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Neuzugang verstärkt den ASV Hamm-Westfalen am Kreis - Niederlage in Flensburg

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Von: Günter Thomas

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Drei Maskottchen für einen Gegner: Die SG Flensburg-Handewitt war gut auf den Aufsteiger vorbereitet.
Drei Maskottchen für einen Gegner: Die SG Flensburg-Handewitt war gut auf den Aufsteiger vorbereitet. © Günter Thomas

15 Minuten lang spielte Handball-Bundesligist ASV Hamm-Westfalen bei der SG Flensburg-Handewitt ordentlich mit. Dann erhöhte das Spitzenteam von der dänischen Grenze die Schlagzahl und fuhr am Ende einen deutlichen 37:23 (18:13)-Sieg gegen den Aufsteiger ein. Zudem präsentierte der ASV einen neuen Kreisläufer.

Flensburg – Es waren gerade 20 Minuten in der Flens-Arena gespielt, als die Fans der SG Flensburg-Handewitt begannen, die Erfolge ihres Vereins gesanglich aufzuarbeiten. Wenige Minuten zuvor hatten die SG-Spieler auf der Platte dafür gesorgt, dass sie genügend Zeit dafür bekamen, denn mit sechs Toren in Folge hatten sie binnen fünf Minuten (15. bis 20.) die Partie entschieden.

Bis zu dem Zeitpunkt waren die Gäste beim übermächtigen Gegner fast schon überraschend gut im Spiel gewesen. Denn zum einen machte der Aufsteiger seine Sache zu Beginn ordentlich, und zum anderen hatten die Flensburger offensichtlich noch die Partien vom Sonntag in der Bundesliga bei der HSG Wetzlar (27:22) und vom Heimspiel in der European League am Dienstag gegen PAUC Handball (35:30) in den Knochen. Ein paar Fehler der SG – ein paar gute Abwehraktionen und bedacht herausgespielte Angriffe des ASV sorgten so dafür, dass es bis zur 15. Minute noch Unentschieden stand (5:5) und die Zuschauer schon ein wenig ungeduldig wurden.

Danach entpuppte sich aber vor allem der deutsche Nationalspieler Johannes Golla am Kreis als Spielverderber für die Hoffnungen der Gäste, die ohnehin schon vor Spielbeginn auf Sparflamme geköchelt hatten. Golla traf und traf – war bis zur 22. Minute sechsmal erfolgreich – das reichte, um die Verhältnisse klar zu stellen. „Wir müssen abwägen“, hatte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers erklärt, warum Kapitän und Linksaußen Fabian Huesmann leicht gezerrt nur in Zivilkleidung auf der Bank Platz nahm. „Denn wir wissen auch, dass unsere Chancen in diesem Spiel eher nicht so groß sind. Wichtig ist es, dass er in den folgenden Begegnungen nach dem Kiel-Heimspiel (am Dienstag) gegen Leipzig, den Bergischen HC und in Minden wieder dabei ist.“

Die anderen auf der Platte mühten sich, hielten zumindest den Fünf-Tore-Rückstand bis zur Pause konstant (18:13).

Flensburg baute seinen Vorsprung nach dem Wechsel weiter aus – obwohl sich der Deutsche Meister von 2018 und 2019 ungewohnt viele technische Fehler leistete. Auf der anderen Seite gelang es dem ASV allerdings nicht, diese zum eigenen Vorteil zu nutzen, weil sie sich ihre Möglichkeiten zwar durchaus erarbeiteten, einmal mehr aber rund 50 Prozent der Bälle nicht im Tor der Gastgeber unterbrachten. Dieses Mal war es SG-Keeper Benjamin Buric (22 gehaltene Bälle), der den ASV-Angreifern deutlich zu oft im Weg stand, um die „Hölle Nord“ noch einmal zum Köcheln zu bringen.

ASV verpflichtet Neuzugang Rèmi Leventoux

Unterdessen verwunderte der Blick auf den Spielbogen im Vorfeld der Partie: Während neben den verletzt ausgefallenen Björn Zintel, Benjamin Meschke und Markus Fuchs auch Fabian Huesmann aus dem ASV-Kader aufgrund einer Zerrung geschont wurde, stand auch ein neuer Name auf der Spielerliste. Rémi Leventoux wird den Erstliga-Aufsteiger ab sofort unterstützen. „Da haben wir ein bisschen Glück gehabt“, sagte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. „Wir haben uns ein wenig umgehört, nachdem Benni mit seinem Finger und Lars Kooij aufgrund eines Mittelfußbruchs ausgefallen waren. Dann ist uns Rémi angeboten worden.“

Neu beim ASV Hamm-Westfalen: Remi Leventoux.
Neu beim ASV Hamm-Westfalen: Remi Leventoux. © Imago

Das war am Montag. Dienstag war der 30-jährige Franzose zum Training in der Westpress Arena, und am Mittwoch wurde der Vertrag unterschieben. „Vorerst bis zum 31. Dezember“, erklärte Lammers, wird der Kreisläufer, der zuletzt für Pfadi Winterthur in der Schweiz spielte, zum Kader gehören. In der Saison 2017/18 hatte er bereits für den TV Neuhausen in der 2. Liga gespielt.

In Flensburg begrüßten seine Mitspieler den Neuen, der sowohl im Angriff am Kreis als auch in der Defensive im Innenblock sofort seinen Platz einnahm, ab der 25. Minute auch offiziell als Mitspieler auf der Platte.

Leventoux musste sich noch bis zur 36. Minute gedulden, ehe er sich mit dem Treffer zum 21:15 auch das erste Mal in die Torschützenliste eintragen durfte.

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