Eishockey

Hammer Eisbären: Niederlage in letzter Sekunde

Sebastian May (rechts) im Mittelpunkt: Eisbären-Neuzugang Pascal Kröber kommt zu spät.
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Sebastian May (rechts) im Mittelpunkt: Eisbären-Neuzugang Pascal Kröber kommt zu spät.

Die Spieler der Hammer Eisbären waren im Heimspiel der Eishockey-Oberliga Nord gegen die Rostock Piranhas schon auf die Overtime eingestellt, als den Gästen der entscheidende Treffer zum 3:4 gelang - eine Sekunde vor Ende der regulären Spielzeit.

Hamm – Bitteres Ende für die Hammer Eisbären: Im Spiel des Tabellenletzten der Eishockey-Oberliga Nord gegen den Vorletzten, die Piranhas Rostock, unterlag das Team von Trainer Ralf Hoja durch einen Treffer in der letzten Sekunde mit 3:4 (2:1, 1:2, 0:1). Nach der dritten Zeitstrafe gegen Ibo Weißleder zwei Minuten vor dem Ende schienen sich die Hammer in die Overtime zu retten. Dann gelang Lukas Koziol die Entscheidung für Rostock. „Das war jetzt Pech“, ärgerte sich Hoja. „Die Jungs haben das am Ende in Unterzahl gut gespielt, und dann kriegen wir so einen Notschuss.“

Kommen sie? Kommen sie nicht? Die Frage, ob die Partie würde stattfinden können, stellte sich am Ende nicht. Um acht Uhr morgens hatten sich die Gäste von der Ostsee aus ins Schneechaos aufgemacht, um 16 Uhr trudelten sie in Werries ein – und pünktlich um 17 Uhr standen sie auf dem Eis. Ein Unding, wie etwa Hamms Kevin Thau im Drittelpausen-Interview befand. Das Spiel habe niemals stattfinden dürfen, übte er deutliche Kritik am Deutschen Eishockey-Bund (DEB), der trotz der Wetterlage keine generelle Absage de Spieltags angeordnet hatte.

Die ersten Minuten gehörten Rostock, das agiler unterwegs war und sich einige gute Chancen erarbeitete. Doch es bedurfte tatkräftiger Hammer Mithilfe für den ersten Treffer der Partie, um den guten Sebastian May im Hammer Tor zu überwinden. Die Situation im Eisbären-Drittel war eigentlich schon geklärt, als sich Matthew Pistilli die Scheibe schnappte und halbhoch einnetzte.

Auf der anderen Seite erarbeiteten sich die Gastgeber danach erste Achtungserfolge. Der Ausgleich kam dennoch überraschend. Nachdem zunächst May in höchster Not gegen Jayden Schubert eine Doppelchance zunichte gemacht hatte, war es Ibrahim Weißleder, der im Gegenzug allein auf das Tor zusteuerte. Goalie Nils Velm parierte seinen Schuss zwar, doch der mitgelaufene Tobias Schwab schob die Scheibe im Nachgang ins Netz (11.).

Als dann auch noch ein eher harmloser Schuss von Igor Furda über den Schläger von Velm ins Tor hoppelte, lag der Hausherr sogar vorne (16.) – und ging mit dieser knappen Führung in die Pause. Auch weil das Team bis zur letzten Minute des ersten Durchgangs sehr diszipliniert auftrat – erst dann setzte es die erste Zeitstrafe der Partie gegen Milan Svarc.

Auch im zweiten Drittel waren die Gäste anfangs frischer unterwegs – und kamen nach fünf Minuten zum verdienten Ausgleich durch Christian Bauhof.

Als kurz darauf erst Igor Furda und eine Minute später Kevin Orendorz auf die Strafbank mussten, standen die Gastgeber in doppelter Unterzahl auf dem Eis. Bis sieben Sekunden vor Ablauf der ersten Strafe hielt das Bollwerk, dann knallte Furdas Schläger vor Wut an die Plexiglaswand – John Dunbar hatte die Gäste wieder in Führung gebracht (28.). Svarc (29.) und Henry Hoffmann (30.) erarbeiteten sich gut Ausgleichschancen. Doch es dauerte bis zur 37. Minute, ehe Gianluca Balla nach Vorarbei von Tim Pietzko zum 3:3 traf.

Ruppig wurde es im Schlussdrittel, nachdem Pistilli nach einem Check von Weißleder verletzt das Eis verlassen musste. Kurz danach erhielt nach Weißleder auch noch Neuzugang Pascal Kröber eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe – und zwei Minuten vor dem Ende musste erneut Weißleder raus. Die Bankzeiten überstanden die Hammer – dann traf Koziol doch noch. Die Hallenuhr zeigte 59:59 Minuten an. „Wir haben am Ende sehr viel Druck bekommen“, ärgerte sich Hoja über die vielen Strafzeiten. „Eigentlich waren wir ja bei fünf gegen fünf locker im Spiel. Das sind Sachen, die müssen wir als Aufsteiger noch lernen.“

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