Eishockey

Nur ein kurzes Überraschungsmoment der Hammer Eisbären

Igor Furda erzielte früh den überraschenden Führungstreffer für die Eisbären in Tilburg.
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Igor Furda erzielte früh den überraschenden Führungstreffer für die Eisbären in Tilburg.

Im zweiten Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit mit den Tilburg Trappers kamen die Hammer Eisbären am Freitagabend gehörig unter die Räder. Hatte es im ersten Spiel daheim noch zu einem überraschenden Punktgewinn gereicht (1:2 nach Verlängerung), zog das Team von Trainer Ralf Hoja dieses Mal in einem einseitigen Match mit 1:9 (1:5, 0:2, 0:2) klar den Kürzeren.

Tilburg - „Obwohl wir Tilburg am Anfang überraschen konnten, stellte sich schnell heraus, dass die Trappers eine ganz andere Hausnummer sind. Die stehen völlig zu Recht da oben in der Tabelle“, sagte Jan Koch anerkennend zur Leistung des Tabellenzweiten: „Natürlich fielen viele Gegentore zu einfach, aber es war heute auch einfach nicht unser Tag.“

Zwei kurzfristige Neuverpflichtungen

Die Hammer waren in der niederländischen Provinz Nordbrabant gleich mit zwei kurzfristig verpflichteten Neuzugängen aufgelaufen. Manager Jan Koch hatte sich noch am frühen Morgen intensiv um die Spielberechtigungen für Pascal Kröber und Luis Noack bemüht, die erst am Donnerstagabend ein Probetraining in Werries mit der Mannschaft absolviert hatten.

Mit Blick auf den durch die zahlreichen langfristigen Verletzungen ausgedünnten Kader entschieden sich die Verantwortlichen schließlich dazu, personell noch einmal nachzulegen. „Beide werden uns auf Dauer sicherlich helfen können, werden aber einige Zeit benötigen, um wieder völlig fit zu werden“, meinte Koch. Denn sowohl Verteidiger Kröber (vorher ERV Schweinfurt) als auch Stürmer Noack (FASS Berlin) haben in Hamm erstmals nach langer Zeit wieder auf dem Eis trainiert.

Der 28-jährige Kröber hat zuvor einige Jahr für die Rostock Piranhas und dem ERC Sonthofen in der Oberliga gespielt. Gemeinsam stand er in der Bayernliga mit dem Hammer Tobias Schwab in Schweinfurt in einem Team. Der 23-jährige Noack kam auf Vermittlung von Eisbären-Angreifer Gianluca Balla nach Hamm. Für FASS Berlin erzielte er in der vergangenen Saison in der Regionalliga Ost in 23 Spielen 40 Scorerpunkte (16 Tore/24 Assists).

Schnelle Führung durch Igor Furda

Im ersten Drittel waren keine zwei Minuten gespielt, da stand es auch schon 1:0 für die Gäste. Igor Furda verwertete ein Zuspiel von Ibrahim Weißleder nach einem schönen Spielzug zur frühen Führung. Und wenige Sekunden später hätte Thomas Lichnovsky sogar fast das 2:0 erzielt. „Da war das Überraschungsmoment vielleicht noch auf unserer Seite. Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf“, sagte Koch. Die Gastgeber glichen 40 Sekunden nach dem Führungstreffer der Eisbären durch Ties van Soest aus. Der Tabellenzweite machte enorm Druck und ging durch van Soest (5.) und Raymond van der Schuit (7.) mit 3:1 in Front. „Die marschieren, die machen richtig Tempo“, zollte Koch den Niederländern jede Menge Respekt. Ärgerlich für die Eisbären, dass es ihnen im ersten Durchgang trotz dreimaliger Überzahl nicht gelang, etwas Zählbares dabei rauszuholen. Stattdessen mussten sie noch zwei weitere Gegentreffer durch Tijn Jacobs (17.) und Bartek Bison (18.) zum 1:5-Pausenstand hinnehmen.

Druckvolle Tilburger

Für die Hammer ging es in der Folge nur noch darum, die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten. Tilburg kannte jedoch kein Erbarmen und erhöhte durch Jordy van Oorschot (26.), Kevin Bruijsten (34.), Delany Hessels (46.) und Giovanni Vogelaar (51.) auf 9:1.

Personelle Fragezeichen am Sonntag

Bitter für die Eisbären, dass Verteidiger Florian Kraus angeschlagen vom Eis musste. Bei ihm ist noch nicht klar, ob er am Sonntag gegen Herford (17 Uhr) dabei sein kann. Fehlen wird auf jeden Fall Kröber, der nach einem Kniecheck eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt und damit gesperrt sein wird.

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