Unternehmensgruppe steigt ein

Oberliga-Eishockey in Hamm gesichert

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Der Chef der Kenston-Unternehmensgruppe, Sebastian Uckermann (links), stellte am Dienstag in der WA-Sportredaktion die beiden Geschäftsführer Barbara Oeking und Patrick Drees sowie den neuen Eisbären-Trainer Ralf Hoja (rechts) vor.

HAMM - Trotz der großen finanziellen Probleme am Ende der vergangenen Saison wird es weiter Oberliga-Eishockey in Hamm geben. Die Kenston-Unternehmensgruppe aus Köln steigt ab sofort bei den Eisbären ein und will dafür sorgen, dass die heimischen Kufencracks wieder ohne große Probleme im Umfeld auf Punktejagd gehen können.

„Wir sehen in den Eisbären ein langfristiges Projekt, wollen an diesem Standort erst einmal vernünftige Strukturen schaffen und dafür sorgen, dass die Oberliga nachhaltig gesichert werden kann“, erklärte Unternehmensleiter Sebastian Uckermann, dessen Kenston-Gruppe auch schon an den Eishockey-Standorten in Köln und Duisburg tätig ist.

Mit dem früheren Bundesligaspieler Ralf Hoja als Trainer und Sportlichen Leiter bringt das Unternehmen die nötige Fachkompetenz mit. Er wird nicht nur die erste Mannschaft betreuen, sondern sich in Zusammenarbeit mit den LHH-Trainern auch um Jugendkonzepte kümmern. Ein wichtiger Bestandteil des Engagements in Hamm dürfte die Eishalle am Maxipark werden.

Die Kenston-Unternehmensgruppe, die bereits die Halle in Duisburg vermarktet, ist sogar bereit, die Halle zu übernehmen. „Wir haben bereits vor Wochen Gespräche mit der Stadt Hamm geführt“, bestätigte der Unternehmensleiter, der schon entsprechende Gutachten erstellen ließ. Allerdings war Uckermann nach einer eingehenden Besichtigung über den maroden Zustand und über die hygienischen Verhältnissen erschrocken. „Wir sind bereit, zu investieren. Doch wenn die Stadt uns nicht entgegen kommt, müssen wir uns notfalls nach Alternativen im Umkreis umsehen“, sagte der Kenston-Chef, der allerdings davon ausgeht, dass die Oberliga-Saison mit den Eisbären am Maxipark gespielt wird.

Markus Kreuz, Stadtkämmerer sowie Schul- und Sportdezernent der Stadt Hamm, bestätigte Verhandlungen mit der Kenston-Unternehmensgruppe, erklärte aber, dass die Kölner bereits vor drei Wochen mitgeteilt hätten, kein Interesse mehr an einer Übernahme der Eishalle zu haben. Zuvor hatte man sich in mehrere Verhandlungen nicht über die Modalitäten einigen können.

Zwei eingehende Vertragsentwürfe aus Köln lehnte die Stadt Hamm schließlich ab. „Wir sind nicht bereit, allein das Risiko zu tragen und damit städtisches Vermögen aufs Spiel zu setzen“, beteuerte der Kämmerer.

Wir berichten am Mittwoch ausführlich im Westfälischen Anzeiger.

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