierte Hoja später.

Schnell vom Rückstand erholt

Der Ligaletzte zeigte sich von diesem frühen Schock aber schnell erholt und kam nur vier Minuten später zum Ausgleich, als Mike Ortwein mit einem Schuss in den Winkel das 1:1 markierte (6.). Anschließend hatten die Eisbären sogar gute Chancen, in Front zu gehen. Doch ein Schuss von Milan Svarc landete an der Latte (9.), und Thomas Lichnovksy wurde im letzten Moment von Gästegoalie Louis Busch gestoppt (10). „Wir haben unsere Chancen nicht verwandelt. Wenn man so ein Spiel gewinnen will, müssen die reingehen“, meinte Hoja.

Noch größer war der Ärger bei den Hammer, als sie in der elften Minute in Rückstand gerieten. Ein einfacher Querpass von Patocka reichte aus, um die Abwehr der Gastgeber komplett aus den Angeln zu heben, so dass Lorenzo Valenti mühelos das 1:2 erzielte (11.). Und damit nicht genug. Nachdem Thomas Matheson (12.) und Konstantin Firsanov (14.) jeweils am Pfosten gescheitert waren, packte Diez-Limburg in der 20. Minute noch einmal den gleichen Spielzug aus, der schon zum zweiten Treffer geführt hatte. Erneut passte Patocka den Puck von außen quer vor das Eisbären-Gehäuse, wo dieses Mal Marc Zajic nur noch seinen Schläger zum 1:3 hinhalten musste. „Ich hatte das Gefühl, der Tank bei den Jungs war vom Kopf her nur halb voll“, so Hoja.

Chancen nicht genutzt

Auch im Mitteldrittel erwischten die Gastgeber wieder einen schlechten Start, gerieten in der 25. Minute nach einem Treffer von Thomas Matheson mit 1:4 in Rückstand. Doch die Hammer zeigten Moral, erhöhten die Schlagzahl und übten eine Menge Druck auf das EG-Tor aus. Nur mit dem Toreschießen haperte es trotz guter Möglichkeiten. Entweder waren die Schüsse der Eisbären zu ungenau oder sie scheiterten an Gästegoalie Busch. Erst in der 37. Minite gelang dem Schlusslicht der zweite Treffer. Nach Zuspiel von Ibrahim Weißleder verkürzte Tobias Schwab auf 2:4 und sorgte noch einmal für Spannung in der Partie.

Empty-Net-Goal zur Entscheidung

Als dann Kevin Thau Tobias Schwab bediente und der zum 3:4 traf, waren die Eisbären tatsächlich zurück im Spiel. Doch zum erhofften Ausgleich kam es letztlich nicht mehr – trotz aller Bemühungen und einer zweimaligen Überzahlsituation in der Schlussphase. Als Hoja in den letzten 30 Sekunden seinen Goalie Sebastian May vom Eis nahm und die Hammer aber den Puck verloren, machte Kevin Lavallee 0,4 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Empty-Net-Goal zum 3:5 alles für die Gäste klar.

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