HSV-Serie endet nach 0:3-Niederlage in Marl-Hüls

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Yakub Köse kehrte nach seiner Gelbsperre in die Mannschaft der Hammer SpVg zurück.

Marl - Die Serie der Hammer SpVg ist gerissen. Nach drei Spielen ohne Niederlage kassierte der Fußball-Oberligist am Freitagabend eine 0:3 (0:0)-Niederlage beim TSV Marl-Hüls und verlor zu allem Überfluss auch noch ihren besten Torschützen.

Hugo Magouhi sah beim Stand von 0:0 nach einem Handspiel Gelb-Rot (50.) und wird der HSV in der nächsten Partie gegen den TuS Ennepetal fehlen. „Der Platzverweis war der Knackpunkt“, sagte der sichtlich enttäuschte Trainer Ferhat Cerci nach Spielschluss.

Der 34-Jährige hatte seine Start-Elf gegenüber der Partie gegen die SF Siegen (3:3) wie erwartet auf zwei Positionen geändert. Der zuletzt gelbgesperrte Regisseur Yakup Köse und Amadeus Piontek rückten für Serafettin Sarisoy und Kevin Thume in die Startformation der Gäste, die in der Anfangsphase das geistig wie körperlich flinkere Team waren – und das gefährlichere. Nach nur drei Minuten klatschte eine Flanke von Roman Maciejak auf die Latte. Kurze Zeit später bediente der auffällige Rechtsaußen Giacomo Serrone, der in zentraler Position allerdings zu wenig Druck in seinen Kopfball bekam (6.). Auch in der Folge war es Serrone, der mit Schüssen für brenzlige Situationen sorgte (12., 29.).

Und die Gastgeber? Knüpften zunächst an die zuletzt schwachen Leistungen gegen Schlusslicht Zweckel (1:2) und Ennepetal (0:1) an. Spielmacher Sebastian Westerhoff blieb blass; die HSV kontrollierte das Geschehen in der eigenen Hälfte und darüber hinaus. Nur einmal geriet der Kasten von Keeper Dimitar Nikolov in Gefahr, als ein Schuss von TSV-Torjäger Michael Smykacz den Pfosten touchierte (14.). Mitte der ersten Halbzeit verblasste die ohnehin nicht sehr prickelnde Begegnung. Tayfun Cakiroglus kapitaler Fernschuss (40.) läutete eine wieder etwas lebendigere Schlussphase ein. Es blieb jedoch beim 0:0 zur Pause. „Wir waren die bessere Mannschaft. Wir haben kaum Chancen zugelassen und hätten 2:0 führen müssen“, ärgerte sich Cerci.

TSV-Trainer Michael Schrank hatte den Seinen in der Kabine offenbar den Marsch geblasen. Die zuvor tranigen Marler zeigten sich nach Wiederanpfiff leichtfüßig und angriffslustig. Felix Sadlowski feuerte einen Schuss aus 18 Metern ab (46.), kurz darauf wurde Nikolov aus spitzem Winkel von Egzon Kadrija geprüft (48.). Nach Gelb-Rot gegen Magouhi (51.) – Schiedsrichter Philipp Dräger hatte ein absichtliches Handspiel gesehen – trat Westerhoff erstmals groß in Erscheinung. Sein Freistoß klatschte gegen den Innenpfosten (56.), ein weiterer Schuss kurz darauf wurde abgefälscht (58.). Der TSV-Regisseur war es schließlich auch, der das 1:0 einleitete. Sein Freistoß erreichte Innenverteidiger Lukas Diericks, der nur noch den Fuß hinhalten musste, um Nikolov zu überwinden (60.). Die HSV steckte nicht auf und ging trotz Unterzahl zum Angriff über. Eine Kombination über Semih Yigit und Serrore führte auch fast zum 1:1 durch Emre Demir (66.).

Die Hoffnung auf ein Comeback wehrte indes nur kurz, denn nach einem ungeschickten Rempler von Tayfun Cakiroglu gegen Niklas Baf entschied Dräger auf Elfmeter, den Westerhoff rechts hoch zum 2:0 in die Maschen jagte (70.). Das war die Entscheidung, aber noch nicht das Ende. Fünf Minuten später erhöhte Smykacz auf 3:0 (75.). Nikolov verhinderte gegen Baf eine höhere HSV-Niederlage (84.).

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