Noch zwei Schritte für den TuS Germania Lohauserholz

Hamm - Zwei Spiele noch, dann haben sie es geschafft. Sollten die Bezirksliga-Fußballer des TuS Germania Lohauserholz am Sonntag im Derby gegen den TuS Wiescherhöfen und eine Woche später beim souveränen Tabellenführer SpVg Beckum nicht als Verlierer vom Platz gehen, wäre die Mannschaft von Trainer Michael Scheffler ein Jahr lang ungeschlagen.

„Wenn uns das gelingt, wäre das eine unglaubliche Serie“, sagt Dirk Köhler, der Sportliche Leiter der Germanen. Doch die beiden Partien, die an den kommenden zwei Wochenenden auf dem Programm stehen, haben es in sich. Zuerst das intensive Derby gegen die Gäste von der Wielandstraße, die zuletzt auch der ebenfalls starken SG Bockum-Hövel ein Remis abgerungen haben. Und dann eben in der Römerkampfbahn beim Spitzenreiter, der für alle Experten Aufstiegskandidat Nummer eins ist. „Das sind zwei richtig harte Brocken, die noch dazwischen stehen.

Schon am Sonntag gegen Wiescherhöfen müssen wir höllisch aufpassen. Aber wenn wir es schaffen, ein Jahr ohne Niederlage zu sein, dann wäre das echt super“, sagt Scheffler, der mit seinem Team am 2. November 2014 das letzte Mal unterlag: damals übrigens mit 0:6 beim SV Lippstadt 08 II. „Das war krass“, erinnert er sich.

Mit dem Thema Aufstieg beschäftigen sich die Hölzkener derzeit überhaupt nicht – auch wenn es seit einem Jahr rund läuft. „Das macht Beckum ganz alleine“, sagt Köhler. Und Scheffler fügt hinzu: „Die Beckumer sind individuell so stark besetzt, die können sich nur selbst im Wege stehen.“ Daher ist es dem Coach und dem Sportlichen Leiter letztlich auch egal, ob ihre Mannschaft auf Rang zwei oder fünf landen wird. Sie genießen vielmehr genauso wie die Zuschauer die guten Auftritte des TuS, der sich von Woche zu Woche als eine kompakte Einheit präsentiert. „Die Mannschaft ist eingespielt, das passt“, sagt Köhler – und dabei schwingt eine Menge Stolz in seiner Stimme mit.

Garanten für die Erfolgsserie gibt es einige. Zum Beispiel die starke Defensive. In der vergangenen Saison war die Abwehr noch die Schwachstelle, jetzt aber ist sie zum Prunkstück geworden, hat erst fünf Gegentore in neun Partien kassiert. „Marcel Klemmer, der aus Rhynern zu uns zurückgekehrt ist, ist im Tor eine Waffe. Hinzu kommen mit Lukas Hulboj und Dennis Idczak zwei überragende Innenverteidiger sowie mit Chen Hennig und Irfan Uzungelis zwei klasse Sechser“, erklärt Köhler. „Da sind wir schon für diese Liga überragend besetzt.“

In der Offensive haben die Germanen den Wechsel von Felix Hennig zur Hammer SpVg II gut aufgefangen, sind weiter ungemein torgefährlich. Bestes Beispiel war am vergangenen Sonntag der 9:0-Kantersieg beim SV Lippstadt 08 II. „Da hätten wir eigentlich noch höher gewinnen müssen“, betont Köhler. „Aber unser Vorteil ist, dass die Jungs nicht hektisch oder nervös werden, sondern die Ruhe weg haben.“

Und diese Klasse bekommt derzeit die Konkurrenz zu spüren. Nach einem eher verhaltenen Start in die Spielzeit hat sich der TuS Germania mit 19 Zähler mittlerweile auf den dritten Tabellenrang vorgearbeitet. „Und damit sind wir hochzufrieden, wir sind dick im Geschäft“, sagt Scheffler.

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