Trainer Björn Mehnert: "Hut ab"

Nichts zu meckern: Rhynern gewinnt 5:0 gegen Rheine

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Bereits nach 6. Minuten durften die Rhyneraner das erste Mal jubeln: Torschütze, Philipp Hanke (blau hinten) umarmt Felix Bechtold mit der Nummer 22. 

HAMM - Björn Mehnert ist ein Trainer, der normalerweise immer etwas zu kritisieren hat. Selbst nach Siegen seiner Mannschaft findet der Trainer des SV Westfalia Rhynern jedes Mal das sprichwörtliche Haar in der Suppe. Am Sonntagnachmittag nach dem furiosen 5:0 (2:0)-Sieg im Heimspiel der Fußball-Oberliga über den FC Eintracht Rheine hatte der Ex-Profi allerdings nichts zu beanstanden.

„Hut ab, an dieser Leistung gibt es nichts auszusetzen“, lobte der Coach seine Schützlinge. In der Tat hatten die Rhyneraner, die mit einem neuen Trikotsponsor auf der Brust aufliefen, eine beeindruckende Vorstellung abgeliefert, nach deren Ende die Gäste aus Rheine mit dem Ergebnis sogar noch gut bedient waren. Denn die einzige Fehlleistung, die sich die Westfalia erlaubte, war trotz der fünf erzielten Treffer das Auslassen von zahlreichen weiteren erstklassigen Möglichkeiten. „Wir haben in der Höhe verdient verloren. Wir sind wie eine Schülermannschaft in die Zweikämpfe gegangen. Das soll die Leistung von Rhynern aber überhaupt nicht schmälern“, gab Rheines Coach Uwe Laurenz ehrlich zu. „Ich muss da jetzt erst einmal eine Nacht drüber schlafen, ehe ich ins Detail gehe.“

Während die Gäste wie geprügelte Hunde vom Platz schlichen, herrschte bei den Gastgebern naturgemäß eine fast schon überschäumende Stimmung – was nach diesen temporeichen und starken 90 Minuten aber auch kein Wunder war. Allerdings wird diese Vorstellung auch ein kleines Nachspiel für die Akteure der Westfalia haben. Denn Mehnert will diese Partie als Maßstab für alle künftigen Auftritte nehmen. „Man hat gesehen, zu welchen Leistungen die Mannschaft in der Lage ist und welche Qualität sie hat. Wenn sie immer so spielt, wird sie noch viele Punkte einfahren. Aber daran wird sie jetzt zu messen sein“, meinte der Coach.

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Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern schlägt Eintracht Rheine 5:0

Von der ersten Minute an ließen die Rhyneraner gestern keinen Zweifel daran, dass sie die Punkte am Papenloh behalten wollten. Bereits in vorderster Front bearbeiteten Philipp Hanke, Lennard Kleine und Mathieu Bengsch die Eintracht-Versuche eines Spielaufbaus. Wenn die Gäste dann doch mal in die Hälfte der Westfalia kamen, war meist im Mittelfeld, spätestens bei den beiden Innenverteidigern Dustin Wurst und David Schmidt Endstation. Dadurch hatte Keeper Christoph Hunnewinkel einen entspannten Nachmittag.

Dafür wirbelten die Offensivkräfte die Gäste aber umso mehr durcheinander. Bereits nach sechs Minuten stand der überragende Hanke nach einem langen Einwurf von Michael Wiese goldrichtig, um das Leder im zweiten Versuch – der erste hatte am Pfosten geendet – zum 1:0 ins Tor zu dreschen (6.). Nachdem ein weiterer Hanke-Schuss durch Marcel Langenstroer von der Linie gekratzt worden (26.) und Kleine an Eintracht-Keeper Andre Epker gescheitert war (35.), war es erneut Hanke, der noch vor der Pause für das 2:0 sorgte. Kleine hatte den Ball erkämpft und auf Bechtold gepasst. Dieser legte quer, so dass Hanke problemlos einschob (41.).

Nach dem Wechsel stellte Rheine auf eine Dreierkette um und brachte mit Christian Bußmann einen weiteren Stürmer. Doch diese taktische Änderung ging gründlich daneben. Die Rhyneraner erhöhten noch einmal das Tempo, trafen zuerst durch Bengsch zum 3:0 (49.) und – nachdem erneut einige Hochkaräter ausgelassen worden waren – durch Kleine auf 4:0 (61.). Als dann der eingewechselte Christopher Thomassen nach einer Tätlichkeit Rot sah (76.), war es Markus Maier, der nach Zuspiel von Hanke den 5:0-Endstand markierte. „Vor allem von der 46. bis 70. Minute haben wir richtig guten Fußball gespielt“, zeigte sich Mehnert beeindruckt, während Mannschaftskapitän Wurst meinte: „Wir haben vollkommen verdient gewonnen. Von Nummer eins bis 14 ware das eine klasse Leistung.“ - –pad–

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