ASV-Trainer zieht positive Trainingslager-Bilanz

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Gibt die Richtung vor: ASV-Coach Niels Pfannenschmidt.

Hamm - Es war ein Kraft raubendes Trainingslager, das die Mannschaft des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen in der abgelaufenen Woche hinter sich gebracht hat. 14 stramme Einheiten vom morgendlichen Frühsport bis zum abendlichen Team-Training galt es zu absolvieren – was die Spieler zur Freude von Niels Pfannenschmidt mit großem Engagement machten.

„Das sind jetzt natürlich ganz harte Einheiten. Aber es ziehen alle super mit. Das gefällt mir richtig gut“, lobt der Trainer. „Allerdings ist das in dem Wissen, dass wir die Grundlage für eine anstrengende Saison mit 40 Spielen legen, auch nötig.“ Ab sofort haben die Spieler zumindest ein wenig mehr Zeit, um zu verschnaufen. Denn für die laufende Woche hat der Coach das Pensum von drei auf zwei tägliche Einheite reduziert. Anstrengend bleibt es dennoch. Schließlich ist die Phase, in der die konditionellen Grundlagen gelegt werden, noch nicht abgeschlossen. „Konditionsarbeit spielt immer noch eine große Rolle. Ich habe eine klaren Plan. Der wird verfolgt, so dass die Spieler am Saisonstart fit sind“, versichert Pfanneschmidt. „Ich habe die Einheiten ab jetzt so ausgelegt, dass wir Athletik und Laufen im Wechsel machen werden. Und vor den Spielen werden wir kein Training mehr absolvieren, so dass wir etwas frischer in die Begegnungen gehen können.“

Das war in der Auftaktpartie gegen Zweitligaaufsteiger Eintracht Hagen am Freitag noch nicht der Fall, als Pfannenschmidt das Pensum voll durchgezogen hatte und das Team sich entsprechend deutlich mit 18:28 geschlagen geben musste. Eine Niederlage, die daher „erklärbar war, aber mit zehn Toren verliert keiner gern. Die Mannschaft weiß auch, dass das zuviel ist. Und es wird mit Sicherheit beim nächsten Mal besser. Zudem habe ich die Spiele gegen Hagen und auch Springe ausgemacht, als diese Teams noch Drittligisten waren. Jetzt verfügen sie als Aufsteiger über ganz andere Kader. Aber jedes Spiel hilft uns, um voranzukommen.“

Weniger hilfreich war dagegen, dass sich gegen Hagen Spielmacher Ondrej Zdrahala eine Verletztung am Wurfarm zugezogen hat und schon nach elf Minuten vom Feld gehen musste. Immerhin gab sein Trainer am Montag vorsichtig Entwarnung. „Erste Untersuchungen haben ergeben, dass zumindest nichts gebrochen ist“, sagt Pfannenschmidt, der aber noch abwarten muss, welches Ergebnis ein für den heutigen Dienstag angesetzter MRT-Termin bringen wird. „Davon hängt letztlich ab, wie lang die Pause sein wird, die Ondrej einlegen muss.“ Fehlen wird der Tscheche auf jeden Fall, zumal sich der ebenfalls für die Mittelposition vorgesehene ASV-Neuzugang Björn Zintel am Montag mit der deutschen U19-Nationalmannschaft zum WM-Vorbereitungslehrgang nach Katar verabschiedet hat. „Mit unserer Personaldecke ist es derzeit ohnehin ein wenig problematisch“, weist Pfannenschmidt zudem auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Fabian Huesmann, Marian Orlowski (beide Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Lars Gudat (Fuß-OP) und zuletzt auch Stephan Just (Adduktorenprobleme) sowie das Fehlen von Junioren-Nationalspieler Joscha Ritterbach hin. „Wir müssen jetzt zwei, drei Wochen überbrücken.“

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