Nullnummer zwischen Lohauserholz und Drensteinfurt

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Ohne Treffer blieb die Partie der Hölzkener gegen Drensteinfurt. Hier gerät Raffael Wichert ins Straucheln.

Hamm - „Wir haben zu wenig Druck aufs gegnerische Tor gemacht“, bemängelte Michael Scheffer, Trainer des TuS Germania Lohauserholz, nach dem 0:0 in der Bezirksliga-Partie gegen den SV Drensteinfurt.

Die Gastgeber waren über weite Strecke des Spiels überlegen, kontrollierten Ball und Gegner, doch Zählbares kam nicht dabei heraus. Bis zum Strafraum ließ die Scheffer-Elf den Ball laufen, doch dann fehlte der Zug zum gegnerischen Tor. „In den ersten zehn Minuten hatten wir zwei gute Aktionen, doch unterm Strich haben wir nicht konsequent genug bis zum letzten Pass gespielt“, kritisierte der TuS-Coach.

Serkan Adas hatte in der dritten Minute die erste Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen, doch sein Kopfball verfehlte das Tor um Zentimeter. Auch Timo Hilse scheiterte in der Anfangsphase an Christopher Kemper im Drensteinfurter Tor. Im weiteren Spielverlauf blieben Möglichkeiten auf beiden Seiten jedoch Mangelware.

Beide Teams waren vorrangig darauf bedacht, Tore zu verhindern. Das Offensivspiel war hüben wie drüben zu durchsichtig. Die Gäste waren mit ihrem 4-3-2-1-System erwartet defensiv ausgerichtet. „Damit haben wir gerechnet“, erklärte Scheffer. „Das ist ihre Spielweise. Sie versuchen dann mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Darauf haben wir uns eingestellt.“

In der Defensive ließen die Hölzkener nichts anbrennen. Dennis Idczak und Raffael Wichert hatten Drensteinfurts einzige Sturmspitze Isse Sander stets unter Kontrolle. Die Gastgeber kamen immer wieder über die rechte Seite, auf der Daniel Riemer für viel Druck sorgte, doch seine Vorlagen fanden im Zentrum keinen Adressaten, denn auch Hilse war meistens abgeschirmt.

„Wenn du gewinnen willst, musst du auch das Tor machen. Im Sechszehner waren wir nicht zielstrebig genug. Da fehlten der Biss und der Zug zum Tor. Das war in den letzten Heimspielen auch schon so“, analysierte der TuS-Trainer. „Wir hätten auch noch eine halbe Stunde länger spielen können, ein Tor wäre nicht gefallen.“

Eine typische Szene war ein Freistoß in der 62. Minute. Aus 18 Metern trat Irfan Uzungelis in halbrechter Position an, doch sein Schuss ins kurze Ecke stellte Kemper im Drensteinfurter Kasten vor keine Probleme. In der 73. Minute musste er jedoch hinter sich greifen. Der eingewechselte Kevin Hillebrand hatte aus 20 Metern einfach mal abgezogen und Hilse dem Ball mit der Fußspitze eine andere Richtung gegeben. Doch Schiedsrichter Marcus Stöppel zögerte keinen Moment, dem Treffer die Anerkennung zu verweigern, da der TuS-Torjäger eindeutig im Abseits stand.

In der ersten Minute der Nachspielzeit hätte Hilse beinahe noch den Siegtreffer erzielt. Per Kopf verlängerte er aus kurzer Distanz einen langen Flankenball, doch Drensteinfurts Keeper reagierte blitzschnell, so dass es beim leistungsgerechten 0:0-Unentschieden blieb, mit dem Scheffer leben konnte.

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