Gespräche mit Stadt laufen

Kenston beruhigt die Fans der Hammer Eisbären

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Der Engländer Joseph Lewis stürmt auch in der kommenden Saison für die Hammer Eisbären.

HAMM - Das Nachrichten-Loch der vergangenen zwei Wochen hat für Unruhe unter den Hammer Eishockey-Fans gesorgt. Als dann zudem die Meldung verbreitet wurde, dass die Kenston-Unternehmensgruppe auch noch den Spielbetrieb bei den Duisburger Füchsen übernommen hat, wurden die Spekulationen immer wilder.

Doch Sebastian Uckermann, Chef des Kölner Unternehmens, beruhigt jetzt die Eisbären-Anhänger: „Wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert, wird in Hamm definitiv Oberliga-Eishockey gespielt.“

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Anfang Juli war die Kenston-Gruppe bei den Hammer Eisbären eingestiegen und anschließend darum bemüht, auch die Eishalle am Maximilian-Park in Werries zu übernehmen. Doch die Verhandlungen mit der Stadt Hamm scheiterten. Es gab hinter den Kulissen gegenseitige Schuldzuweisungen. Die Gespräche wurden daraufhin abgebrochen.

Inzwischen seien sich beide Seiten, so Uckermann, wieder etwas näher gekommen. „Wir haben einen Schlussstrich unter das gezogen, was zuvor war und konstruktive Gespräche geführt. Zunächst geht uns uns einzig und allein darum, den Spielbetrieb für die kommende Saison zu sichern. Und da sind wir auf einem sehr guten Weg“, erklärt Uckermann. Ob die Kenston-Gruppe in absehbarer Zeit die Eishalle übernehmen wird, ließ der Unternehmenschef offen. Nähere Details zu den Gesprächen mit der Stadt will er derzeit nicht verraten. „Wichtig ist nur, dass weiter in Hamm Eishockey gespielt wird. Und das dürfte jetzt sicher sein.“

Eine Oberliga-Mannschaft steht jedenfalls schon in den Startlöcher, versichert Uckermann. „Das Gerüst steht.“ Vom Team der Vorsaison werden lediglich Verteidiger Andre Mangold sowie die beiden Stürmer Joseph Lewis und Dennis Tausend bleiben. Ein weiter Top-Scorer aus dem alten Kader hat bereits zugesagt, ebenfalls weiter das Eisbären-Trikot zu tragen, doch fehlt noch die Unterschrift. „Und bevor die Tinte nicht trocken ist, werden wir nichts veröffentlichen“, beteuert Uckermann. Fakt ist aber, dass die Eisbären neben dem bereits von den Franfurter Löwen verpflichteten Björn Linda, dem wohl besten Oberliga-Goalie, auch einen weiteren Schlussmann fest an der Angel haben. Der 19-jährige Jannis Ersel wird zweiter Mann in Hamm. Ersel wurde in Hamburg geboren, erlernte das Eishockeys in der Füssener Nachwuchsschule und wechselte dann zu den Kölner Haien. Dort war er in der vergangenen Saison Stammkeeper des Haie-Talentschuppens in der Deutschen Nachwuchs-Liga, stand mit der Förderlizenz auch siebenmal in der Oberliga im Tor der Duisburger Füchse. Seinen künftigen Trainer Ralf Hoja kennt Ersel gut, durchlief er doch auch sämtliche Jugend-Auswahlteams des Deutschen Eishockey-Bundes.

Probleme, dass die Kenston-Unternehmensgruppe neben der Spielbetriebs-GmbH in Hamm auch die in Duisburg übernommen hat, sieht Uckermann übrigens nicht. Ganz im Gegenteil. Ihm schwebt in den kommenden Jahren eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem DEL-Vertreter Kölner Haie, dem Duisburger EV und den Hammer Eisbären vor. „Die Duisburger wollen wir in der kommenden Saison unbedingt in die DEL2 führen“, sagt Uckermann. „Mit Blick auf das Spieljahr 2015/16 könnten dann die Talente in Hamm in der Oberliga spielen, für die die DEL2 in Duisburg noch eine Nummer zu groß wäre.“ - P. Sch.

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