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Niederlage in Erfurt: Eisbären ärgern sich über Strafe gegen Dotter

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Von: Benedikt Ophaus

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Samuel Dotter erhielt eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.
Samuel Dotter erhielt eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Die dezimierten Hammer Eisbären haben am 2. Weihnachtstag eine Überraschung verpasst. Der Eishockey-Oberligist unterlag bei den Black Dragons Erfurt mit 2:7 (0:2, 2:2, 0:3), ärgerte sich dabei aber auch über die Schiedsrichter.

Erfurt - Die Fahrt in die Landeshauptstadt Thüringens hatten die Eisbären erneut ersatzgeschwächt antreten müssen. Zehn Ausfälle zählte Trainer Jeff Job, mit nur zwölf Feldspielern und zwei Torhütern war er in Erfurt zu Gast. „Wir sind arg gebeutelt“, sagte Geschäftsführer Jan Koch.

Trotz der personellen Sorgen entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase – ehe die Hammer Verantwortlichen die womöglich schon spielentscheidende Szene sahen. Samuel Dotter checkte seinen Gegenspieler in die Bande (10.). Der Erfurter musste verletzt raus, Dotter – einer von nur vier mitgereisten Verteidigern – erhielt eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Koch sah kein überhartes Einsteigen. „Niemand wünscht sich, dass ein Spieler verletzt ausscheidet. Es gab da aber einfach einen klaren Größenunterschied zwischen den beiden“, sagte er und ärgerte sich über eine „eigenwillige Regelauslegung“ der Schiedsrichter.

Schutz besorgt den Ausgleich

Zu allem Überfluss gerieten die Eisbären in der folgenden fünfminütigen Unterzahl in Rückstand. Reto Schüpping traf für die Dragons (12.), in der 17. Minute legte er das 2:0 nach.

Koch forderte, „das Spiel vernünftig über die Bühne“ zu bringen. Das setzten die Gäste um. Zwei Tore von Chris Schutz besorgten den Ausgleich (22., 33.) für die Hammer, die sich zwar auf die Defensivarbeit konzentrierten, durch schnelles Umschalten aber auch immer wieder selbst Torgefahr entwickelten. „Wir bleiben dran, die Jungs kämpfen“, lobte Koch. Dennoch ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand ins letzte Drittel. Denn erst traf Andre Gerartz für Erfurt (36.), dann erzielte Maurice Keil 20 Sekunden vor der Sirene das 4:2 (40.).

Lichnovsky verletzt sich nach Stockschlag

Die Hammer wehrten sich weiter nach Kräften, der Rumpfkader kassierte noch drei weitere Gegentore zum 7:2-Endstand. Was Koch viel mehr ärgerte: Thomas Lichnovsky verletzte sich nach einem harten Stockschlag am Handgelenk – Diagnose ungewiss. Erfurts Enzo Herrschaft erhielt die selbe Strafe wie zuvor Dotter. „Da müssen sich die Schiedsrichter hinterfragen, ob das Oberliga-tauglich war“, sagte der Eisbären-Geschäftsführer.

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