Kaminski will das Ergebnis richtig einordnen

Lennard Kleine ließ diese gute Möglichkeit für Rhynern im Test gegen Ahlen aus.
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Lennard Kleine ließ diese gute Möglichkeit für Rhynern im Test gegen Ahlen aus.

Rhynerns Trainer konnte sich mit dem Ergebnis nach dem Test gegen Rot Weiss Ahlen nicht anfreunden, weil seine Mannschaft selbst so viele gute Möglichkeiten ausließ. Vier Tore war die Westfalia keineswegs schwächer als der Regionalligist.

Hamm – „Endlich nach Monaten wieder einmal ein Heimspiel am Papenloh“, freute sich Westfalia Rhynerns Vorsitzender Arnulf Kleine. Überrascht war er auch darüber, dass sich 250 Fußball-Freunde dieses lange vermisste Ereignis bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Abendtemperaturen nicht entgehen lassen wollten. Lediglich beim Trainer des Oberligisten, Michael Kaminski, wollte nach dem Schlusspfiff keine große Freude aufkommen. Mit dem 0:4 (0:2) gegen den Regionalligisten Rot Weiss Ahlen wurde seine Mannschaft weit unter Wert geschlagen.

„Mir war klar, dass wir nicht nur mit Siegen durch die Vorbereitung marschieren werden“, meinte der Westfalia-Coach nach der ersten Niederlage im vierten Testspiel. „Doch wir werden dieses Ergebnis richtig einordnen“, erklärte der Trainer, der in dem klassenhöheren Konkurrenten keineswegs einen übermächtigen Gegner sah. „Dass Ahlens Schlussmann viel mehr Bälle halten musste als unser Torwart sagt doch alles“, meinte Kaminski. „Ahlen hat einfach abgezockter agiert, die Chancen eiskalt genutzt, während sich meine Mannschaft trotz der zahlreichen Möglichkeiten für die ansprechende Leistung nicht mit zwei oder drei möglichen Toren belohnt hat.“

Nur eine Viertelstunde dominant

Nur in der ersten Viertelstunde agierte der Regionalligist dominant. Abwehrspieler Rene Lindner setzte einen Kopfball nach einem Freistoß (12.) nur knapp über das Tor. Der erste richtig clever vorgetragene Angriff der Ahlener führte gleich zum 0:1 (16.) Nach einem Steilpass ging Romario Wiesweg auf der rechten Seite auf und davon und passte quer in den Strafraum. Gianluca Marzullo war mitgelaufen und musste den Ball nur noch über die Linie schieben.

Die Westfalia legte danach mehr und mehr den Respekt ab, erkannte, dass die Rot Weissen vor allem bei hohen Bällen in den Strafraum Orientierungsprobleme im Abwehrverbund besaßen. Immer wieder versuchte es Rhynern daher mit schnellen Gegenstößen über die Außenbahnen. Zunächst scheiterte Lennard Kleine nach einem weiten Einwurf von Wiese freistehend per Kopfball am glänzend reagierenden RW-Schlussmann Martin Velichkov. Bei einen weiteren Einwurf von Wiese fand auch Tim Lorenz bei seinem Versuch mit der Stirn in Velichkov seinen Meister (31.). Erst nach 42 Minuten kam Ahlen mal wieder gefährlich vor das Tor der Westfalia – und schon stand es 0:2 durch Sebastian Mai, der freistehend auch noch Keeper Hahnemann umspielte.

Trotz zahlreicher Wechsel im zweiten Durchgang spielte Rhynern – wie zuvor vom Trainer gewünscht – weiter mit und mutig nach vorn, auch wenn der besonders auffällig agierende Wiesweg früh das 0:3 (49.) markierte. Danach war Wiesweg gleich wieder im eigenen Strafraum gefordert und musste nach einem Schuss von Rhynerns Eduard Probst für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie retten (55.). Tom Franke (63.) und Hakan Sezer (71.) liefen danach jeweils allein auf Velichkov zu, konnten den starken Ahlener Torhüter aber auch nicht überwinden.

Kollektiver Tiefschlaf beim 0:4

Absolut ärgerlich aus Sicht des Westfalia-Trainers fiel das 0:4 (75.). Der Hammer Schiedsrichter Philipp Werner hatte kurz vor dem Strafraum auf Freistoß entschieden. Einschließlich Schlussmann Alexander Hahnemann befand sich Rhynerns Team im kollektiven Tiefschlaf. Patrik Twardzik erkannte die Situation blitzschnell und schoss den Ball direkt ins leere Tor der Gastgeber.

„So ein Treffer darf einfach nicht fallen“, echauffierte sich Kaminski, der aber ansonsten mit der Leistung seiner Mannschaft keineswegs unzufrieden war. „Wir wissen aber, dass wir bis zum Saisonstart Ende August weiter intensiv arbeiten müssen. Das werden wir auch in dieser Wochen fortsetzen. Ahlen ist in der Vorbereitung ja schon viel weiter als wir.“ Was sich allerdings keineswegs auf dem Platz, sondern am Ende lediglich im Ergebnis niederschlug.

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