Rhynern überrascht bei Meister Bielefeld II

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Michael Wiese (hinten) sorgte gestern im Auswärtsspiel von Westfalia Rhynern bei der zweiten Mannschaft von Arminia Bielefeld früh für die 1:0-Führung.

BIELEFELD ▪ Als Schiedsrichter Philip Holzenkämpfer die vorgezogene Partie abgepfiffen hatte, hatten die Oberliga-Fußballer des SV Westfalia Rhynern allen Grund, stolz auf ihre Leistung zu sein. Schließlich sorgte das Team von Trainer Björn Mehnert am Samstag für eine riesengroße Überraschung.

Die Hammer schlugen die bereits als Meister feststehende zweite Mannschaft des DSC Arminia Bielefeld mit 2:1 (2:1) und knackten den Heimnimbus der Ostwestfalen. Es war die erste Niederlage der U23 auf eigenem Platz – im 15. Heimspiel – und die erste nach der Winterpause. Die Bielefelder hatten zuvor alle 13 Rückrundenspiele für sich entschieden.

Und der Erfolg „war verdient“, sagte Trainer Björn Mehnert. „Wir haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, haben hoch und offensiv verteidigt.“ Damit hatten die Gastgeber nicht gerechnet. „Sie konnten sich nicht entfalten“, meinte Mehnert und lobte seine Jungs für die „sehr hohe Laufbereitschaft“.

Rhynern ging früh in Führung. Bereits in der 5. Minute war Michael Wiese nach einer Ecke per Kopf zur Stelle. Kurz darauf scheiterte Thorben Menne an der Latte (7.). Im Anschluss lief Denis Rödel zwei Mal allein aufs Tor der Arminia zu, vergab seine Chancen aber. In der 34. Minute glich Bielefeld aus – und wie. „Ein Tor des Monats“, sagte Mehnert. Kapitän Andre Kording traf volley aus gut 35 Metern in den Winkel (34.). „So was kann man nur schwer verteidigen.“ Felix Bechtold brachte die Hammer kurz vor der Pause aber erneut in Führung (40.). Auch nach der Pause hatten die Arminen, die mit Verstärkungen aus dem Zweitliga-Kader und aus der Bundesliga-A-Jugend antraten, keine Torchancen. „Wir waren die letzten 20 Minuten nur in der eigenen Hälfte“, so Mehnert. Trotzdem blieb es beim 1:2. Ärgerlich war die Rote Karte für Rödel wegen einer angeblichen Tätlichkeit (80.). Auch Bielefelds Anass Achahbar sah Rot (80.)

Rhynern: Klemmer, Krellmann, Schmidt, Menne, Bengsch, Apolinarski, Bechtold, Rödel, Wurst, Yavuz, Wiese (eingewechselt: Cabuk, Neumann, Seludko) ▪ mak

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