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Nur kurze Pause für Eisbären-Goalie Filimonow

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Von: Peter Schwennecker

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Vorsichtige Entwarnung: Daniel Filimonow will nächste Woche schon wieder trainieren. 
Vorsichtige Entwarnung: Daniel Filimonow will nächste Woche schon wieder trainieren.  © Robert Szkudlarek

Die Verletzung am Sprunggelenk, die sich Torhüter Daniel Filimonow am vergangenen Sonntag nach 14 Minuten im Heimspiel gegen die Black Dragons aus Erfurt zuzog, stellt sich nach eingehender Untersuchung nicht als so schlimm heraus wie zunächst befürchtet.

Hamm - Der erst vor der Saison aus Passau verpflichtete Goalie des Eishockey-Oberligisten gibt vor den beiden richtungweisenden Spielen am Wochenende gegen den Krefelder EV selbst Entwarnung. „Es ist nichts gebrochen und nichts gerissen“, bestätigt der 25-Jährige. Am Freitag (19.30 Uhr) in Krefeld und am Sonntag (18.30 Uhr) auf eigenem Eis gegen den KEV muss der Deutsch-Russe zwar passen, doch eine längere Pause befürchtet er nicht.

„Nach Meinung der Ärzte handelt es sich um eine Bänderdehnung und eine Verstauchung, was natürlich sehr schmerzt“, berichtet der Schlussmann. „Gegen Krefeld kann ich der Mannschaft leider nicht helfen. In der kommenden Woche werde ich dann wieder versuchen, das Training aufzunehmen.“

Es war eine unglückliche Bewegung, die gegen Erfurt zum frühen Aus für den Torhüter führte. „Eigentlich eine Bewegung, die ich sehr oft mache, doch war in diesem Fall die Belastung vielleicht etwas zu hoch“, berichtet Filimonow, der sofort zur Untersuchung in eine Hammer Klinik gefahren wurde. Dadurch verpasste er auch die Wende in dieser Partie. Denn nach einem 1:3-Rückstand feierten die Eisbären gegen die Thüringer mit 6:3 ihren zweiten Saisonsieg. „Als ich wieder zurück in der Halle kam, war die Mannschaft bereits in der Kabine. Und vor der Tür standen noch zahlreiche Fans, die das Team feierten“, erzählt Filimonow. „Das war ein unbeschreibliches Gefühl“, beschreibt der Keeper die für die Hammer in dieser Saison bisher ungewohnte Szenerie. Filimonow hofft, dass der zweite Dreier den Eisbären weiteren Auftrieb geben wird. „Die Stimmung in der Mannschaft und der Zusammenerhalt sind unheimlich gut“, bestätigt Filimonow, dass die Chemie in der Truppe stimmt.

Filimonow fühlt sich wohl in Hamm

Was ihm die ersten Wochen nach seinem Wechsel von Passau erleichtert. „Ich fühle mich inzwischen sehr wohl in Hamm, entdecke immer wieder neue, schöne Ecken in der Stadt“, erzählt der in Deggendorf geborene Bayer, der bei den Eisbären erst einmal einen Einjahresvertrag unterschrieb. Ob er sich ein längeres Engagement in Hamm vorstellen könne? „Das ist eine schwere Frage“, sagt Filimonow. „Ich lasse erst einmal alles auf mich zukommen. Im Eishockey kann so viel passieren.“

Jetzt drückt er dem Team und seinem Vertreter Marvin Nickel, der am Wochenende in beiden Spielen gegen die Krefelder zwischen den Pfosten stehen wird, erst einmal die Daumen. „Für uns sind diese Spiele von großer Bedeutung“, weiß der Goalie. „Wenn wir gegen den KEV gut punkten, dann sind wir wieder gut im Rennen um den angestrebten Platz für die Pre-Playoffs.“

Gutes Verhältnis zu Marvin Nickel

Sein Verhältnis zum Torhüter-Kollegen bezeichnet er als ausgesprochen angenehm. „Wir kommen sehr gut miteinander klar. Marvin ist ein netter Kerl, im Training ein sehr fleißiger Arbeiter.“

Auch Manager Jan Koch hat mit Blick auf das Wochenende keine Bedenken, was die Torhüterfrage angeht. „Nickel hat in der vergangenen Saison Sebastian May einige Male gut vertreten und bewiesen, dass er in der Oberliga spielen kann. Wir haben auch mit ihm schon Begegnungen gewonnen“, beteuert Koch.

Als Nummer zwei wird übrigens Nachwuchsmann Max Licht auf der Bank sitzen. Der 19-Jährige, der eigentlich im U20-Team der Eisbären um Punkte kämpft, war erst vor Beginn der Saison von den Selber Wölfen, für die er in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) spielte, nach Hamm gekommen. Vater Thorsten Licht war von 2012 bis 2014 als Sportlicher Leiter im Hammer Eishockey tätig, arbeitet inzwischen beim NRW-Landesverband.

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