Rhynern feiert gegen Lippstadt vierten Sieg in Serie

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Salvatore Gambino schießt zum 2:0 für Rhynern gegen Lippstadt ein.

Hamm - Björn Mehnert hatte die bunte Strickmütze zwar tief ins Gesicht gezogen, doch das breite Grinsen des Trainers des SV Westfalia Rhynern war deutlich zu sehen. Und hatte seinen guten Grund. Nur drei Tagen nach dem 4:2-Erfolg über den Tabellendritten Neuenkirchen schlug der Oberligist vor 425 Zuschauern am Papenloh auch den ambitionierten Zweiten SV Lippstadt verdient mit 2:1 (1:0) und setzte damit die Klettertour in der Tabelle fort.

„So kann es weitergehen“, freute sich Mehnert nach dem vierten Sieg im vierten Spiel des Jahres. „Es war zwar keine gute Partie, doch das war bei drei Spielen innerhalb von wenigen Tagen auf diesem Boden auch nicht zu erwarten“, meinte der Coach, der vor allem Kompaktheit und Effizienz seiner Mannschaft lobte. Die Westfalia machte aus drei Chancen zwei Tore, ließ auf der Gegenseite so gut wie nichts zu.

Gegenüber der Partie am Donnerstag nahm Mehnert zwei Änderungen in der Startformation vor. Für Christoph Debowiak und Tim Neumann durften diesmal Robin Hoffmann und David Schmidt beginnen. Die „sanfte Rotation“ begründete der Trainer mit den vielen englischen Wochen, die Rhynern angesichts des Nachholprogramms bestreiten muss. „Und heute hat man wieder gesehen, dass wir einen guten Kader haben, stets Qualität einwechseln können.“

Das war bei den Gästen aus Lippstadt, die gleich sechs Stammkräfte ersetzen mussten, darunter die beiden ehemaligen Rhyneraner Björn Traufetter (Gelbsperre) und Danilo (verletzt), nicht der Fall. Dem Titelanwärter fiel gegen die sicher t stehenden Platzherren von Beginn an nicht viel ein. Dagegen war die Westfalia gleich hellwach. Nachdem Salvatore Gambino nach drei Minuten noch aus spitzem Winkel an Lippstadts Schlussmann Jonas Drees gescheitert war, erwies sich Lennard Kleine kurz darauf beim 1:0 (6.) als eiskalter Vollstrecker. Nach einer Ecke von Robin Hoffmann verlängerte Adrian Cieslak den Ball per Kopf zu Kleine, der aus kurzer Distanz Drees keine Abwehrmöglichkeit ließ. Wer nun in der Folgezeit wütende Lippstädter Attacken erwartet hatte, wurde enttäuscht. Immer wieder rannten sich die Gäste in der starken Defensiv der Westfalia fest. Erst nach 39 Minuten flog überhaupt der erste Ball in Richtung Westfalia-Gehäuse. Nach einer Rechtsflanke von Moritz Kickermann köpfte Adrian Jevric das Leder freistehend über das Tor. Rhynerns Schlussmann Alexander Hahnemann wurde bis zur Pause nicht einmal ernsthaft geprüft.

Der Keeper sollte auch eine geruhsame zweite Hälfte erleben. Wieder waren es die Gastgeber, die sich als zielstrebigere Mannschaft erwiesen. Gleich die erste Chance nach dem Seitenwechsel wurde zum 2:0 (58.) genutzt. Thanh-Tan Tran spielte nach der Balleroberung durch Rhynerns Deckungsverbund einen direkten Pass genau in den Lauf von Gambino, der sich nicht mehr einholen ließ und platziert ins untere linke Eck einschob. Auch danach war vom Tabellenzweiten kein Aufbäumen zu erkennen. Kämpferischer präsentierte sich der Lippstädter Anhang, der trotz des deutlichen Rückstandes die Mannschaft bis zur letzten Minute lautstark unterstützte. Und zumindest am Ende wenigstens ein bisschen belohnt wurde.

Immerhin erspielten sich die Gäste drei Minuten vor dem Abpfiff ihre erste große Möglichkeit im Spiel überhaupt, doch der eingewechselte Roberto Fichera scheiterte aus spitzem Winkel an Torhüter Hahnemann. Der war dann in der Nachspielzeit beim Anschlusstreffer machtlos. Nach einem Handspiel von David Schmidt zirkelte Jevric den direkten Freistoß aus 22 Metern genau in das linke Dreieck. Wenige Sekunden später war Schluss. Mit 33 Punkten kann Rhynern jetzt gelassen dem Saisonendspurt entgegenblicken.

Der Oberliga-Staffelleiter hat das Derby zwischen dem SV Westfalia Rhynern und der Hammer SpVg inzwischen offiziell angesetzt. Beide Vereine haben sich auf Mittwoch, 4. Mai, 19.30 Uhr als Nachholtermin geeinigt.

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