Fußball

Offizieller Start bei Westfalia Rhynern

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Die Neuen im Westfalia-Kader: Trainer Michael Kaminski (oben von links) begrüßte Jonas Michler, Eduard Probst, Fabian Helmich, Tom Franke, Co-Trainer Julian Stöhr sowie (unten von links) Patrick Franke, Oussama Daoudi, Jan Trahe, Gianluca Di Vinti und Dennis Gutsche.

Die neunte Einheit seit Wiederaufnahme des Trainings am Freitagabend bedeutete für Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern den Auftakt zur heißen Vorbereitungsphase auf die Saison, die am Sonntag, 6. September, beginnen soll. Die Freude war Trainer Michael Kaminski und seinen Spielern dennoch deutlich zu anzusehen.

Hamm – Kaminski hatte sichtlich Spaß. Mit einem leichten Dauerlächeln auf den Lippen verteilte der Westfalia-Coach seine Trainingshütchen auf dem Sportplatz am Papenloh – coronagerecht mit Sicherheitsabstand. In den vergangenen drei Wochen waren seine Spieler stets freiwillig zum Training erschienen. Ein wenig Torschusstraining, lockere Technikübungen und ganz viel spielen stand in dieser Zeit auf dem Anti-Corona-Frust-Rezept, das Kaminski seinen Akteuren verordnet hatte – dreimal wöchentlich, montags, mittwochs und freitags. „Da ging es darum, sich einfach wieder an Ball und Platz zu gewöhnen und zu beschnuppern, ohne groß taktische Dinge zu machen“, sagt der Coach. „Wir haben viel vor dem Tor gearbeitet.“

 Spätestens ab Montag wird der Trainer die Zügel deutlich anziehen, um eine möglichst fundierte Grundlage für eine erfolgreiche Saison zu legen. „Wir ziehen das jetzt einfach durch, egal, ob sich am Meisterschaftsbeginn noch etwas ändern sollte“, sagt er. „Die Einheiten werden ein bisschen ungemütlicher – auch mit Blick auf den Kreispokal.“

 Bei 70 bis 75 Prozent schätzt der Trainer den aktuellen Leistungsstand seiner Akteure ein, „jetzt müssen wir sie dahin kriegen, dass jeder bei 100 Prozent ist, wenn es losgeht. Aber die Jungs kennen das ja. Und wir werden natürlich trotzdem weiter mit dem Ball arbeiten.“ 

Eine Platz noch nicht besetzt

Mit Ausnahme von Urlauber Ramazan Korkut waren alle Spieler des Kaders am Freitag auf dem Platz – darunter sechs externe Neuzugängen und vier aus der eigenen Jugend. „Stand jetzt gehen wir mit einem 24-Mann-Kader in die Saison“, sagt der Coach, schränkt aber sofort ein, dass „unser Sportlicher Leiter Andreas Kersting und ich weiter Ohren und Augen aufhalten werden. So dass möglicherweise noch einer dazu kommen kann.“ 

Am Freitag gönnte Kaminski seinen Akteuren zum Ende der Einheit ein 3x15-minütiges Abschlussspiel mit elf gegen elf auf dem ganzen Platz – auch, damit sie wieder ein Gefühl für die Spielsituation bekommen, bevor es am Samstag um 15 Uhr beim TuS Sinsen erstmals wieder im Trikot zur Sache geht. 

Die Zusammenarbeit mit seinem neuen Co-Trainer Julian Stöhr, der den zu RW Ahlen abgewanderten Salvatore Gambino ersetzt, empfindet Kaminski als „sehr harmonisch. „Er bringt viele Ideen mit ein – das scheint zu passen“, sagt der Cheftrainer. „Es ist sehr wichtig, dass man einen Co-Trainer hat, dem man vertrauen kann, weil er ja auch eigenständig mit den Spielern arbeiten muss.“

Baustelle Innenverteidigung

 Die größte Baustelle, die sich bei der Westfalia durch die personellen Wechsel in der Sommerpause aufgetan hat, ist die Innenverteidigung. Denn mit Jeffrey Malcherek und Patrick Polk haben zwei wichtige Spieler auf dieser Position den Verein verlassen. „Wir haben mit Tim Neuman immer noch einen super Innenverteidiger“, setzt Kaminski darauf, dass sich die Automatismen schnell wieder so einspielen wie in der Vorsaison, als die Westfalia die stärkste Defensive der Liga stellte. „Zudem haben wir ja noch Marvin Joswig, der das gelernt, hat und Christopher Stöhr der das auch kann. Oder Fabian Hellmich, der ja aus der A-Jugend kommt. Wir wollen die Jungen Leute heranführen. Das ist meine Aufgabe als Trainer in Rhynern.“

 Zahlreiche Testspiele hat Kaminski vereinbart. Neu im Plan ist die Partie am 1. August um 15 Uhr beim Regionalliga-Aufsteiger SC Wiedenbrück. Ein, zwei weitere Partien können noch dazu kommen. Ziel ist es in der neuen Saison, so schnell wie möglich die Punkte einzufahren, um sich von der unteren Tabellenregionen fernzuhalten. „Du weißt ja auch nicht, wie der Modus letztlich sein wird“, sagt er. „Vor allem aber wollen wir einen erfrischenden Fußball spielen. Wie im vergangenen Jahr. 

Kehrtwende beim Verband

Eigentlich wollte Michael Kaminski im ersten Test beim Westfalenligisten TuS 05 Sinsen (Samstag/15 Uhr) den kompletten Kader einsetzen. Doch daraus wird nichts. Nachdem Manfred Schnieders, Vizepräsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW) am Dienstag via FLVW-Homepage ankündigte, dass die Vereine in Testspielen beliebig viele Akteure einsetzen dürften, kam jetzt der Rückzieher. Die Meldung wurde von der Seite genommen, und die Vereine erhielten die Mitteilung, dass nicht mehr als 15 Spieler pro Team erlaubt seien. „Wir werden trotzdem mit allen Spielern nach Marl fahren“, sagt Kaminski. „Einige werden dann aber nur laufen.“

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