Oberliga-Team hebt die Stimmung der Eisbären

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Daniel Galonska

HAMM -  Die Zeiten sind schwer für die Hammer Eisbären. Doch zumindest für 48 Stunden rückten am Wochenende die Zukunftssorgen des von der Schließung der Eishalle bedrohten Eishockeyclubs in den Hintergrund. Mit Auswärtssiegen über die Frankfurter Löwen 1b (8:2) und die Moskitos Essen (3:2) entfachten die Oberliga-Spieler Euphorie unter den Fans.

„Danke Eisbären, danke“ riefen sie von der Tribüne am Essener Westbahnhof herunter auf das Eis, wo Stürmer Dino Gombar und der überragende Goalie Thomas Mende vor Freude tanzten.

„Nach den ersten Zeitungsberichten über die Halle haben wir uns schon Sorgen gemacht. Aber dann haben wir gesagt, dass wir uns darum nicht kümmern. Daran arbeiten bei uns gute Leute. Unser Job ist es, auf dem Eis Außenwerbung für das Hammer Eishockey zu machen. Je besser wir spielen, je mehr Menschen hinter uns stehen, desto größer sind unsere Chancen in der Hallenfrage“, sagt Trainer Daniel Galonska.

Was seine Mannschaft bei ihrem ersten Sechs-Punkte-Wochenende dieser Saison zeigte, war in der Tat beste Werbung. In Frankfurt zeigte sie ein offensiv furioses Mitteldrittel (6:1 Tore) und bei den klar favorisierten Essenern eine bemerkenswerte Abwehrleistung. „Nach unserer 1:0-Führung hat sich eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Jeder ist über sich hinausgewachsen“, sagt Galonska. Zwar kassierte sein Team um den überragenden Mende zu Beginn des zweiten Abschnitts schnell das 2:2, doch die Eisbären wehrten sich weiterhin nach Kräften – und wurden kurz vor Schluss mit dem Siegtreffer durch Ibrahim Weißleder belohnt. „Noch vor zwei, drei Wochen haben wir nach Gegentoren die Köpfe gesenkt. Ich hoffe, dass wir darüber jetzt hinweg sind“, so der Trainer.

Das neue Selbstbewusstsein der Hammer soll am Freitag (20 Uhr) in eigener Halle Schlusslicht Neuss zu spüren bekommen. „Das Feiern vom Wochenende ist vorbei. Wir werden wieder alles daran setzen zu gewinnen, aber das wird ein unangenehmes Spiel“, glaubt Galonska. Ein sportliches Ziel für den Rest der Vorrunde will er weiterhin nicht ausgeben: „Wir schauen von Partie zu Partie. Wegen der nicht vorhandenden Saisonvorbereitung spielen wir komplett ohne Druck.“ Und das gar nicht schlecht. - sst

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