Tischtennis

Europäisches Nachwuchstalent für den TTC GW Bad Hamm

+
Der nächste talentierte GW-Neuzugang: Der 18-jährige Belgier Olav Kosolosky wird für den Hammer Zweitligisten antreten.

Der nächste Neuzugang für Tischtennis-Zweitligist TTC GW Bad Hamm steht fest. Und wieder kommt er aus Belgien.

Hamm - Als Martin Vatheuer im Winter die Suche nach Verstärkungen für den TTC GW Bad Hamm bei seinem routinemäßigen Videostudium der internationalen Tischtennis-Szene verstärkte, stieß der Vorsitzende des Zweitliga-Vertreters auf einen für seinen Klub bisher blinden Fleck auf der Landkarte: Belgien. 

Noch nie haben die Grünweißen in ihrer langen Geschichte in der ersten und zweiten Bundesliga einen belgischen Spieler im Kader gehabt. In der kommenden Saison werden es gleich zwei sein. Denn neben Laurens Devos, den der Verein bereits in der vergangenen Woche als neue Nummer zwei des Bundesligateams bekannt gab, bestätigte Vatheuer jetzt mit Olav Kosolosky einen zweiten talentierten Nachwuchsmann aus dem Nachbarland. „Olav gehört wie Laurens zu den besten Jugendspielern Europas“, freut sich der GW-Vorsitzende, mit dem 18-Jährigen einen weiteren Hoffnungsträger seines Sports nach Hamm gelotst zu haben. „Wir haben ihn verpflichtet, als die Vertragsverlängerung von Pavel Platonov noch in den Sternen stand. Daher habe ich gedacht, wir müssen möglichst ausgeglichen besetzt sein, falls Pavel uns verlassen würde. Dann ist Pavel geblieben – und von daher sind wir jetzt sogar sehr ausgeglichen besetzt.“

Der Handschlag kam noch vor der Corona-Krise: Eine persönlichen Begegnung in einem Hotel im niederländischen Eindhoven und ein gutes Gespräch reichten aus, um bei Vatheuer ein gutes Gefühl zu verbreiten und bei Kosolosky den Wunsch zu wecken, seinen nächsten Karriereschritt in Hamm zu wagen. „Ich gucke ja immer im Internet, welche Spieler für uns interessant sein könnten, welche Ergebnisse sie erzielen“, sagt Vatheuer. Und was er von dem jungen Belgier gesehen hat, gefiel ihm. „Die Videos habe ich für gut befunden und dann Kontakt zu ihm aufgenommen. Dann hat sich das schnell konkretisiert.“

An Position vier gesetzt

Kosolosky wird für die Grünweißen an Position vier antreten und komplettiert damit den Stamm der Mannschaft, die am oberen Paarkreuz mit Pavel Platonov und Laurens Devos sowie am unteren mit Gerrit Engemann an Position drei in die Saison starten wird, die voraussichtlich im September beginnen soll.

Wie Devos ist Kosolosky Linkshänder, und auch seine Spielanlage ist ähnlich angelegt wie die seines Landsmanns. „Beide spielen sehr druckvoll und nah am Tisch“, sagt Vatheuer. „Sie haben eine ähnliche Technik, einen ähnlichen Spielaufbau.“

Aktuell ist der 18-Jährige in der Weltrangliste der Jugend an Position zwölf und bei den Männern an 383 gelistet. Doch wenn es nach ihm geht, dann soll das noch längst nicht das Ende sein, „Ich möchte irgendwann einmal zu Olympia und es in die Top 50 der Welt schaffen“, gibt der im belgischen Kruibeke geborene Nachwuchsmann, der mit 14 zum Erstligisten Sokah Hoboken gewechselt ist, als Ziel an. Dort spielte er bis jetzt in der ersten belgischen Liga, der Super Division und trainiert gemeinsam mit Devos in Leuven in einem Tischtennis-Zentrum.

Auch international Fußspuren hinterlassen

Dabei hatte der Linkshänder ursprünglich als Tennisspieler begonnen. „Ich habe mit acht Jahren angefangen“, erinnert er sich. „Mein Vater hat mich trainiert. Dann war ich in einem Tryout-Tischtennis-Trainings-Camp. Das hat mir gut gefallen, und ich bin dabei geblieben.“ Als es dann ernster mit dem kleineren Ball wurde, „musste ich dann mit dem Tennis aufhören, weil ich nach Leuven gekommen bin“.

In der vergangenen Saison hat Kosolosky „nur drei, vier Spiele verloren“, sagt Vatheuer. Und auch international hat er erste Fußspuren hinterlassen. Platz drei erreichte er mit Belgien bei der Jugend-Mannschafts-WM, im Einzel kam er unter die letzten 32. Und mit seinem Sieg gegen den Rumänen Cristian Pletea vom deutschen Erstligisten 1. FC Saarbrücken-TT (Nummer 77 der Welt) hat er bewiesen, dass er an einem guten Tag bereits in der Lage ist, einen Top-Spieler zu bezwingen. „Ich traue ihm durchaus eine positive Bilanz bei uns zu“, sagt Vatheuer, der sein Team damit sehr gut aufgestellt sieht – auch wenn er den Aufstieg in die 1. Bundesliga nach wie vor nicht anpeilen will. „Mit Blick darauf, dass die 2. Liga noch ausgeglichener wird, denke ich, dass wir wieder unter den ersten fünf Teams landen können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare